Das Rennen
1. Max Verstappen (Red Bull-Honda)
2. Charles Leclerc (Ferrari)
3. George Russell (Mercedes)
Ausgerechnet im Tempo-Tempel im königlichen Park fahren die F1-Stars verlangsamt über die Ziellinie. Der Grund hierfür: Vorjahressieger Ricciardo (Motorschaden) löst kurz vor Schluss eine Safety-Car-Phase aus. Man bringt es allerdings nicht fertig, das Feld in den letzten fünf Runden nochmals zu formieren und einen Neustart zu lancieren. Die Formel 1 hat aus Abu Dhabi nichts gelernt. Die 140'000 Fans pfeifen zurecht.
Verstappen gewinnt vor Leclerc und Russell. Der Holländer ist dieses Jahr schlicht eine Klasse für sich. Erstmals triumphiert er in Monza. Der weit enteilte WM-Leader gewinnt zum fünften Mal in Serie und steht nun bei elf Saisonerfolgen. Die Bestmarke (13) von Michael Schumacher (2004) und Sebastian Vettel (2013) rückt immer näher.
Der Red-Bull-Holländer schaffts von Startposition sieben (strafversetzt) bis ganz nach vorne. Ferrari holt Pole-Mann Leclerc früh zum Reifen-Wechsel rein. Ein Poker, der nicht aufgeht.
Die drei Top-Teams machen die ersten sechs Plätze unter sich aus. Sainz (von 18 auf 4), Hamilton (von 19 auf 5) und Pérez (von 13 auf 6) pflügen sich nach ihren Strafen durchs Feld.
Die Alfa-Sauber
10. Guanyu Zhou
13. Valtteri Bottas
Beim Heimrennen von Titelsponsor Alfa beendet die Hinwiler Equipe endlich die Durststrecke von sechs punktelosen Auftritten in Folge. Kämpfer Zhou profitiert vom späten Ausfall Ricciardos und heimst als Zehnter einen Zähler ein. Bottas fällt wegen zwei Karambolagen beim Start ganz nach hinten zurück und wird letztlich 13., direkt hinter Mick Schumacher im Haas-Ferrari.
Frédéric Vasseur, Teamchef: «Wir hatten ein positives Wochenende als Team, und der Punkt, den wir mit Guanyu nach Hause gebracht haben, ist eine gute Belohnung. Wir hatten von Freitag an eine gute Pace, auch im Q1, wo Guanyu auf P6 lag, aber wir mussten heute trotzdem unsere Arbeit erledigen. Wir haben im Mittelfeld gut gekämpft, auch wenn das Überholen schwierig war, und haben mit Guanyu keine Fehler gemacht. Leider wurde Valtteris Tag durch den Schaden, den er beim Start erlitten hat, beeinträchtigt, aber das Wichtigste ist unsere Leistung.
Valtteri Bottas (13.): «Wir hatten heute eine gute Pace, deshalb ist es enttäuschend, dass ich nicht in die Punkte gefahren bin: Mein Rennen wurde in der ersten Kurve beeinträchtigt, als ich von hinten getroffen wurde und das Auto vor mir traf. Ich hatte einen Schaden am Frontflügel, weil ich die Endplatte verloren hatte und dann ging das Auto in den Anti-Stall-Modus. Bevor ich wieder losfahren konnte, hatte ich schon viel Boden verloren und war Letzter. Das Auto war offensichtlich gut, denn ich konnte mich gut erholen, aber der Schaden machte es trotzdem ziemlich schwierig: Immerhin hat das Team mit Guanyu einen Punkt geholt, so dass wir heute etwas vorzuweisen haben. Ich freue mich jetzt auf den Kurzurlaub, der vor uns liegt, bevor wir zum Ende der Saison Vollgas geben. Wir wissen, dass wir punkten können, und ich möchte das Jahr wirklich in einer besseren Position beenden als jetzt.»
Guanyu Zhou (10.): «Es war ein harter Weg seit Montreal, weil wir zu Beginn der Saison sehr stark waren und dann einen Leistungsabfall hatten. Aber heute wieder in den Punkterängen zu sein, ist ein grossartiges Gefühl, ein grossartiges Ergebnis sowohl für das Team als auch für Alfa Romeo. Wir wussten, dass wir heute eine Chance hatten, unsere Pace war gut, und das ermöglichte es uns, mit den anderen Teams mitzuhalten. Wir haben jetzt ein paar Wochen Pause, was uns Zeit gibt, uns auszuruhen und vor allem zu analysieren, was an diesem Wochenende funktioniert hat und was in den letzten Rennen schief gelaufen ist, um vorbereitet und motiviert in die nächsten Rennen zu gehen. Ich freue mich auf die Doppelveranstaltung in Asien, da die Rennen näher an der Heimat stattfinden und viele Fans kommen werden, um mich zu unterstützen.»
Frédéric Vasseur, Teamchef: «Wir hatten ein positives Wochenende als Team, und der Punkt, den wir mit Guanyu nach Hause gebracht haben, ist eine gute Belohnung. Wir hatten von Freitag an eine gute Pace, auch im Q1, wo Guanyu auf P6 lag, aber wir mussten heute trotzdem unsere Arbeit erledigen. Wir haben im Mittelfeld gut gekämpft, auch wenn das Überholen schwierig war, und haben mit Guanyu keine Fehler gemacht. Leider wurde Valtteris Tag durch den Schaden, den er beim Start erlitten hat, beeinträchtigt, aber das Wichtigste ist unsere Leistung.
Valtteri Bottas (13.): «Wir hatten heute eine gute Pace, deshalb ist es enttäuschend, dass ich nicht in die Punkte gefahren bin: Mein Rennen wurde in der ersten Kurve beeinträchtigt, als ich von hinten getroffen wurde und das Auto vor mir traf. Ich hatte einen Schaden am Frontflügel, weil ich die Endplatte verloren hatte und dann ging das Auto in den Anti-Stall-Modus. Bevor ich wieder losfahren konnte, hatte ich schon viel Boden verloren und war Letzter. Das Auto war offensichtlich gut, denn ich konnte mich gut erholen, aber der Schaden machte es trotzdem ziemlich schwierig: Immerhin hat das Team mit Guanyu einen Punkt geholt, so dass wir heute etwas vorzuweisen haben. Ich freue mich jetzt auf den Kurzurlaub, der vor uns liegt, bevor wir zum Ende der Saison Vollgas geben. Wir wissen, dass wir punkten können, und ich möchte das Jahr wirklich in einer besseren Position beenden als jetzt.»
Guanyu Zhou (10.): «Es war ein harter Weg seit Montreal, weil wir zu Beginn der Saison sehr stark waren und dann einen Leistungsabfall hatten. Aber heute wieder in den Punkterängen zu sein, ist ein grossartiges Gefühl, ein grossartiges Ergebnis sowohl für das Team als auch für Alfa Romeo. Wir wussten, dass wir heute eine Chance hatten, unsere Pace war gut, und das ermöglichte es uns, mit den anderen Teams mitzuhalten. Wir haben jetzt ein paar Wochen Pause, was uns Zeit gibt, uns auszuruhen und vor allem zu analysieren, was an diesem Wochenende funktioniert hat und was in den letzten Rennen schief gelaufen ist, um vorbereitet und motiviert in die nächsten Rennen zu gehen. Ich freue mich auf die Doppelveranstaltung in Asien, da die Rennen näher an der Heimat stattfinden und viele Fans kommen werden, um mich zu unterstützen.»
Das gab zu reden
Nach Rennschluss strömen die Zuschauer auf die Start-Ziel-Gerade. Diese Menschenmassen – es sind unheimliche Bilder. Über 100'000 kommen von den Tribünen runter. Sie pfeifen Sieger Verstappen aus und feiern ihren Helden Leclerc.
Die Top 10
Der Rekord
Während Albon-Ersatz Nyck de Vries im Williams-Mercedes zu seiner Feuertaufe kommt (und als Neunter sensationell punktet), schraubt Fernando Alonso seine Anzahl GP-Einsätze auf 350 hoch. Womit er mit Rekordhalter Kimi Räikkönen gleichzieht. Der Finne ist mit seiner Familie nach Monza gereist und sieht, wie der Spanier im Alpine in der 32. Runde aufgeben muss.
Die Stimmen
Verstappen: «Ein guter Tag für uns – und endlich stehe ich hier mal auf dem Podest. Und gleich ganz oben.»
Leclerc: «Ich wollte am Ende nochmals angreifen, aber das Rennen wurde eben nicht mehr freigegeben. Schade um die vielen Ferrari-Fans. Wir entschieden uns, einen zusätzlichen Boxenhalt zu machen. Das müssen wir analysieren.»
Russell: «Wir wollten aufs Podest. Das ist uns gelungen. Und Lewis kam aus der letzten Reihe als Fünfter auch weit nach vorne.»
Die Bedingungen
Die Sonne scheint im Königlichen Park von Monza beim Jubiläumsrennen (am 3. September 100 Jahre alt geworden). Das Thermometer klettert auf 28 Grad hoch.
Der WM-Stand
So gehts weiter
Das wars mit Europa für 2022. Am 2. Oktober steigt in Singapur der 17. WM-Lauf. Theoretisch könnte Verstappen dann schon seinen zweiten Titel klarmachen.