Das 1.-August-Wunder
Vor 50 Jahren überlebte Lauda die Feuerhölle

Am 1. August 1976 verunfallte Niki Lauda auf dem Nürburgring schwer und erlitt Verbrennungen am Kopf, die ihn sein Leben lang begleiteten. Am Samstag jährt sich der Horrorcrash zum 50. Mal.
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Diese Flammenhölle hat Niki Lauda überlebt.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Niki Lauda verunglückte 1976 auf dem Nürburgring schwer mit seinem Ferrari
  • 55 Sekunden im brennenden Auto, gerettet von Arturo Merzario, überlebte knapp
  • 40 Tage nach Unfall fuhr Lauda wieder, wurde in Monza Vierter

Wir schreiben den 1. August 1976. Niki Lauda (1949–2019) kommt mit fünf GP-Siegen aus neun Rennen zu jenem auf dem Nürburgring in Deutschland. Doch schon in der 2. Runde passiert es: Der Ferrari des Österreichers reisst aus, kracht in eine Wand, wird von anderen Autos getroffen und geht schliesslich in Flammen auf.

55 Sekunden sitzt Lauda, der in der Saison zuvor seinen ersten von drei WM-Titeln eingefahren hat, in der Feuerhölle. Brett Lunger (heute 80), Guy Edwards (1942–2026) und Harald Ertl (1948–1982) eilen zu Hilfe, schliesslich gelingt es Arturo Merzario (heute 83), Lauda aus dem brennenden Auto zu ziehen. Mit starken Verbrennungen wird der damals 27-jährige Lauda ins Spital eingeliefert.

Lauda spricht über Moment im Spital

An die Momente in der Klinik erinnert sich Blick-Legende Roger Benoit im Buch «Formel Wahnsinn»: «Am Freitag nach dem Unfall ging plötzlich die Tür auf, der Priester stolperte aus dem Zimmer raus und fiel mir regelrecht vor die Füsse. Ich verstand die Welt nicht mehr, doch wenig später kam auch Marlene (Laudas Partnerin, Anm.d.Red.) raus und sagte nur: ‹Der Idiot hat dem Niki die letzte Ölung gegeben.›»

Roger Benoit: Ein Leben auf der Überholspur

Die Blick-Reporterlegende Roger Benoit kennt die Formel 1 wie kaum ein anderer. Im neuen Buch «Formel Wahnsinn» schaut er zurück auf über 825 Grand Prix und sein verrücktes Leben. Dabei verrät er einzigartige Anekdoten, unglaubliche Skandale und tragische Geschichten.

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Für Blick-Leserinnen und -Leser gibts ein unschlagbares Angebot. Klicke hier drauf und du erhältst das Buch für nur 38 statt 48 Franken.

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Später sprach Benoit mit Lauda über diesen Augenblick, aus dem der Formel-1-Pilot neuen Lebenswillen schöpfte: «Niki sagte mir: ‹Als ich die Hand vom Priester auf meiner Stirn spürte, sagte ich mir: So kannst du nicht abtreten. Da wusste ich, dass ich kämpfen musste.›»

«Das wohl grösste Comeback»

Lauda erlitt schwere Verbrennungen am Kopf, wodurch er Teile seines Ohrs verlor. Vom Bein wurde ihm Haut an die betroffene Stelle transplantiert. An eine Schönheitsoperation hat Lauda nie gedacht – zu uneitel war der Wiener. Als Antwort auf ständige Fragen zu seinem Aussehen sagte er einst: «Ich habe einen Unfall als Entschuldigung dafür, hässlich auszusehen. Manche haben diese Entschuldigung nicht – sie sind einfach hässlich.»

40 Tage nach seinem Unfall sass Lauda dann auch schon wieder im Cockpit. In Monza (It) wurde er sogleich Vierter. Benoit: «Das war wohl das grösste Comeback der Formel-1-Geschichte.» Spurlos ging der Crash aber auch nicht an ihm vorbei. Beim letzten GP in Fuji (Jap) regnete es extrem stark. Lauda fuhr an die Box und sagte: «Ich will mich nicht noch einmal umbringen ...» Der WM-Titel ging dadurch an James Hunt (1947–1993) im McLaren – wegen eines einzigen Punktes.

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