Das Sprintrennen
George Russell und der Sprint – das passt auch bei der Rückkehr aus der Sommerpause: Der Brite gewinnt in Zandvoort bereits zum dritten Mal in dieser Disziplin, womit mehr als die Hälfte der Sprint-Rennen 2026 auf sein Konto gehen. Damit verkürzt er auch sein Polster auf den in der WM-Wertung unmittelbar vor ihm liegenden Lewis Hamilton auf drei Zähler.
Nach seinem Start von der Pole aus ist es ein Start-Ziel-Sieg für Russell – was zu einem Sprint passt, in dem kaum rangmässige Verschiebungen gibt. Unter den Fahrern in den Punkterängen gewinnt einzig WM-Leader Kimi Antonelli unmittelbar nach dem Start eine Position gegenüber dem Qualifying auf Kosten von Oscar Piastri. Und in der Schlussphase überholt Charles Leclerc im Kampf um Rang zwei Lando Norris.
Dahinter folgt WM-Leader Kimi Antonelli, der den Schaden trotz des Siegs seines Mercedes-Teamkollegen in Grenzen hält – noch hat er 56 Punkte Vorsprung auf Russell. Weil sein erster Verfolger Hamilton auf Startrang sieben steckenbleibt, baut der Italiener sein Polster an der Spitze sogar noch auf 53 Punkte aus.
Unmittelbar vor Hamilton ist am Ende Max Verstappen klassiert. Damit bietet sich dem Holländer mit dem Rennen vom Sonntag vorerst nur noch eine Chance auf seinen vierten Sieg vor Heimpublikum – im nächsten Jahr figuriert Zandvoort nicht mehr im Kalender der Formel 1.
Audi
Gabriel Bortoleto (Startplatz neun) und Nico Hülkenberg (14) nehmen den Sprint von ausserhalb der Punkteränge aus in Angriff. Zumindest der Brasilianer hält die Hoffnungen auf Sprint-Punkte für Audi aber lange aufrecht: Er liegt während der gesamten 24 Runden nur knapp hinter dem Achtplatzierten Gasly. Vorbei kommt er aber nicht, weshalb Audi leer ausgeht. Einen Sprint zum Vergessen erlebt Hülkenberg, der bereits kurz nach dem Start weit zurückfällt – wohl wegen Problemen mit der Hydraulik: Nach sechs Runden muss der Deutsche an die Box und stellt sein Auto ab.
Das Schlussresultat
Der WM-Stand
1. Kimi Antonelli, Mercedes, 224 Punkte
2. Lewis Hamilton, Ferrari, 171 Punkte
3. George Russell, Mercedes, 168 Punkte
4. Charles Leclerc, Ferrari, 145 Punkte
5. Lando Norris, McLaren, 134 Punkte
Die Stimmen
Sieger George Russell: «Am Ende wurde es kritisch. Eine Runde mehr, als der Regen kam, und das Resultat wäre wohl anders ausgefallen. Aber es hat geklappt, ich habe die Pole wie in China und Kanada zum Sieg ausnutzen können – mehr geht nicht.»
Charles Leclerc (Rang zwei): Ich habe mit den weichen Reifen gepokert und so immerhin einen Platz gutgemacht. Beim Start habe ich aber mehr erwartet, das Auto fühlt sich gut an.»
Lando Norris (Rang drei): «Wir waren nicht schnell genug – die langsamen Kurven hier kommen uns nicht entgegen.»
Das gab zu reden I
Als einer von nur zwei Piloten startet Charles Leclerc mit weichen Reifen in diesen Sprint. Bis diese Taktik zum Tragen kommt, vergehen fast 20 Runden – dann aber gelingt dem Monegassen das einzige echte Überholmanöver dieses Sprints, wodurch er kurz vor dem Ziel noch auf Rang zwei nach vorne springt.
Das gab zu reden II
Der neue Honda-Motor, der bei Aston Martin für die zweite Saisonhälfte so viel hätte verbessern sollen, funktioniert noch nicht so wie gewünscht: Im Qualifying vom Freitag macht dieser bei Fernando Alonso mächtig Probleme. Nach einigen Umstellungen muss der Spanier in der Boxengasse starten und bleibt im Kampf um die Punkte wie Teamkollege Lance Stroll chancenlos. Findet Aston Martin nun im Rennen vom Sonntag endlich das richtige Rezept?
So gehts weiter
Schon in wenigen Stunden stehen die Piloten auf dem Kurs in Zandvoort wieder im Einsatz: Um 16 Uhr geht es im Qualifying um die besten Startplätze für das Rennen vom Sonntag. Dieses wird dann um 15 Uhr gestartet.