Darum gehts
- George Russell verliert erneut Pole-Position an Kimi Antonelli in Japan
- Der Brite schimpft immer wieder gegen Mercedes-Kollegen
- Gabriel Bortoleto trocknet Hülkenberg auch in Suzuka ab
Eines ist jetzt schon klar: Ferrari kann die zweite Geige im Milliarden-Konzert nur noch spielen, wenn McLaren-Mercedes die gemachten Fortschritte wegwirft.
Russell wird nervös
Es sind jetzt die Teamduelle, die in den Vordergrund rücken. Bei Mercedes war WM-Leader George Russell (28) richtig stinkig, als ihm der erst 19-jährige Kimi Antonelli – wie vor zwei Wochen in China – erneut die Pole-Position wegschnappte.
Und wenn Russell nicht vorne liegt, wird er am Funk zur «Heulsuse», beklagt sich über das Auto und die Rivalen bezeichnet er dann gerne mal als «Idioten».
Papa Wolff und Hamilton hadern
Hier müsste Teamchef Toto Wolff ihm mal einen väterlichen Rat geben. Denn Antonelli wird weiter seinen Weg gehen, ohne politische Intrigen – einfach mit der unbekümmerten Fahrlust eines Talentes, das nur alle zehn Jahre hervorkommt.
Bei Ferrari ist Lewis Hamilton (44) an Charles Leclerc (28) dran, aber eben nicht vorbei. Und das erkennt man schnell an den Aussagen des Briten. Er lobt zwar die neue Formel 1, beschwert sich aber sofort beim Team, wenn der Monegasse vor ihm liegt.
Norris nie mehr Champion?
Bei McLaren ist der WM-Dritte Piastri momentan der stärkere Pilot. Weltmeister Norris kurvt in der Gegend herum – und versprüht keine richtige Motivation. Vielleicht haben viele Ex-Piloten mit ihrem brutalen Urteil recht: Norris wird nie mehr Champion.
2025 reichten Norris zwei WM-Punkte Vorsprung auf Max Verstappen. Der Holländer wird diese Saison kaum vorne auftauchen. Dafür fehlt ihm vielleicht die Motivation, wie sein Vater Jos (einst Benetton-Teamkollege von Schumi) feststellt.
Das Transfer-Gespenst
Auch für Verstappen-Entdecker Dr. Marko ist klar: «Die neuen Regeln sind für Max keine Herausforderung. Und dann darf man nicht vergessen, dass das Team mit dem Auto grosse Probleme hat.» Das nutzt momentan Teamkollege Hadjar aus.
Aber eines ist sicher: Läuft der Red Bull (mit dem offenbar guten eigenen Motor), dann verschwindet auch Hadjar – wie alle seine Vorgänger – hinter dem vierfachen Weltmeister. Solange Max im mentalen Tief ist, wird das Gespenst von einem Transfer zu Mercedes die ganze Saison nicht verschwinden.
Bortoleto kratzt am Hülk-Ego
Bei Audi geben sich Hülkenberg und sein 18 Jahre jüngere Teampartner Bortoleto nach aussen als Freunde. Aber die hat man in diesem Sport nicht, wenn der Blick auf die Resultate kommt.
Und der Brasilianer hat schon in seinem Premierenjahr 2025 oft bewiesen, dass er schneller als sein routinierter Partner ist. Wie auch jetzt in Japan. Der Sauber-Nachfolger aus Hinwil ist bis jetzt die grösste Wundertüte. Auch nach dem Schock-Rücktritt des Teamchefs. Die Deutschen spielen mit dem eigenen Motor schon als Neuling im Mittelfeld mit – ein Podestplatz 2026 wäre bei dieser Wundertüte keine grosse Überraschung.
Und Bortoleto-Förderer Bernie Ecclestone (95) zu Blick: «Eines Tages sitzt Gabriel im richtigen Team und kämpft um den Titel.»