Einziges Miami-Training mit neuen Regeln
Leclerc vor Verstappen – Mercedes eingebremst?

Die Formel 1 ist zurück auf der Strecke. In Miami dürfen die Piloten am Sprint-Wochenende sogar 30 Minuten länger die neuen Regeln im einzigen Training ausprobieren. Und Starts üben. Schnellster nach 90 Minuten: Leclerc vor Verstappen und Piastri.
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Charles Leclerc ist im einzigen freien Training in Miami der Schnellste.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Formel 1 erinnert an tragisches Imola-Wochenende vor 32 Jahren
  • Regenrisiko beim Miami-Rennen könnte für Absage sorgen
  • Topteams innerhalb von 0,4 Sekunden bei Sprinter-Qualifikation
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Die Frage bleibt: Wie soll das alles der Zuschauer verstehen? Selbst Teamchefs brauchen die Hilfe der Softwarespezialisten, um das alles zu begreifen. Racing-Bull-Geschäftsführer Peter Bayer (55): «Ja, das ist wirklich ein sehr komplexes Thema. Wir müssen die Zuschauer an Bord behalten. Wichtig ist jetzt, dass wir alle im Fahrerlager die Probleme mit der FIA und der Formel 1 besprechen.»

Bald Formel-2-Niveau?

Die Fahrer sind also mehr oder weniger optimistisch zum 4. WM-Lauf angereist. Kann man länger Gas geben, müssen die Batterie nicht mehr so lange aufgeladen werden?

Für WM-Start Sieger Russell in Melbourne steht fest: «Jetzt wurde genug am Reglement herumgebastelt. Alle weiteren Änderungen schiessen übers Ziel hinaus. Aber wer dann immer noch nicht genug hat, der sollte es mal mit der Formel 2 versuchen!» Worte, die man nicht vergessen sollte.

Es geschah vor 32 Jahren

Vergessen werden die wahren Formel-1-Fans auch nie das Imola-Wochenende vor 32 Jahren, als dort die Sonne am helllichten Tag unterging. Am 30. April liess der Österreicher Roland Ratzenberger (†34) im Simtek das Leben. Am 1. Mai wurde Ayrton Senna (†34) seine Leidenschaft im Williams-Renault zum tödlichen Verhängnis.

Die Resultate des ersten Trainings im Miami.
Foto: Formel 1

1960 kamen in Spa mit Chris Bristow (Coper) und Alan Stacey (Lotus) beim Rennen gleich zwei Fahrer innerhalb von wenigen Minuten ums Leben. Damals war die Sicherheit leider noch kein Thema. Auch in Imola waren die späteren Lebensretter Hans (Hals und Nacken Support) sowie der Halo (Cockpit Schutz) noch jahrelang nicht im Einsatz. Hans kam vor rund 20 Jahren, der Halo 2016.

Peinlicher Aston-Martin-Auftritt

Bei 29 Grad Aussentemperatur und 49 Grad auf dem Asphalt ging es um 12 Uhr Lokalzeit (18 Uhr MEZ) los. Erst nach 25 Minuten kamen die zwei letzten Autos auf die 5,412 km lange Strecke: Alonso und Stroll im Aston Martin-Honda. Wer fast fünf Wochen Zeit hatte, das Auto und die Probleme (Vibrationen) zu verstehen, der hat eigentlich keine Ausreden mehr.

Zu diesem Zeitpunkt tummelten sich Hülkenberg, Bortoleto, Bottas (der seinen 250. GP fährt), Lindblad und Pérez auf den hintersten Positionen. Vorne WM-Leader Antonelli vor Leclerc, Norris und Verstappen – also die vier Topteams innerhalb von 0,4 Sekunden vereint.

Die Angst vor dem Regen

Die grosse Frage rund um das NFL-Stadion der Miami Dolphins: Kommt am Sonntag beim Rennen (TV live ab 22 Uhr MEZ) der schon lange angekündigte Regen oder eben ein tobendes Gewitter? Es könnte alles über den Haufen werfen, die Probleme mit den Regeländerungen in den Hintergrund drängen.

Bei Blitz und Donner wäre sogar eine Absage möglich. Und wenn wir nach den verschobenen April-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien sind: Der Organisator aus Jeddah drängt die Formel-1-Macher mit einem erhöhten Millionen-Angebot offenbar zu einem neuen Datum 2026. Da der Kalender bis Dezember sehr gedrängt ist (und die Sommerpause vom 26. Juli Budapest bis 23. August Zandvoort unantastbar bleibt), müsste man die Teams zu einer gut bezahlten Extra-Leistung bewegen.

Wer holt die Sprint-Pole?

Im einzigen Training blieben die vier Topteams unter sich. Nur Alpine mit Gasly und Colapinto klopften mal locker in den Top Ten an. Kann das letztjährige WM-Schlusslicht die gute Form in die Sprinter-Qualifikation um 22.30 Uhr (TV live) mitbringen? Auch Sainz gab im Williams mal ein Lebenszeichen.

Vor einem Jahr eroberte Kimi Antonelli in der Sprint-Zeitenjagd von Miami sensationell die Pole-Position vor dem McLaren-Duo Piastri und Norris sowie Verstappen im Red Bull und Mercedes-Teamkollege Russell. Ferner: 11. Hülkenberg, 19. Bortoleto (beide Sauber).

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