«Dachte, das sei ein Witz»
Heli-Pilot spricht über Einsatz nach Schumachers Ski-Unfall

Über den Gesundheitszustand von Michael Schumacher ist seit seinem Ski-Unfall Ende 2013 nichts bekannt. Nun spricht der damalige Rettungspilot erstmals über die Bergung des siebenfachen F1-Weltmeisters.
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Ausser seinen Angehörigen weiss niemand, wie es Michael Schumacher geht.
Foto: Bongarts/Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Michael Schumacher erlitt 2013 ein schweres Schädelhirntrauma in Méribel
  • Helikopter-Pilot Yannick Dainese sprach erstmals über die Rettungsaktion
  • Unfallstelle wurde sofort abgereigelt und Schumacher in Vakuummatratze ins Spital geflogen

Rund zwölfeinhalb Jahre sind seit Michael Schumachers (57) schwerem Skiunfall am 29. Dezember 2013 im französischen Méribel vergangen. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister erlitt dabei ein schweres Schädelhirntrauma, wie es ihm heute geht, weiss die Öffentlichkeit nicht – um seinen Zustand wird ein Mantel des Schweigens gehüllt.

Nun spricht Helikopter-Pilot Yannick Dainese erstmals über seinen Einsatz während der Rettung des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters. «Ein Rettungsarzt sprang mit dem Notarzt in den Helikopter und sagte: ‹Wir holen Michael Schumacher!› Ich dachte zuerst, das sei ein Witz», erzählt Dainese «L'Équipe».

Doch als sie die Anweisungen erhalten hätten, ihre Mikrofone und GoPros abzustellen und keine Journalisten mitzunehmen, sei Dainese klar geworden, dass es ernst war. Diese Anweisungen seien sofort aus dem engsten Kreis Schumachers zu ihnen gelangt. Bei der Unfallstelle angekommen, sei schnell alles abgeriegelt worden. So sollte nichts nach aussen gelangen und keine Personen ausser dem Rettungspersonal und den Angehörigen zu Schumacher vordringen.

«Wir haben nicht gesprochen»

Dainese, der heute als Zivilschutz-Pilot in Grenoble arbeitet und jahrelang über seine Rolle während des Rettungseinsatzes schwieg, sei damals kein grosser Formel-1-Fan gewesen. Und auch wenn Schumacher für Dainese «nur ein weiterer Schwerverletzter» gewesen sei, wusste er um die Wichtigkeit des Deutschen: «Unterbewusst war der Druck natürlich da, denn ich wusste, dass er wie ein Gott verehrt wurde.»

Der 91-fache GP-Sieger wurde in eine Vakuummatratze gepackt und ins Spital in Grenoble geflogen. Während des Fluges sei es komplett still gewesen: «Wir haben keine Fragen gestellt, wir haben nicht gesprochen. Jeder ist da in seiner eigenen Blase.»

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