Heisse Diskussionsrunde in der F1-Sommerpause
Wer fliegt – wer kommt?

Die Sommerpause der Formel 1 ist im vollen Gange. Während die Teams Arbeitsverbot haben, läuft die Gerüchteküche heiss.
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Die Zeit von Esteban Ocon in der Formel 1 könnte Ende Saison vorbei sein.
Foto: Icon Sport via Getty Images
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Die Sommerpause, seit 2014 ein klares Arbeitsverbot der FIA für zwei Wochen für alle Teams, würde bei einem Vergehen hart bestraft. Dass einige immer wieder Schlupflöcher für Ingenieure und Denkgenies finden, liegt leider in der DNA der Formel 1. Die Teamchefs und Sponsoren nutzen diese Zeit für heisse Diskussionen um die Fahrerwahl 2027.

Und ein Entscheid ist offenbar gefallen: Esteban Ocon (29) muss Haas-Ferrari Ende Saison nach über 200 Rennen verlassen. Der Franzose, der einst für McDonald’s arbeiten wollte, weil er kein Geld mehr für den Rennsport hatte, liegt im internen Duell gegen Oliver Bearman (21) mit 3:18 Punkten zurück.

Ocon, der 2021 als 1:500-Aussenseiter den GP Ungarn auf Alpine gewann, muss wohl dem Brasilianer Rafael Camara (21) Platz machen. Der Formel-3-Gesamtsieger 2025 und aktuelle Dritte der Formel-2-Serie, ist seit zwei Jahren in der Ferrari-Academy, zu der früher auch Zhou oder Mick Schumacher gehörten.

Schliesst sich bei Alonso ein grosser Kreis?

Natürlich brennt in der Pause auch die Gerüchteküche weiter. So soll Alpine-Mercedes auf Druck des neuen Supersponsors Gucci endgültig auf die Dienste von Franco Colapinto (23) verzichten. Der neue Mann neben Pierre Gasly (30) soll Fernando Alonso (45) sein. Damit würde sich ein grosser Kreis wieder schliessen. Der Spanier kam 2001 bei Minardi zur GP-Premiere. Sein damaliger Manager und Berater ist heute noch der gleiche Mann: Flavio Briatore (76). Dem Italiener muss man nicht erklären, wie stark der 32-fache GP-Sieger und zweifache Weltmeister von 2005 und 2006 ist.

Bei Aston Martin-Honda, wo das Geld keine Rolle spielt, hat man bereits die Fühler nach einem Nachfolger ausgestreckt. Der Name des möglichen Nachfolgers ist keine Überraschung: Carlos Sainz (31). Der Spanier will das Williams-Trauerspiel beenden – und weg. Bei Audi stiess er kürzlich auf taube Ohren, weil er das Angebot 2024 abgelehnt hatte. Längst taucht ein anderer Name bei Audi auf: George Russell (28). Der Mercedes-Pilot soll sich 2027 das Partner-Duell mit dem schnelleren Kimi Antonelli (19) noch einmal antun, danach schaut er sich bereits nach Alternativen um. Warum nicht? Der WM-Titel in Hinwil und Ingolstadt ist offiziell ja erst für 2030 eingeplant. Die ewigen Träume inbegriffen.

Gibt es einen Platz für Tsolov?

Der interessanteste Mann auf dem Transfermarkt kommt aus Sofia in Bulgarien: Nikola Tsolov (19). Der aktuelle Gesamtleader der Formel 2 wird hinter den Kulissen von Alonsos Agentur gemanagt. Dieser riet dem neuen Diamanten im Autorennsport im November 2024 die Academy von Alpine zu verlassen, und einen Tag später unterschrieb er auf Druck von Helmut Marko (83) bei den Red-Bull-Junioren.

Die Frage: Wo wird für Tsolov bald ein Formel-1-Sitz frei? In der Bullen-Familie sieht es nicht nach einem Fahrertausch aus. Liam Lawson (24) holt zu viele Punkte (43) für Racing Bulls – und Max Verstappen (28) fehlen die wahren Alternativen. Der Holländer hat in Budapest wieder einmal gezeigt, dass er in einem unterlegenen Auto aufs Podest fahren kann. Beim A-Team muss man Isack Hadjar (21) langsam anbinden. In den letzten sieben Rennen hat er jeweils acht WM-Punkte oder mehr eingefahren! Nur noch Hamilton (Ferrari) hat dabei immer gepunktet!

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