«China können wir vergessen»
Fabel-Rekord für Antonelli – Verstappen verzweifelt!

Nach dem Samstag des grossen Preis von China gibt es viel Gesprächsstoff. Mercedes fliegt weiter, Verstappen hat mit dem Rennen bereits abgeschlossen.
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Max Verstappen ist nach dem Sprint und dem Qualifying am Samstag bedient.
Foto: Formula 1 via Getty Images
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Der GP von China könnte wie in Melbourne mit einem Mercedes-Doppelsieg enden. Doch plötzlich tauchen auch beim bisher ungeschlagenen George Russell Probleme auf. Dies nützte Teamkollege Kimi Antonelli und krönte sich mit 19 Jahren und 201 Tagen zum jüngsten Pole-Mann der Geschichte.

Dieser Rekord gehörte seit 2008 in Monza Toro-Rosso-Star Sebastian Vettel mit 21 Jahren und 73 Tagen. Am nächsten Tag gewann der Deutsche seinen ersten GP. Gelingt dies auch Antonelli? «Ich danke allen, die dies möglich machten», sagte der bescheidene Italiener. Sein Glück: Australien-Sieger und WM-Leader Russell, der vor der GP-Qualifikation auch das Sprintrennen (vor Leclerc, Hamilton, Norris und Antonelli) gewonnen hatte, wurde erstmals von der Defekthexe gestoppt.

«Ich konnte plötzlich nicht mehr schalten. Zum Glück kam ich noch an die Boxen. Dort wurden einige Dinge gewechselt, auch das Lenkrad. Und beim dritten Reset sprang der Motor wieder an.» Mit nur einer Runde kam Russell trotzdem noch auf 0,222 Sekunden an Antonelli heran. Für Ferrari blieben die Startplätze in der zweiten Reihe (Hamilton schneller als Leclerc) und für Weltmeister McLaren gab es die dritte Startreihe (Piastri vor Champion Norris).

Ferrari will traurige Serie beenden

Der Start? Es wäre eine Überraschung, wenn in der ersten Kurve kein rotes Auto vorne wäre. Der kleine Turbo erlaubt es, Ferrari mit einem Raketenstart davonzujagen. Wie in Australien und hier beim Sprint. Dies bringt den Fans wenigstens für einige Runden etwas künstliche Spannung mit dem Hin- und Herüberholen.

Schafft Ferrari nach 30 Rennen ohne Sieg die Sensation? Hamilton, der sechsfache China-Triumphator: «Kaum, denn Mercedes ist einfach noch zu schnell.» Der Brite ist in einer Superform – und das gefällt offenbar Teamleader Leclerc wenig. Er beschwerte sich am Funk über die Fahrweise von Lewis. Auch der Monegasse spürt: Der siebenfache Weltmeister ist weiter vom Rücktritt weg, als viele zu Beginn der Saison noch glaubten.

Verstappen ist bedient

Dagegen ist sein früherer grosser Gegenspieler Max Verstappen (28) kurz vor dem Ausflippen: «Ich habe seit Freitag immer die gleichen Probleme. Wir haben alles gewechselt, hat nix gebracht, keinen Grip, keine Balance, keine Leistung – wir können China schon vor dem Rennen vergessen.» Wie beim Sprint startet der Holländer aus der achten Position. Und beim Mini-GP blieb Super-Max beim Start praktisch stehen und wurde von zehn Autos überholt! Im Ziel fehlten Verstappen auf den letzten Punkteplatz (8. Bearman im Haas) 0,348 Sekunden.In den bisherigen 25 Sprints fuhr Verstappen 23 Mal in die Punkte. Und einmal bekam er als Vierter noch eine Zeitstrafe und ging leer aus. 

Bei Audi passte am Samstag nicht mehr viel zusammen. Im Sprint wurde Bortoleto anonymer 13. – und Hülkenberg rollte nach 12 von 19 Runden aus. Der dritte mysteriöse Zwischenfall des Hinwiler Teams.

Und wenn es nicht läuft, kommt noch das Pech hinzu. In der Sprint-Quali verpasste Hülkenberg das Top-Ten-Finale gegen Red-Bull-Pilot Hadjar um 0,085 Sekunden. Auch bei der Zeitenjagd für den zweiten WM-Lauf scheiterte Hülk als Elfter wieder an Hadjar – diesmal um 0,002.

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