Slowakei mit Super-Teenagern
Von solchen Talenten kann die Schweiz nur träumen

Heute Abend geht es für die Nati gegen die Slowakei. Dabei wird man ein wenig neidisch, wenn man sieht, dass der Gegner gleich mit drei Spielern mit Jahrgang 2004 aufwartet.
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Das slowakische Sturmtalent Juraj Slafkovsky beschäftigt den kanadischen Keeper Logan Thompson.
Foto: AFP
Stephan Roth

In der Schweizer Nati wurde nach Olympia gezielt die Verjüngung eingeleitet. Altbewährte Spieler wie Raphael Diaz und Simon Moser wurden nicht mehr berücksichtigt. Im Team von Helsinki ist allerdings nur ein Spieler dabei, der in diesem Jahrtausend zur Welt kam: Janis Moser (21), der vor drei Jahren in Bratislava als 18-Jähriger sein WM-Debüt gab, inzwischen in der NHL bei Arizona spielt und schon seine dritten Titelkämpfe bestreitet.

Beim heutigen Gegner, der Slowakei, hat man die Verjüngung nach dem Scheitern an der Heim-WM 2019 radikal vorangetrieben und kann dabei auch auf ganz grosse Talente zählen. So war Verteidiger Simon Nemec als 17-Jähriger schon letztes Jahr an der WM dabei, als es in Riga gleich eine 1:8-Pleite gegen die Schweiz absetzte.

Der smarte Rechtsschütze vom HK Nitra ist einer von drei Spielern im Team, die 2004 – im Jahr, in dem der Schweizer WM-Evergreen Andres Ambühl (38) seine erste WM bestritt – zur Welt kamen. Da ist einerseits sein Klub-Kollege, Stürmer Adam Sykora, und vor allem jenes Talent, an dem die Blicke der NHL-Scouts magnetisch folgen: Juraj Slafkovsky.

Torschützenkönig bei Olympia

Wie Nemec wird der Stürmer, der bereits 2019 zu TPS Turku nach Finnland auszog, als ganz heisser Kandidat für eine der ersten Positionen im kommenden Draft gehandelt. In seinem letzten Ranking setzte der bestens vernetzte kanadische Draft-Experte Bob McKenzie Slafkovsky hinter dem Kanadier Shane Wright auf Platz 2 und Nemec auf Rang 4.

Der 1,92 Meter grosse und 99 Kilo schwere Slafkovsky hatte die Hockey-Welt im Februar bei Olympia in Peking verblüfft, als der damals noch 17-Jährige mit sieben Toren in sieben Spielen Topskorer und MVP des Turniers wurde und die Slowaken mit Bronze heimkehrten.

Vor dem Turnier posierte er für die Titelseite der slowakischen Ausgabe des Magazins «Forbes» und auch in Helsinki hat er schon wieder für Aufsehen gesorgt. In den ersten drei Spielen gegen Frankreich (4:2), Deutschland (1:2) und Kanada (1:5) traf er zwar nicht, buchte aber zwei Assists und glänzte mit atemberaubenden Aktionen. Das Team von Patrick Fischer tut gut daran, wach zu bleiben, wenn Slafkovsky an der Scheibe ist.

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Von so talentierten Teenagern wie Slafkovsky und Nemec kann die Schweiz derzeit nur träumen. Das aussichtsreichste Talent für den Draft ist der Solothurner Verteidiger-Riese Lian Bichsel (wurde heute 18), der bei Leksand in Schweden spielt. Die NHL-Agentur Central Scouting hat ihn auf der Liste der in Europa spielenden Draft-Kandidaten auf Platz 9 gesetzt. Zuoberst steht da Slafkovsky, vor dem Finnen Joakim Kemell und Nemec.

An der WM zeigen Draft-Kandiaten, wie die drei Slowaken, der tschechische Verteidiger David Jiricek oder Österreich-Stürmer Marco Kasper, was sie draufhaben, während in der National League keine Spieler der aktuellen Draft-Klasse einen Stammplatz hatten.

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Eishockey-WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
7
32
21
2
Finnland
Finnland
7
20
18
3
Lettland
Lettland
7
7
12
4
USA
USA
7
4
11
5
Deutschland
Deutschland
7
1
10
6
Österreich
Österreich
7
-12
9
7
Ungarn
Ungarn
7
-24
3
8
Großbritannien
Großbritannien
7
-28
0
K.o.-Phase
Abstieg
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
7
20
20
2
Norwegen
Norwegen
7
11
15
3
Tschechische Republik
Tschechische Republik
7
2
13
4
Schweden
Schweden
7
11
12
5
Slowakei
Slowakei
7
2
11
6
Dänemark
Dänemark
7
-11
6
7
Slowenien
Slowenien
7
-12
6
8
Italien
Italien
7
-23
1
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