Für eine tolle Show könnten die beiden Audi-Kisten sorgen: 8. Hülkenberg und 9. Bortoleto. Der Deutsche stand in dieser Saison noch nie im Top-Ten-Finale. Der Brasilianer schaffte es in Melbourne (wo er zwei Punkte holte) und in Japan.
Cadillac brannte beim Casino
Im ersten Training hatten Hadjar (Red Bull) mit seinem Crash beim Schwimmbad und Alonso (Aston Martin) am Ausgang des 280 km/h schnellen Tunnels für zwei rote Flaggen gesorgt. Am Abend bei immer noch 25 Grad und 31 Grad auf dem Asphalt blieb es vor immerhin schon 60'000 Fans ruhig.
Bis drei Minuten vor Schluss der Cadillac von Pérez oben beim Casino zu brennen begann.
Norris plötzlich ohne Strom
Hadjar hatte Glück. Nach 13 Minuten war das Auto des schnellen Verstappen-Teamkollegen wieder startklar. Am Ende toller 6.
Doch kaum war der Franzose auf der Strecke, kam eine virtuelle Safety-Car Phase: Weltmeister Norris, der letztjährige Pole-Mann mit 1:09,954, musste den McLaren im Notausgang bei der Hafenschikane (wo 1994 Wendlinger seinen schweren Sauber-Unfall hatte) abstellen. Ohne Strom im Auto: Defekte Batterie?
Nur Verstappen am Ferrari-Duo dran
Nach 20 Minuten hatten dann mit Leclerc und Hamilton die beiden favorisierten Ferrari-Stars – wie schon im ersten Training – das Kommando übernommen. Erneut vor Verstappen und Antonelli.
Aber der vierfache Weltmeister, bis Ende 2028 vertraglich an Red Bull gebunden (allerdings mit einigen Ausstiegsklauseln), hämmerte seinen roten Bullen bei Halbzeit an die Spitze. Vor Russell, Hamilton, Antonelli und Piastri. Doch am Ende hatten die Roten wieder knapp den Frontflügel vor dem fliegenden Holländer.
Fall Wheatley bleibt ungelöst
Vor dem ersten Training hatte Audi-Konzernchef Gernot Döllner (57) zur Medienkonferenz in das neue Motorhome, diesen weissgrauen Block, gebeten. Neues hat man kaum erfahren und die Wirkung des schnellen Abganges von Teamchef Jonathan Wheatley bezeichnete Döllner als «gering. Wir haben ja mit Allan McNish eine starke Persönlichkeit gefunden!»
Audi: Auto gut – Motor schwach
Eine klare Aussage tätigte da schon CEO Mattia Binotto. Er bezeichnete das Chassis aus Hinwil als das viertbeste im Feld (wohl hinter Mercedes, Ferrari und McLaren). Beim Antriebsstrang aus Neuburg bei Ingolstadt hatte Binotto seine Bedenken: «Da müssen wir noch hart arbeiten.» Nun, ausser gegenüber Honda hat Audi kaum Vorteile.
Das ist die harte Realität vor dem GP-Kracher hier in Monte-Carlo. Ein Ort, den viele Firmen zu grossen Werbeauftritten nutzen – so auch Audi.
600'000 Euro pro Auto
So stellte man mit dem Audi Nuvolari seinen schnellsten je gebauten Supersportwagen vor: 1001 PS und Spitze 350 km/h. Es wurden davon nur 499 Autos gebaut – zu je 600'000 Euro Stückpreis.
Mit gelber Farbe am Auto, den Overalls und den Schuhen ehrt man den wohl besten Italo-Piloten der Vorkriegszeit, Tazio Nuvolari. Der Mann aus Mantova gewann 1932 auch hier in Monaco und starb 1953 mit 61 Jahren an Lungenversagen.