Teamchef Toto Wolff (54) bestätigte jetzt offiziell, was George Russell und seine Fans schon nach dem Ausscheiden in Malaysia kurz vor Schluss befürchteten: Der Brite braucht beim gigantischen Nachtspektakel den fünften Motor und einige Komponenten dazu. Die FIA-Rechnung ist einfach: ab in die letzte Startreihe.
Singapur ist nicht Monza
Dass Wunder möglich sind, zeigte WM-Leader Kimi Antonelli (20) kürzlich beim Heimrennen in Monza. Dort hatte der Mann aus Bologna seine Motorenstrafe einkassiert. Und zauberte sich vom 19. Startplatz ganz nach vorne: siebter Saisonsieg!
Nun, im Tempo-Tempel mit den vielen Geraden war diese «Sensation» noch möglich. Hier auf dem eckigen Kurs in den Strassenschluchten mit 19 engen Kurven müssten schon alle Gegner den Mercedes von Russell vorbeiwinken. Bereits eine Top-Fünf-Position wäre ein Erfolg.
«Kimi packt das locker»
Antonelli wird also sieben Rennen vor dem Ende (plus den letzten Sprint an diesem Samstag) der rote Weltmeister-Teppich gelegt. Wächst sein Vorsprung von jetzt 84 Punkten auf Russell vor dem Heimflug weiter an, ist ihm der WM-Titel sicher.
Max Verstappen (29), der letztes Jahr unter den Flutlichtern der Millionenstadt in der Qualifikation und im Rennen mit dem Red-Bull-Honda jeweils Zweiter hinter Russell war: «Diese Meisterschaft lässt sich Kimi nicht mehr nehmen. Er ist gereift, macht kaum noch Fehler. Ja, es ist fantastisch, so einem jungen Fahrer zuzuschauen und gegen ihn zu kämpfen!»
Bald ist der Rechenschieber weg
Die Mathematik ist einfach: Gewinnt Russell alle sieben Rennen und den Sprint (was er natürlich schon hier nicht tun kann), würden Antonelli jeweils dritte Plätze genügen, um immer noch mit 431:419 Punkten vorne zu liegen.
Nach Singapur, dem Ende des Asien-Triple-Headers innerhalb von drei Sonntagen, gibts endlich wieder ein freies Wochenende. Bevor die nächsten drei Rennen in Serie warten: Austin, Mexiko, Brasilien. Bis dann können auch die Fans von Russell den Rechenschieber endgültig zur Seite legen.
Ferrari wartet seit 26 Rennen
Der Zeitunterschied zwischen Europa und Singapur macht es für die TV-Fans einfacher. Sie können die Nachtshow an drei Tagen jeweils in den Mittagsstunden geniesse,
Start ist am Freitag mit dem ersten und einzigen Training um 10.30 MEZ (16.30 Uhr Lokalzeit). Ferrari-Chef Vasseur hat es genau erkannt: «In diesen 60 Minuten müssen alle Teams die richtigen Vorbereitungen für die Qualifikationen im Sprint und zum Rennen treffen. Wir werden alles tun, um das bestmögliche Resultat zu erreichen.» Seit 26 Rennen (Ungarn 2025, Leclerc) warten die Roten auf eine Pole-Position.