Wer verstehen möchte, wie der Mensch Roger Benoit tickt, der sollte mit Helmut Uhl reden. Der «Bild»-Journalist kennt ihn schon seit fast 50 Jahren. «Roger hat immer alles in seinem Leben mit sich selbst ausgemacht», erzählt der Deutsche, «mehrfach wurden in seine Seele tiefe Wunden gerissen. Von Menschen, die sein Vertrauen missbraucht haben. Doch Roger hat die beste Medizin gefunden, die es gibt: die Erfüllung, die er in seinem Beruf findet.»
Seit weit über einem halben Jahrhundert nimmt Benoit diese Medizin Tag für Tag zu sich. Es kommt nicht von ungefähr, dass er selbst sagt: «Die Formel 1 ist meine Familie und der Blick mein Leben.» R und B, Racing und Blick: Die Initialen von Roger Benoit könnten passender nicht sein.
In sein Leben getreten ist der Blick 1967 und die Formel 1 1970. Seitdem kamen und gingen auf der Redaktion die Sportchefs, doch Benoit blieb. Seitdem kamen und gingen in der Formel 1 die Fahrer, doch Benoit blieb. Mittlerweile steht er bei 826 Grands Prix, die er live vor Ort erlebt hat. Hinzu kommen rund 150 weitere Rennen, die er von der Redaktion in Zürich aus betreut hat. Das bedeutet, dass er in den letzten 56 Jahren höchstens eine Handvoll Grands Prix verpasst hat.
Ein Leben ohne Rücksicht auf Verluste
In 826 Grands Prix um die Welt – eine Lebensleistung, vor der auch die Legenden der Formel 1 ihren Hut ziehen. «Roger ist einer der ganz Grossen in der Formel 1», schwärmt der dreifache Weltmeister Jackie Stewart. «Ich ziehe den Hut vor seinem Lebenswerk», erzählt Motorsport-Pionier Peter Sauber. Mister Formel 1 Bernie Ecclestone sagt: «Was ich am meisten an ihm bewundere, ist seine Loyalität.» Und Vierfachweltmeister Sebastian Vettel bilanziert: «Die Schweizer Rennsportfans haben ihm viel zu verdanken.»
Mit dem Buch «Formel Wahnsinn» wird nun das Lebenswerk der Blick-Reporterlegende ausführlich gewürdigt. Wo Wahnsinn draufsteht, steckt auch Wahnsinn drin. Der mittlerweile 77-jährige Benoit blickt auf 272 Seiten hinter die Kulissen der Formel 1 und verrät verrückte Anekdoten, unglaubliche Skandale und tragische Geschichten. Aus dem Motorsport, aber auch aus seinem Leben, das keiner Norm entspricht.
Die Blick-Reporterlegende Roger Benoit kennt die Formel 1 wie kaum ein anderer. Im neuen Buch «Formel Wahnsinn» schaut er zurück auf über 825 Grand Prix und sein verrücktes Leben. Dabei verrät er einzigartige Anekdoten, unglaubliche Skandale und tragische Geschichten.
Das 272-seitige Buch gibts auf beobachter.ch/shop und in allen Buchhandlungen der Schweiz. ISBN 978-3-03875-643-9. Es kostet 48 Franken und ist ab sofort erhältlich.
Für Blick-Leserinnen und -Leser gibts ein unschlagbares Angebot. Klicke hier drauf und du erhälst das Buch für nur 38 statt 48 Franken.
Die Blick-Reporterlegende Roger Benoit kennt die Formel 1 wie kaum ein anderer. Im neuen Buch «Formel Wahnsinn» schaut er zurück auf über 825 Grand Prix und sein verrücktes Leben. Dabei verrät er einzigartige Anekdoten, unglaubliche Skandale und tragische Geschichten.
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Es war und ist bis heute ein Leben auf der Überholspur. Ohne Rücksicht auf Verluste. Ein Leben, in dem er einst schon früh den Tod seiner geliebten Mutter Gertrud verkraften musste. Ein Leben, das ihn als Teenager für sechs Wochen in ein Arbeitslager in die DDR führte. Ein Leben, in dem er einer Heiratsschwindlerin und Hochstaplerin aufsass, was ihn eine Menge Geld und auch einiges an Häme der Kollegen kostete. Ein Leben, in dem er zusammengerechnet schon mehr als 100-mal um die Welt geflogen ist. Ein Leben, in dem er Freundschaften wegen einer Lappalie von heute auf morgen beendet hat. Und ein Leben, das er zweimal vorzeitig beenden wollte. «Ich hatte beide Male einfach die Schnauze voll. Wenn du so extrem lebst wie ich, gibt es gewisse Situationen, in denen es einfach zu viel wird. Ich bin halt ein Wahnsinniger», sagt er heute darüber und schmunzelt.
Wann wird aus dem Reporter ein Rentner?
Das Wort «Wahnsinn», es taucht nicht nur in seinen Texten regelmässig (manche auf der Redaktion würden «häufig» sagen …) auf, sondern auch in Gesprächen mit ihm. Es passt perfekt. Seit Jahrzehnten schläft er nie mehr als zwei, drei Stunden pro Nacht, Wahnsinn! Seit Jahrzehnten pafft er jederzeit und fast überall Zigarren, dabei sollen sich schon Hunderttausende von Franken in Luft aufgelöst haben, Wahnsinn! Seit Jahrzehnten hat er kaum mal Ferien gemacht, Wahnsinn! Seit Jahrzehnten sitzt er auch an Weihnachten in der Redaktion auf seinem Stuhl, Wahnsinn! Seit Jahrzehnten lässt er sich von Arbeitskollegen, die er nicht sonderlich mag, siezen, Wahnsinn! Seit Jahrzehnten ignoriert er so lange wie möglich gesundheitliche Probleme, bis er mal wieder zusammenklappt und der Krankenwagen vorfahren muss, Wahnsinn!
Doch hat dieser Wahnsinn irgendwann einmal ein Ende und aus dem Reporter wird ein Rentner? Eine Frage, die der 77-Jährige nicht gern hört und noch weniger gern beantwortet. «Ganz ehrlich, diese Frage erschreckt mich fast ein bisschen. Irgendwann wird es einfach heissen: ‹Freunde, das wars!›» Sein Freund Helmut Uhl sagt dazu: «Roger wird arbeiten, bis er tot ist, denn sobald er nicht mehr arbeitet, würde er innerhalb kürzester Zeit eingehen.»
Die gute Nachricht: Der Wahnsinn geht vorerst unvermindert weiter. Grand Prix Nummer 827 in Kanada wartet schon.