Sechs Punkte in Katar – Saisonbestleistung
Bottas und Zhou sorgen für verfrühtes Sauber-Geschenk

Alfa-Sauber überholt in der Konstrukteure-WM Haas-Ferrari und ist neu Achter dank den sechs Punkten von Valtteri Bottas und Guanyu Zhou beim GP von Katar. Problemlos siegt Dreifach-Weltmeister Max Verstappen.
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Roger Benoit und Yannick Peng
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Motorsportdirektor Beat Zehnder zeigt es an: Das Alfa-Sauber-Team holt in Lusail sechs Punkte.
Foto: Lukas Gorys

Alfa-Sauber

8. Valtteri Bottas
9. Guanyu Zhou

Ein verfrühtes und eher unerwartetes Jubiläumsgeschenk aus der Wüste für Firmengründer Peter Sauber, der am Freitag 80 wird. Alfa-Sauber kehrt mit sechs Punkten zurück, ist jetzt WM-Achter.

Diesmal stimmt im Hinwiler Team fast alles. Gute Strategie und zwei fehlerlose Fahrer: 8. Bottas, 9. Zhou.

Und diesmal spielt auch das Glück mit. Dieses begann am Freitag, als Bottas die zweite Quali-Hürde gegenüber Tsunoda um 0,004 Sekunden knapp überstand. Und dann heute als Neunter startet. Zhou wurde in der Zeitenjagd Letzter.

Am Renntag wird das Team, das aus den letzten neun GP-Rennen gerade mal zwei Zähler erobert hat, vom Glück richtig überschüttet. Sainz kann nicht starten (siehe «Das gab zu reden I»), Hamilton scheidet nach zehn Sekunden aus.

Alfa-Sauber wird der rote Teppich ausgelegt – und endlich rutscht man darauf nicht aus. Strategisch hat man die drei obligatorischen Boxenstopps (siehe «Das gab zu reden II») sehr gut koordiniert.

So fährt der Chinese Zhou erst vier Runden vor Schluss als letzter Pilot zum dritten Boxenstopp – an sechster Stelle. Klar, er fällt auf den zwölften Platz zurück. Doch dann werden vor ihm noch Pérez, Stroll und Gasly für das Überfahren der Randsteine (Track Limits) mit mehreren 5-Sekunden-Strafen zurückversetzt.

Mit diesem Wüstengeschenk hat jetzt Alfa-Sauber fünf Rennen vor Schluss gegenüber dem WM-Siebten Williams-Mercedes auf 16:23 aufgeholt und Haas-Ferrari (12) distanziert.

Am Freitag wird er 80: Firmengründer Peter Sauber.
Foto: Lukas Gorys

Das Rennen

1. Max Verstappen (Red Bull-Honda)
2. Oscar Piastri (McLaren-Mercedes)
3. Lando Norris (McLaren-Mercedes)

Die Pole-Position am Freitag eingefahren, am Samstag im Sprint den dritten WM-Titel in Serie klargemacht und jetzt den GP von Katar gewonnen: Max Verstappen feiert seinen 14. Saisonsieg. Der Red-Bull-Holländer jagt seine eigene Bestmarke aus dem Vorjahr, als er 15 Rennen gewann. Fünf WM-Läufe gibts 2023 noch.

Der GP in Lusail beginnt mit einem Paukenschlag: Lewis Hamilton, als Dritter gestartet, klemmt in der ersten Kurve Mercedes-Teamkollege George Russell ein und scheidet aus. Weil der siebenfache Weltmeister danach über die Strecke läuft, drückt ihm die FIA eine Busse in der Höhe von 50'000 Euro (davon sind 25'000 zur Bewährung ausgesetzt) auf. Russell fällt aufgrund der Kollision weit zurück, kämpft sich jedoch bis zum Schluss wieder auf Platz vier nach vorne.

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Mercedes-Piloten crashen:Hier scheidet Hamilton kurz nach dem Start aus

Die Rennleitung verlangt mindestens drei Boxenstopps, dadurch ist das Feld oft wild durcheinander gewirbelt. Eine Podest-Überraschung gibts deswegen aber nicht. Die gleichen drei Piloten schaffens in die Top 3 wie im gestrigen Sprint, mit unterschiedlicher Reihenfolge auf den Plätzen eins und zwei. Hinter Verstappen klassiert sich das McLaren-Duo Oscar Piastri (Sprintsieger) und Lando Norris.

Foto: RMS

Das gab zu reden I

Nur ein Ferrari nimmt am GP von Katar teil, derjenige von Charles Leclerc (5.). Ein Problem mit dem Benzinsystem führt dazu, dass Carlos Sainz vor dem Start Forfait geben muss. Dementsprechend müsste der Platz des Spaniers in der Aufstellung eigentlich leer bleiben. Tut er aber nicht. Nico Hülkenberg fährt nach der Einführungsrunde zu weit nach vorne und startet von der zwölften statt von der 14. Position. Deswegen erhält der deutsche Haas-Ferrari-Pilot eine 10-Sekunden-Strafe.

Das gab zu reden II

Mindestens dreimal müssen die Fahrer an der Box neue Pneus abholen. Hierbei handelt es sich um eine Vorsichtsmassnahme, da die ungewöhnlich hohen Pyramiden-Kerbs die Reifen zu stark beschädigen. Jeder Satz darf jeweils maximal 18 Runden lang benutzt werden, so die Vorgabe der Rennleitung.

Das gab zu reden III

«Ich fühle mich überhaupt nicht gut», funkt Logan Sargeant an die Box. Nach 40 Runden gibt der US-Amerikaner im Williams-Mercedes wegen Unwohlsein auf.

Das gab zu reden IV

Mal wieder die Track Limits. Die Rennleitung verteilt munter Zeitstrafen, etwas, was Alfa-Sauber in die Karten spielt.

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