Auch die meisten Teams hatten längst ihre offiziellen Pressemitteilungen weltweit verschickt, die Resultate mit Ausreden oder eben Schönredereien geschmückt.
Die drei späten Opfer
Und was passiert: Drei Piloten wurden fast drei Stunden später aus den Top Ten rausgeworfen: 7. Piastri, 8. Colapinto, 10. Gasly.
Das lange Prozedere mit der Beurteilung aller Fälle zog sich einmal mehr in die Länge. Das Alpine-Duo Colapinto und Gasly bekam nachträglich eine Strafe: Colapinto hatte unter gelben Flaggen nicht verlangsamt – 10 Sekunden. Gasly kassierte 30 Sekunden (Stop and Go) für zu schnelles Fahren unter doppelt geschwenkten Flaggen. Und dann verlor McLaren-Piastri noch seinen 7. Platz, weil er Lindblad im Racing Bulls zum Flug neben die Strecke beförderte – 10 Sekunden. Position 13.
Die drei Profiteure
Und drei Fahrer kamen so zu unerwarteten WM-Punkten: 8. Bortoleto, der mit Audi schon den elften 11. Platz 2026 beklagte. Hadjar (9.) freute sich im Red Bull. Und der letzte Punkt ging an den Formel-1-Debütanten Ryo Hirakawa (32) im Haas-Ferrari.
Nur noch vier Punkte zurück
Damit ist das Duell um den 7. WM-Platz und über zehn Millionen Dollar mehr Preisgeld wieder spannend geworden. Haas-Ferrari führt gegen Audi nur noch mit 31:27.
Mit einem Foul an Bearman (Haas) gleich nach dem Neustart in der 46. Runde sorgte Audi-Senior Hülkenberg (39) dafür, dass Haas nicht noch besser punktete. Der Deutsche fuhr dem Briten ins Auto, blieb straffrei, während Bearman aufgeben musste. «Sorry, ich entschuldige mich bei Ollie und dem Haas-Team!» Hülkenberg liegt jetzt im internen Duell mit 13:14 Punkten zurück.