Die Vorbereitung auf die 13. Qualifikation des Jahres am Samstag um 16 Uhr stand unter der Frage: Kann Ferrari endlich die erste Pole-Position 2026 holen? In der letzten Saison gab es gerade mal in Ungarn durch Leclerc den besten Startplatz für die Roten. Was für eine Bilanz vom Team aus Maranello, das sich ständig selbst grossredet. Und von Fortschritten spricht.
Antonelli vertraut Rossi
In der ersten Viertelstunde überliessen die Favoriten die Führungspositionen den Aussenseitern: Colapinto, Gasly, Lawson, Sainz, Bearman, Pérez, Alonso, Albon, Ocon und Bottas.
Oder die Stars liessen die Kleinen den 5,7 Kilometer langen Tempo-Tempel vom Dreck reinigen. Nach 20 Minuten dann das erste Lebenszeichen von WM-Leader Antonelli im Mercedes – Bestzeit. Sie würde dem Italiener auch in der Qualifikation nichts nutzen – er muss aus der letzten Reihe (oder aus der Boxenstrasse) starten, da er neben dem Motor auch die Batterie und die Leistungselektronik wechselt (Blick berichtete). Antonelli vertraut auf das neue Helmdesign seines Freundes, Töff-Star Valentino Rossi.
Sauber: «Das wird schwierig»
Die bisherigen Pole-Positionen gingen an Antonelli (6), Russell (4) und jetzt zweimal an Norris.
Für Audi geht es zuerst einmal darum, die erste Qualifikationshürde zu überstehen. Nach vier Rennen in den Punkten stehen die Chancen im Königlichen Park nicht so gut.
Ehrengast Peter Sauber (82), mit dem Zug nach Monza angereist («sehr angenehm, kein Stress und auch schnell»), bleibt diplomatisch: «Monza ist für Audi wegen den hohen Geschwindigkeiten sicher nicht ideal. Aber lassen wir uns am Sonntag überraschen!» Die Hinwiler Positionen im letzten Training: 11. Hülkenberg, 13. Bortoleto.
Verstappen nur Aussenseiter
Nach Erfinder Ferrari und Red Bull fahren jetzt auch McLaren und Racing Bulls den Heckflügel, dessen Flap sich um 180 Grad dreht. Für WM-Leader Mercedes ist diese «Showeinlage» noch keine Option.
In den letzten 15 Minuten mischte auch Vorjahressieger Verstappen im Red Bull vorne mit. Seine 49. Pole-Position (zuletzt beim Finale in Abu Dhabi 2025) wäre eine Sensation. Am Ende blödelten die alten Erzfeinde Verstappen und Hamilton auf der Strecke herum – sehr gefährlich. Die FIA untersucht!