Thurgau steht Kopf
Ellighausen schreit nach Vettel-Party

In Vettels Wohngemeinde Ellighausen im Thurgau laufen die Drähte heiss.
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Foto: Reuters
Von Simon Häring

Die Thurgauer Gemeinde Ellighausen (145 Einwohner) steht Kopf. Nachdem sich Sebastian Vettel (25) mit Rang 6 im Chaos-GP von São Paulo zum dritten Mal in Serie zum Formel-1-Weltmeister gekürt hat, wird die Gemeindeverwaltung mit Telefonanrufen bombardiert.

«Es klingelt pausenlos», sagt Walter Marty, SVP-Gemeindeammann von Kemmental, wozu auch Ellighausen gehört. Ob es einen offiziellen Empfang gibt, wissen die Thurgauer noch nicht.

Marty: «Das besprechen wir mit Sebastian, wenn er wieder in der Schweiz ist.» Nach dem ersten WM-Titel nahm der prominente Einwohner eine Einladung an die Gemeindeversammlung an. Im Vorjahr verzichtete er auf einen offiziellen Anlass.

Seit 2010 wohnt Vettel auf dem Bauernhof Neumüli zwischen Ellighausen und Hugelshofen. Am Thurgau schätzt er die Abgeschiedenheit und Ruhe.

Diese wird beim Red-Bull-Piloten in absehbarer Zeit aber wohl nicht einkehren. Zunächst steht dem Blondschopf nämlich ein Party-Marathon bevor. Bis um halb vier in der Früh feierte er mit Freundin Hanna und seiner Crew im «Villa Mix» in São Paulo zu Live-Musik den Titel-Hattrick.

Nicht unter den rund 1000 feierwütigen Gästen waren die Bosse des erfolgreichen Rennstalls. Teamchef Horner, Motorsportchef Marko und Technik-Guru Newey flogen noch am Sonntagabend zurück nach England.

In der Fabrik in Milton Keynes soll die Party am Dienstag in die nächste Runde gehen. «Wir werden sehr hart feiern», hatte Horner schon nach dem Rennen versprochen.

Ellighausen muss sich also noch etwas gedulden, bis der 26-fache GP-Sieger wieder in den idyllischen Thurgau zurückkehrt.

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