Vier Punkte für Audi dank Hülkenberg
Verstappen im Singapur-Rausch – brutaler Hamilton-Dämpfer

In seinem 250. Grand Prix triumphiert Max Verstappen erstmals in Singapur. Kimi Antonelli kann nach Rang drei bereits in zwei Wochen Weltmeister werden. Nico Hülkenberg lässt beim Nachtspuk Audi jubeln. Der grosse Geschlagene am Äquator heisst Lewis Hamilton.
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Lässt sich erstmals als Singapur-GP-Sieger feiern: Max Verstappen.
Foto: AFP

Das Rennen

Einzig beim Start wird es für Max Verstappen einigermassen heikel. Doch der Holländer schlägt Charles Leclerc in der ersten Kurve gekonnt die Türe zu. Danach gerät der erste Sieg des 29-Jährigen beim Singapur-GP nie mehr in Gefahr.

Es ist das perfekte Rennwochenende für Verstappen im Red Bull: Am Freitag die Sprint-Pole, am Samstag der Sprint-Erfolg und die Pole für den GP und jetzt der souveräne Start-Ziel-Sieg.

Leclerc, der im Gegensatz zu Verstappen zweimal stoppt, kommt zum Schluss zwar noch einmal näher ran. Letztlich fehlen dem Monegassen aber 7,3 Sekunden. Also kein dritter Ferrari-Sieg 2026 – und auch kein Podium für Lewis Hamilton.

Im Gegensatz zur direkten Konkurrenz setzt der Brite zu Beginn auf den Medium-Reifen und nicht auf die weichste Mischung, nur um am Ende der 18. Runde überraschenderweise als Erster an der Box aufzutauchen.

Hamilton ist ganz zum Schluss mit dem abgenutzten, mehr als 40 Runden alten Soft-Gummi chancenlos. Erst zieht WM-Leader Kimi Antonelli, der sich Platz drei sichert, vorbei, dann folgt auch noch das McLaren-Duo Lando Norris und Oscar Piastri. So bleibt Hamilton nach Startplatz drei mit einer Ein-Stopp-Strategie beim Nachtspuk nur der enttäuschende sechste Rang.

Audi

8. Nico Hülkenberg, DNF Gabriel Bortoleto

Audi punktet dank Hülkenberg am Äquator auch im GP. Nach Platz sieben im Sprint (zwei Zähler) wird der Deutsche am Tag danach Achter. Der 39-Jährige wehrt sich am Schluss erfolgreich gegen George Russell.

Das sind vier wertvolle Punkte im Kampf um Platz sieben in der Konstrukteurs-Wertung (23:30 im Hintertreffen gegenüber Haas). Hülkenberg legt den Grundstein dazu mit einem starken Start, in dem er von der zehnten Position auf Rang acht vorrückt.

Früh verabschiedet sich Bortoleto (wird am Mittwoch 22) aus dem Rennen. Nach sieben Runden streikt das Getriebe. Wahrlich ein Wochenende zum Vergessen für den Brasilianer. Auch im Sprint musste Bortoleto aufgeben, nachdem er von Alex Albon im Williams abgeschossen worden war.

Das gab zu reden

Kimi Antonelli baut mit seinem dritten Rang den Vorsprung in der WM-Wertung gegenüber Mercedes-Teamkollege George Russell (9. nach Startplatz 19) auf 102 Punkte aus. Das bedeutet: Der 20-jährige Italiener kann sich im Optimalfall bereits in zwei Wochen in Austin zum jüngsten Formel-1-Weltmeister der Geschichte krönen.

Die Stimmen

Max Verstappen (jetzt 73-facher GP-Sieger): «Ja, Singapur hat mir in meiner Sammlung noch gefehlt. Seit Monza läuft alles immer besser bei uns. Aber leider hatten wir vor der Sommerpause zu viele Probleme. So ist der Titel weg.»

Charles Leclerc: «Ich bedauere nichts. Vielleicht muss ich am Start noch aggressiver werden. Die neuen Teile haben jetzt wenigstens die Pace gerettet.»

Kimi Antonelli: «Es war sehr streng. Ich bin happy, stehe ich auf dem Podium.» Und auf die Anmerkung, dass er in Austin Weltmeister werden kann: «Was, ist das möglich? Warten wir ab.»

So gehts weiter

Nach dem Triple-Header mit Baku, Kuala Lumpur und jetzt Singapur kommen die F1-Stars nun in den Genuss eines rennfreien Wochenendes. Danach folgen die nächsten drei WM-Läufe mit Austin (25. Oktober), Mexiko-Stadt (1. November) und Interlagos (8. November).

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