Darum gehts
- Kimi Antonelli (19) holt in Spa erneut die Pole-Position
- Max Verstappen dank Teamkollegen Hadjar auf Platz zwei in Qualifikation
- Norris verliert zehn Startplätze, Hülkenberg mit erneutem Technik-Ausfall
Zum sechsten Mal steht WM-Leader Kimi Antonelli (19) mit dem Mercedes auf dem besten Startplatz. Kann er nach drei Niederlagen in Serie wieder an seine fünf Erfolge zu Beginn der Saison anknüpfen? Der Italiener lacht: «Wenn du Max neben dir hast, dann weisst du, dass du keinen Fehler machen darfst. Ich hoffe, dass ich lange keine Autos überholen muss …»
Zum dritten Mal nach Miami und Monaco treffen sich die beiden Superstars ganz vorne – beide Male siegte der zukünftige Champion.
Und was passierte dem vierfachen Weltmeister? In Monaco liess ihn bald der Motor im Stich, in den USA wurde er Fünfter.
«Durchwachsenes Wochenende» bei Verstappen
Und heute? «Wir hatten bei Red Bull ein durchwachsenes Wochenende, waren vielleicht etwas zu langsam. Diesen zweiten Platz verdanke ich nur meinem Teamkollegen Hadjar, der mich im Windschatten mitnahm. Danke. Sonst wäre ich wohl jetzt in der dritten Reihe.»
Weltmeister Norris konnte sich nicht über die drittschnellste Quali-Runde im McLaren freuen: «Ich weiss ja schon lange, dass ich wegen der vierten Steuereinheit zehn Plätze zurückmuss. Das schmerzt, aber wir können nichts ändern.»
Vor einem Jahr verlor Norris das Duell um den Spa-Sieg gegen Teamkollege Piastri um 0,3 Sekunden. Jetzt startet der Australier mit dem fünffachen Spa-Gewinner Hamilton (Ferrari) aus der dritten Reihe. Der Brite ist heiss: «Wenn wir die Reifen gut behandeln, haben wir eine echte Podest-Chance.»
Pannenserie bei Hülkenberg
Hinter Hamilton die überraschende vierte Reihe mit Lindblad, dem Briten mit schwedischen Wurzeln, im Racing Bulls und Bortoleto im Audi.
Im Gegensatz zu Hülkenberg schaffte es der Brasilianer ins Top-Ten-Finale, während der Deutsche als 14. von zwei Strafen (Hadjar, Norris) profitierte und als Zwölfter neben Colapinto startet.
Nach dem Aus im zweiten Teil der Qualifikation kam Hülkenberg nicht mal an die Boxen zurück. «Stell das Auto ab. Wir haben ein hydraulisches Leck», funkte die Boxencrew. Wann hört diese Pannenserie beim punktelosen Deutschen endlich auf?
Hubert und Bellof bleiben allgegenwärtig
Wie gesagt, auch wenn sich der Regen erstmals seit vielen Jahren in Spa nicht zeigen sollte, bleibt der Kurs gefährlich. Das zeigten schon die Trainingsunfälle von Gasly und Hamilton.
Leclerc: «Ich komme jedes Jahr mit vielen Gedanken an meinen Freund Anthoine nach Belgien. 2019 habe ich ihn hier bei der Auffahrt nach Eau Rouge verloren.» Der Formel-2-Star Anthoine Hubert bezahlte damals eine Karambolage mit dem Tod.
Noch in der Senke von Eau Rouge trauerte am 1. September 1985 Deutschland um sein wohl grösstes Talent aller Zeiten: Stefan Bellof (28) wurde ein waghalsiges Überholmanöver beim 1000-Kilometer-Rennen im Porsche zum tödlichen Verhängnis. Im Duell gegen den ebenfalls ehrgeizigen Lokalmatadoren Jacky Ickx.