Zittern bei Ferrari
Gasly mit überraschender Pole-Premiere – Audi-Pilot im Pech

Pierre Gasly feiert in seinem 190. GP eine Premiere: Der Franzose verdrängt George Russell im Qualifying von Monza im letzten Moment auf Rang zwei und nimmt das Rennen so von der Pole aus im Angriff. Die Ferrari kommen beim Heimauftritt mit einem blauen Augen davon.
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Überraschender Pole-Jubel in Monza: Pierre Gasly ist der Schnellste im Qualifying.
Foto: keystone-sda.ch

Das Qualifying

Was für eine Überraschung beim Monza-Qualifying: Pierre Gasly, in der WM-Wertung nur auf Rang zehn, fährt tatsächlich auf die Pole. Im letzten Moment schiebt der Franzose George Russell noch um einen Rang nach hinten. Schon in Q1 ist er Bestzeit gefahren. Kann er seinen Sieges-Coup in der Lombardei von 2020 wiederholen?

Russells Taktik geht so nicht ganz auf: Der Brite startet als Einziger auf Medium-Reifen ins Qualifying, um sich die weichen Pneus noch aufzusparen – zur Pole reicht es aber nicht. Mit seinem Startplatz in der ersten Reihe ist die Ausgangslage vor dem Rennen aber noch immer gut.

Zumal Teamkollege und WM-Leader Kimi Antonelli, der in der WM-Wertung 59 Punkte vor Russell liegt, am Sonntag bei seinem Heimrennen zuhinterst starten wird (siehe «Das gab zu reden»). Im für ihn sportlich bedeutungslosen Qualfying zeigt Antonelli aber einen guten Auftritt – im zweiten Teil reicht es gar für die Bestzeit.

Nicht so richtig auf Touren kommt der zweite Antonelli-Verfolger: Lewis Hamilton wird den Ferrari-Heim-GP von Startplatz vier aus in Angriff nehmen. Und hat dabei noch Glück: Um eine Tausendstelsekunde (gegenüber dem Elftplatzierten Gabriel Bortoleto) zittert er sich überhaupt noch ins Q1 und verhindert so den Super-GAU. Auch Teamkollege Charles Leclerc ist im zweiten Teil nur unwesentlich schneller. In der Endabrechnung schaut für den Monegassen Startplatz drei heraus, womit das schon über einjährige Warten von Ferrari auf eine Pole-Position auch beim Heimrennen in Monza weitergeht. Immerhin rücken beide aufgrund einer Strafe gegen Piastri noch um je eine Position nach vorne.

Audi

11. Gabriel Bortoleto
13. Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg bekundet im ersten Teil des Qualifyings lange Probleme, schafft dann aber in den letzten Minuten den Turnaround: Kurz vor Ablauf der Zeit springt er noch in die Top 16 und darf damit weiter mittun. Anschliessend ist er aber chancenlos und muss sich am Ende mit Rang 13 begnügen.

Viel Pech bekundet sein Teamkollege Bortoleto, der in Q2 die Tausendstelsekunden nicht auf seiner Seite hat: Der Brasilianer fährt seine Runde nur um einen Hauch langsamer als Hamilton, der als Zehnter eine Runde weiterkommt – ein bitteres Ende des Qualifyings für Bortoleto, der im Rennen aufgrund der Rückversetzung von Antonelli aber trotzdem aus den Punkterängen starten darf.

So lief das Monza-Qualifying

Qualifikation, 1. Teil (18 Minuten)

**

1. Gasly 1:22,612

2. Verstappen

3. Norris

4. Colapinto

5. Lindblad

6. Antonelli

7. Russell

8. Hamilton

9. Leclerc

10. Bearman

11. Piastri

12. Bortoleto

13. Lawson

14. Hülkenberg

15. Ocon

16. Sainz 1:23,616

-----------------------

17. Tsunoda 1:23,755

18. Albon *

19. Bottas

20. Perez

21. Alonso

22. Stroll

**

2. Teil (15 Minuten)

**

1. Antonelli 1:21,882

2. Piastri

3. Norris

4. Gasly

5. Russell

6. Verstappen

7. Lindblad

8. Colapinto

9. Leclerc

10. Hamilton 1:22,516

-------------------

11. Bortoleto 1:22,517

12. Bearman

13. Hülkenberg 1:22,779

14. Lawson****

15. Sainz

16. Ocon

**

Pole-Kampf (12 Minuten)

**

1. Gasly 1:21,786

2. Russell

3. Piastri***

4. Leclerc

5. Hamilton

6. Verstappen

7. Antonelli**

8. Colapinto

9. Norris

10. Lindblad

**

**

STRAFEN:

* Albon wechselt 5. Motor, Baterrie – letzte Startreihe

** Antonelli wechselt 5. Motor, Batterie – letzte Startreihe

*** Piastri behindert anderen Fahrer – um drei Plätze zurückversetzt

**** Lawson wechselt Motor – letzte Startreihe

Qualifikation, 1. Teil (18 Minuten)

**

1. Gasly 1:22,612

2. Verstappen

3. Norris

4. Colapinto

5. Lindblad

6. Antonelli

7. Russell

8. Hamilton

9. Leclerc

10. Bearman

11. Piastri

12. Bortoleto

13. Lawson

14. Hülkenberg

15. Ocon

16. Sainz 1:23,616

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17. Tsunoda 1:23,755

18. Albon *

19. Bottas

20. Perez

21. Alonso

22. Stroll

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2. Teil (15 Minuten)

**

1. Antonelli 1:21,882

2. Piastri

3. Norris

4. Gasly

5. Russell

6. Verstappen

7. Lindblad

8. Colapinto

9. Leclerc

10. Hamilton 1:22,516

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11. Bortoleto 1:22,517

12. Bearman

13. Hülkenberg 1:22,779

14. Lawson****

15. Sainz

16. Ocon

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Pole-Kampf (12 Minuten)

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1. Gasly 1:21,786

2. Russell

3. Piastri***

4. Leclerc

5. Hamilton

6. Verstappen

7. Antonelli**

8. Colapinto

9. Norris

10. Lindblad

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STRAFEN:

* Albon wechselt 5. Motor, Baterrie – letzte Startreihe

** Antonelli wechselt 5. Motor, Batterie – letzte Startreihe

*** Piastri behindert anderen Fahrer – um drei Plätze zurückversetzt

**** Lawson wechselt Motor – letzte Startreihe

Die Startaufstellung

1. Reihe: Gasly – Russell
2. Reihe: Leclerc – Hamilton
3. Reihe: Verstappen – Piastri
4. Reihe: Colapinto – Norris
5. Reihe: Lindblad – Bortoleto
6. Reihe: Bearman – Hülkenberg
7. Reihe: Sainz – Tsunoda
8. Reihe: Ocon – Bottas
9. Reihe: Perez – Alonso
10. Reihe: Stroll – Antonelli
11. Reihe: Lawson – Albon

Das gab zu reden

Gleich für zwei Fahrer ist das Abschneiden im Qualifying zum GP Italien im Hinblick auf den Sonntag zweitranging: WM-Leader Kimi Antonelli und Alexander Albon müssen unabhängig von ihren Leistungen zuhinterst starten. Sie alle haben haben die zulässige Grenze an Motorenwechseln in dieser Saison überschritten. Bei Lokalmatador Antonelli kommt auch noch eine neue Batterie und eine Elektronik dazu – die Folge: Eine Rückversetzung um 30 Plätze. Der Weg zu den Spitzenpositionen ist für den Italiener beim Heimrennen also weit.

Das gleiche Schicksal erfährt später auch noch Liam Lawson, der ebenfalls Teile seines Autos zu viel gewechselt hat. Und Oscar Piastri wird wegen einer Behinderung noch um drei Positionen von Startplatz drei auf sechs zurückversetzt.

So gehts weiter

Der Grosse Preis von Italien geht am Sonntag um 15 Uhr über die Bühne. Auf dem 5,8 Kilometer langen Kurs des Autodromo di Monza gilt es 53 Runden zu absolvieren.

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