Audi verpasst Punkte
Sensationeller Antonelli siegt – Horror-Rennen für Ferrari

Nach seiner Rückversetzung zeigt Kimi Antonelli beim Heimrennen in Monza eine bärenstarke Aufholjagd und fährt von Startplatz 19 zum Sieg. Verlierer des Tages sind ausgerechnet die Ferrari-Piloten.
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Kimi Antonelli ist in seiner Heimat nicht zu bremsen: Der 20-Jährige fährt von Rang 19 zum Sieg.
Foto: AFP

Das Rennen

Was kann Kimi Antonelli in dieser Saison bremsen? Eine Rückversetzung in die hintersten Startreihen offenbar nicht: Der WM-Leader muss nach dem fünften Motorenwechsel in dieser Saison von Startplatz 19 aus ins Rennen steigen – und stösst bis zur 18. Runde tatsächlich an die Spitze vor. Sein letztes Opfer auf der Aufholjagd ist dabei Mercedes-Teamkollege George Russell, mit dem er sich anschliessend mit der Führung abwechselt.

Bis Antonelli nach 28 Runden eine Virtual-Safety-Car-Phase für einen Reifenwechsel nutzt und mit den frischen Medium-Reifen wieder Druck auf Russell macht. Schnell ist er wieder am Briten dran, der Italiener scheint auf den letzten Runden gar im Vorteil zu sein. Und am Ende jubelt der Youngster tatsächlich: Der 20-Jährige überholt seinen Teamkollegen in Runde 50 und feiert seinen siebten Sieg.

Antonelli ist der erste Italiener seit 1966 und Ludovico Scarfiotti, der in Monza gewinnt.

Auf den WM-Dritten Lewis Hamilton baut Antonelli seinen Vorsprung deutlich aus. Der siebenfache Weltmeister fällt nach einem Rencontre mit Teamkollege Charles Leclerc weit zurück. Immerhin fängt er sich im Laufe des Rennens etwas, er wird am Ende Sechster.

Ein weiterer Verlierer des Tages ist Pierre Gasly: Der überraschende Polesetter kann im Rennen nicht an seine Leistung vom Samstag anknüpfen und büsst langsam, aber stetig Positionen ein. Dennoch dürfte der Franzose zufrieden auf das Rennwochenende in der Lombardei zurückschauen, egalisiert er doch mit Rang sieben sein Saisonbestresultat.

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Audi

11. Gabriel Bortoleto
13. Nico Hülkenberg

Für die beiden Audi-Piloten ist der GP von Monza eine zähe Angelegenheit. Gabriel Bortoleto, als Zehnter noch aus den Punkterängen gestartet, verliert früh eine Position, er fällt aus den Top 10 – zu Punkten reicht es damit knapp nicht. Auch für Teamkollege Nico Hülkenberg gibt es während des eigentlich spektakulären Rennens kaum Verschiebungen, wodurch Rang 13 resultiert.

Die Audi-Stimmen

Nico Hülkenberg: «Insgesamt wussten wir, dass dieses Wochenende aufgrund der Charakteristik der Strecke für uns schwierig werden würde. Wenn man das berücksichtigt, war es heute kein schlechter Tag. Der zweite Start war deutlich besser und ich konnte in der ersten Runde einige Positionen gutmachen. Leider habe ich diese kurz darauf wieder verloren. Wir müssen genau analysieren, was dort passiert ist, und verstehen, ob wir etwas anders hätten machen können.»

Gabriel Bortoleto: «Ich glaube, ich habe heute alles gegeben, was ich hatte. Der Start hat es uns definitiv nicht leicht gemacht, und wenn man auf der ersten Runde Positionen verliert, ist es immer schwierig, diese wieder gutzumachen. Wir haben hart gekämpft und wahrscheinlich etwas zu viel aus den Reifen herausgeholt, aber das gehört dazu, wenn man versucht, zurückzukommen. Die Racing Bulls waren heute ziemlich stark, besonders auf den Geraden. Mit ihnen mitzuhalten, war schwieriger als erwartet.»

Nico Hülkenberg: «Insgesamt wussten wir, dass dieses Wochenende aufgrund der Charakteristik der Strecke für uns schwierig werden würde. Wenn man das berücksichtigt, war es heute kein schlechter Tag. Der zweite Start war deutlich besser und ich konnte in der ersten Runde einige Positionen gutmachen. Leider habe ich diese kurz darauf wieder verloren. Wir müssen genau analysieren, was dort passiert ist, und verstehen, ob wir etwas anders hätten machen können.»

Gabriel Bortoleto: «Ich glaube, ich habe heute alles gegeben, was ich hatte. Der Start hat es uns definitiv nicht leicht gemacht, und wenn man auf der ersten Runde Positionen verliert, ist es immer schwierig, diese wieder gutzumachen. Wir haben hart gekämpft und wahrscheinlich etwas zu viel aus den Reifen herausgeholt, aber das gehört dazu, wenn man versucht, zurückzukommen. Die Racing Bulls waren heute ziemlich stark, besonders auf den Geraden. Mit ihnen mitzuhalten, war schwieriger als erwartet.»

Das gab zu reden I

Ferrari erlebt ausgerechnet am Heimrennen einen Horrorstart: Bei der Scuderia geht auf den ersten Runden alles schief. Erst kommen sich Hamilton und Leclerc in die Quere, wodurch der Brite auf Rang zehn zurückfällt – dann crasht Leclerc in der Parabolica-Kurve ohne Fremdeinwirkung heftig. Bei der grossen Ferrari-Anhängerschaft in Monza fliessen so bereits nach vier Runden die ersten Tränen. Immerhin: Vor den TV-Kameras gibt Leclerc noch während des Rennens Entwarnung.

Charles Leclerc wird nach seinem Crash durchgecheckt.
Foto: imago/ABACAPRESS

Das gab zu reden II

Rund 30 Minuten ist das Rennen nach Leclercs Crash unterbrochen – und die Fahrer müssen sich danach noch weiter gedulden: Yuki Tsunoda fährt vor dem Restart auf die falsche Startposition, zieht im letzten Moment doch noch rüber und steht so schräg im Startfeld. Die Folge: Eine weitere Einführungsrunde. Nach rund 45 Minuten sind so erst vier Runden gefahren.

Der WM-Stand

1. Kimi Antonelli, Mercedes, 267 Punkte
2. George Russell, Mercedes, 201 Punkte
3. Lewis Hamilton, Ferrari, 191 Punkte
4. Lando Norris, McLaren, 171 Punkte
5. Charles Leclerc, Ferrari, 155 Punkte

So gehts weiter

Der Formel-1-Tross zieht nun weiter nach Spanien, wo bereits am kommenden Wochenende der nächste Grosse Preis ansteht. Das Qualifying wird am Samstag um 16 Uhr ausgetragen, das Rennen steigt dann am Sonntag um 15 Uhr – und dies erstmals überhaupt auf dem brandneuen Madring in der spanischen Hauptstadt Madrid.

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