«Wir wissen, was uns erwartet»
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«Wir wissen, was uns erwartet»:Finnlands Lehtonen über WM-Final gegen seine zweite Heimat

«Wir werden bereit sein»
Revanche-Gelüste bei den Finnen vor WM-Final

Einen Heimsieg gibt es heute Abend in jedem Fall, wenn ZSC-Finne Mikko Lehtonen auf die fünf Lions-Spieler der Nati trifft. Auch SCB-Stürmer Waltteri Merelä will den Schweizern Gold wegschnappen.
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Der finnische ZSC-Verteidiger Mikko Lehtonen (rechts) kümmert sich um den Schweizer Stürmer Calvin Thürkauf.
Foto: Nico Ilic/freshfocus

Klar ist: Die ZSC Lions, der Heimklub im WM-Stadion Swiss Life Arena, bekommen heute Abend frischgebackene Weltmeister. Entweder einen durch Mikko Lehtonen (32), wenn Finnland gewinnt. Oder fünf, wenn die Nati mit den ZSC-Spielern Christian Marti, Dean Kukan, Sven Andrighetto, Denis Malgin und Nicolas Baechler siegen sollte. Zählt man die auf nächste Saison nach Zürich wechselnden Tim Berni und Simon Knak ebenfalls dazu, wären es sogar sieben.

«Hoffentlich wird es nur einer sein», sagt Lehtonen mit einem Schmunzeln. Er findet, das reiche. Dazu muss es dem erfahrenen Verteidiger, der mit Finnland den persönlichen WM-Gold-Hattrick nach 2019 und 2022 schaffen könnte, jedoch gelingen, seine brillanten ZSC-Teamkollegen Andrighetto/Malgin zu stoppen, die an der Spitze der WM-Topskorerwertung liegen.

Speziell für Lehtonen und Merelä

«Sie sind grossartige Spieler und immer gefährlich. Wir brauchen einen starken Teameffort und können sie hoffentlich ausschalten», sagt der Verteidiger. Er gibt gegenüber Blick zu: «Es wird sehr speziell in meinem zweiten Zuhause einen WM-Final bestreiten zu können – und dann auch noch gegen die Schweiz.»

Während der SC Bern erneut keinen Vertreter in der Nati dabei hat, kämpft mit Waltteri Merelä (27) ein Spieler der Berner mit Finnland um Gold. «Es fühlt sich grossartig an. Ich bin stolz auf die Jungs. Doch der Job ist noch nicht erledigt», sagt er, nachdem sein Team die Kanadier mit ihren Superstars Sidney Crosby und Macklin Celebrini mit 4:2 eliminiert hat.

Finnen wollen Revanche

«Wir haben ein wirklich tolles Turnier gespielt. Wir hatten nur ein schlechtes Drittel – gegen die Schweiz. Da waren wir nicht bereit», sagt der Stürmer zu Blick. Hat er nach der 2:4-Niederlage im letzten Gruppenspiel nun Revanchegelüste? «Ja. Die Schweizer haben ein unglaublich gutes Team. Das wissen wir, da wir schon gegen sie gespielt haben. Es war eine sehr gute, enge Partie. Ich erwarte am Sonntagabend das Gleiche.»

Lehtonen sagt zur finnischen 2:4-Niederlage in der Vorrunde: «Es war nicht unser bestes Spiel. Aber nun bekommen wir eine neue Chance und uns ist bewusst, dass wir besser spielen müssen. Wir nehmen die Erfahrung aus dem ersten Spiel mit und wissen, was uns erwartet.» Er ist sich sicher: «Jeder von uns wird bereit sein.»

Spielplan spricht für Nati

Die Schweizer erhalten nach ihrem 6:0 am Samstagnachmittag gegen Norwegen vor dem WM-Final fast fünf Stunden mehr Zeit zur Erholung. Im Vergleich zu den Finnen, die im Abendspiel gegen den Turnierfavoriten alles reinwerfen mussten. «Das spielt keine Rolle. Wir sind gut in Form», winkt Merelä ab. Heisst das, dass er einen Sieg der Finnen vorhersagt? «Hey, ich hoffe es. Wir müssen einfach da sein und ein gutes Spiel machen, dann werden wir sehen. Es wird ein Spiel mit einem Tor Differenz werden.»

Ist es für ihn, der in der National League spielt, speziell, im WM-Final in der Schweiz auf die Schweiz zu treffen? «Sicher. Und diese Fans hier haben, auch in Spielen, in denen die Schweiz nicht gespielt hat, zusammen gesungen. Es ist eine unglaubliche Atmosphäre. Deshalb fühlt es sich speziell an.»

Mereläs Hassliebe mit den Linienkollegen

Der SCB-Stürmer spielte an der WM mit den beiden Langnauern Sakku Mäenalanen und Hannes Björninen in einer Linie. Darauf und die Rivalität mit dem Emmentaler Erzrivalen angesprochen, sagte er gegenüber Sport.ch schelmisch: «Ich hasse die Tigers, aber ich mag die beiden. Ich kenne sie schon lange.»

Neben Lehtonen und dem Berner Trio stehen mit den Servette-Stars Vili Saarijärvi, Sakari Manninen und Jesse Puljujärvi sowie Ersatzgoalie Harri Säteri (Biel) noch weitere NL-Stars im Team der Finnen. Dazu sind mit Jussi Tapola (Ambri) und Ville Peltonen (bisher Servette, in Zukunft Ajoie) zwei NL-Trainer als Assistenten von Antti Pennanen im Einsatz.

Eishockey-WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
7
32
21
2
Finnland
Finnland
7
20
18
3
Lettland
Lettland
7
7
12
4
USA
USA
7
4
11
5
Deutschland
Deutschland
7
1
10
6
Österreich
Österreich
7
-12
9
7
Ungarn
Ungarn
7
-24
3
8
Großbritannien
Großbritannien
7
-28
0
K.o.-Phase
Abstieg
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
7
20
20
2
Norwegen
Norwegen
7
11
15
3
Tschechische Republik
Tschechische Republik
7
2
13
4
Schweden
Schweden
7
11
12
5
Slowakei
Slowakei
7
2
11
6
Dänemark
Dänemark
7
-11
6
7
Slowenien
Slowenien
7
-12
6
8
Italien
Italien
7
-23
1
K.o.-Phase
Abstieg
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