Das Sprint-Rennen
George Russell feiert beim Sprint von Monteal einen Start-Ziel-Sieg. Als Zweiter fährt Lando Norris ins Ziel. Das Podest komplettiert Mercedes-Teamkollege Kimi Antonelli, der allerdings ein turbulentes Rennen hinter sich hat.
Die beiden Mercedes erwischen aus der ersten Reihe einen guten Start, Russell fährt von der Pole vorneweg. In der 6. Runde kommts dann zu einem hitzigen Duell zwischen den beiden Piloten. Antonelli greift in einer Kurve an, es kommt zu einer leichten Berührung und der junge Italiener muss durchs Gras ausweichen. Nur wenige Kurven später versucht er es erneut und gerät wieder neben die Strecke. Dieses Mal verliert er den zweiten Platz an Lando Norris.
Der Mercedes-Pilot meldet sich folglich mehrmals verärgert per Funk. «Das war dreckig. Er muss bestraft werden!», schimpft er und meint seinen Teamkollegen. Schlussendlich sorgt Mercedes-Chef Toto Wolff für Ruhe: «Kimi, konzentrier dich bitte aufs Fahren und nicht aufs Jammern am Funk.» In der letzten Runde kommt Antonelli doch noch an Norris vorbei – er verbremst sich aber und muss ein drittes Mal ins Gras und gibt die Position zurück.
Mehrmals fluchte Kimi am Funk über die frühere Aktion von Russell. Bis Toto Wolff befahl: «Keine Diskussion mehr am Funk. Das besprechen wir später im Büro!» Russell: «Wer da aussen angreift, muss wissen, dass er kaum erfolgreich ist!»
Da wurden Erinnerungen an Lewis Hamilton und Nico Rosberg wach, die sich vor zehn Jahren nicht mal einen faulen Apfel gönnten. Einer der Höhepunkte war Barcelona 2016, als sich die beiden aus der ersten Reihe abschossen – und so Verstappen in seinem ersten Red Bull-Einsatz gleich zum ersten Sieg kam!
Toto Wolff: «Dieses Duo vor zehn Jahren war noch eine andere Hausnummer. Kimi und George werden sich wieder zusammenraufen.» Wenn sich der Wiener da nicht irrt, denn Russell ist jetzt mit den acht Sprint-Zählern bis auf 18 Punkte an Antonelli dran.
Der WM-Stand
1. Kimi Antonelli – 106
2. George Russell – 88
3. Charles Leclerc – 63
4. Lando Norris – 58
5. Lewis Hamilton – 54
6. Oscar Piastri – 48
7. Max Verstappen – 28
8. Oliver Bearman – 17
9. Pierre Gasly – 16
10. Liam Lawson – 10
1. Kimi Antonelli – 106
2. George Russell – 88
3. Charles Leclerc – 63
4. Lando Norris – 58
5. Lewis Hamilton – 54
6. Oscar Piastri – 48
7. Max Verstappen – 28
8. Oliver Bearman – 17
9. Pierre Gasly – 16
10. Liam Lawson – 10
Audi
Die beiden Audi-Fahrer erwischen den Start nicht nach Wunsch. Sowohl Nico Hülkenberg als auch Gabriel Bortoleto verlieren jeweils vier Positionen. Hülkenberg wird im Duell mit Franco Colapinto über das Gras gedrängt – wohl einer der Gründe für den Positionsverlust.
Später erhält Hülkenberg zudem eine Zehn-Sekunden-Strafe, weil er die Strecke verlassen und sich dabei einen Vorteil verschafft hat. Am Ende landet er auf Rang 15, während Bortoleto das Rennen auf Platz 12 beendet.
Das gab zu reden
Beim Start stehen nur 17 der 22 Fahrer im Grid. Bei Oliver Bearman, Pierre Gasly, Valtteri Bottas und Alexander Albon wurde jeweils das Set-up umgebaut, weshalb sie aus der Boxengasse starten müssen. Kurz vor dem Start muss auch noch Lance Strolls Auto aus der Startaufstellung geschoben werden. Offenbar war das Problem eine Vorderradaufhängung.
So gehts weiter
Das Qualifying für den GP beginnt bereits um 16 Uhr Ortszeit (22 Uhr Schweizer Zeit). Der GP-Start erfolgt dann exakt 24 Stunden später, ebenfalls um 22 Uhr Schweizer Zeit.


