Wer schlägt Sir Lewis?
Hamilton ist zurzeit der stärkste Fahrer im Feld

Kein Formel-1-Pilot hat in Europa diese Saison mehr Punkte geholt als Lewis Hamilton. Schlägt der Ferrari-Pilot auch am Samstag in Silverstone zu?
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Nicht zu schlagen: Lewis Hamilton in der Sprint-Quali von Silverstone.
Foto: Lukas Gorys

Dieser Mann ist ein Phänomen: Sir Lewis Hamilton (41). Im einzigen Training und der Sprint-Qualifikation schlug der unverwüstliche Brite im Ferrari zweimal den 22 Jahre jüngeren WM-Leader Kimi Antonelli (Mercedes).

Und der Ort dieser «Sensation» kommt nicht überraschend: Silverstone. Also dort, wo der siebenfache Weltmeister in seiner Karriere schon neunmal gewonnen hat und 14-mal aufs Podest kletterte.

Schon 2025 fast auf dem Podest

Letztes Jahr verpasste Hamilton auf dem legendären 5,891 km langen Kurs das Treppchen knapp – er wurde auf den letzten Metern noch vom Sauber-Piloten Nico Hülkenberg (38) abgefangen. Der Deutsche jubelte damals über seinen ersten Podest-Auftritt nach 238 Versuchen.

Was kann man jetzt am Wochenende von Hamilton erwarten? Nun, 2025 holte er mit dem roten Boliden in Shanghai schon völlig unerwartet einen Sprint-Sieg. Gelingt ihm dieser Coup nochmals?

Bester Europa-Pilot

Auf alle Fälle ist Hamilton zurzeit der stärkste Fahrer im Feld. Und mit 53 Punkten hat er in den bisherigen drei Europa-Schlachten auch am meisten Punkte gesammelt. Vor Russell (43) und Antonelli (40).

Die Sprint-Qualifikation hat übrigens die Renn-Qualifikation von Spielberg vor einer Woche bestätigt: Im ersten Teil der Zeitenjagd blieben Aston Martin, Cadillac und Haas auf der Strecke.

Im zweiten Abschnitt mussten sich – wie in Österreich – Audi, Alpine und Williams verabschieden. Bleiben also erneut die fünf Topteams mit dem Aussenseiter Racing Bulls. CEO Peter Bayer: «Wir stürzen uns auf alles, was die grossen Vier übrig lassen. Wir sind die Aasgeier der Formel 1.»

Und wie am letzten Sonntag liessen Mercedes, Ferrari, Red Bull, McLaren und Racing Bulls der Konkurrenz keinen einzigen WM-Punkt übrig.

Vor allem für das Audi-Duo Bortoleto (12.) und Hülkenberg (13.) ist dies frustrierend. Wie sagte der Brasilianer doch in Spielberg: «Wenn uns aus dem Heck etwas mehr Power anlächeln würde, hätten wir schon einige WM-Punkte mehr.» Bisher sind es zwei magere Zähler vom WM-Start in Melbourne.

Dreikampf um Sprint-Sieg

Der Sprint am Samstag ab 13 Uhr dürfte zum Dreikampf Hamilton, Antonelli, Verstappen werden. Der Holländer hat in Silverstone 2021 das erste von bisher 27 Sprintrennen gewonnen. Und seither sind weitere zwölf Mini-Erfolge für Super-Max dazugekommen.

Wovon dürfen die Audi-Fans in den 18 Runden träumen? Von nichts. Ein Punkt (für Platz acht) wäre mehr als eine Sensation. Und die Hinwiler durften bei allen Sprints nur einmal jubeln: Platz sieben von Bottas 2022 in Imola.

Übrigens: 2021 bauten Hamilton und Verstappen in der Startrunde des Hauptrennens aus der ersten Reihe einen bösen Unfall. Max landete kurz im Spital, Lewis siegte trotz einer Zehn-Sekunden-Strafe! Das Super-Duo sprach monatelang kein Wort mehr miteinander. Jetzt ist das Verhältnis wenigstens von Respekt begleitet.

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