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OK-Chef Gilli zur WM-Absage
«Es gibt schlimmere Schicksale»

Die Heim-WM in Zürich und Lausanne findet 2020 nicht statt. OK-Chef Gian Gilli hofft auf eine Austragung im nächsten Jahr.
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OK-Chef Gian Gilli ist enttäuscht, weiss die Absage aber einzuordnen.
Foto: keystone-sda.ch
Angelo Rocchinotti

Herr Gilli, die Heim-WM findet 2020 nicht statt. Glaubten Sie überhaupt noch an eine Durchführung?

Gian Gilli: Natürlich hatten auch wir Zweifel. Die Massnahmen und Verfügungen des Bundesrats machten uns handlungsunfähig und sorgten dafür, dass die Zweifel grösser wurden. Sah man sich die Situation in den einzelnen teil­nehmenden Ländern an, wusste man, dass es wohl schwierig bis unmöglich werden würde. Ich bin froh, herrscht nun Klarheit.

Wie sehr schmerzt der Entscheid?

Das tut schon weh. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals ein Grossanlass, der ungefähr alle zehn Jahre stattfindet, so kurz vor der Austragung abgesagt wurde. Das schmerzt. Wir haben vier Jahre lang Aufbauarbeit geleistet, viele Leute miteinbezogen. Sie alle waren mit viel Motivation, Begeisterung und Energie dabei. Es war ein fantastischer Weg. Auch die Nati-Spieler freuten sich unglaublich. Wenn ich mir allerdings die Welt­lage anschaue, weiss ich das Ganze einzuordnen. Es gibt schlimmere Schicksale.

Liefen die Vorbereitungen zuletzt normal weiter?

Nicht mehr mit derselben Inten­sität und Konsequenz. Wir haben gewisse Aufträge nicht mehr ver­geben. Andererseits haben wir gerade eben Pläne für die Verlegung der TV-Kabel erhalten. Es galt die Devise: Solange nichts abgesagt ist, arbeiten wir weiter.

Findet die WM jetzt im nächsten Jahr statt?

Klar, haben wir gewisse Wünsche. Das Projekt liegt pfannenfertig vor. Unsere wichtigsten Partner haben grosse Arbeit geleistet. Doch es liegt nicht in unseren Händen. Der IIHF (der internationale Eishockeyverband, d. Red.) hat unterschriebene Verträge. Für 2021 mit Weissrussland und Lettland. Ich weiss nicht, wie der IIHF nun vorgehen wird.

Gab es diesbezüglich schon Gespräche?

Nur am Rande. Doch letztlich liegt es in der Kompetenz des Weltverbands. Die Verträge mit den nächsten WM-Ausrichtern müssten um ein Jahr verlängert werden. Wir könnten unser Konzept praktisch eins zu eins übernehmen. Die Stadien in Zürich und Lausanne wären auch nächstes Jahr verfügbar.

Werden die 300 000 verkauften Tickets nun rückerstattet?

Das sollte möglich sein. Wir müssen diesbezüglich aber noch einige Abklärungen vornehmen. Ich bitte um Geduld.

Können Sie etwas zu den angefallenen Kosten sagen?

Ich kann noch keine verlässlichen Zahlen nennen.

Gab es Rückmeldungen aus Nati-Kreisen?

Nicht gross. Ich werde mich sicher noch mit Patrick Fischer in Ver­bindung setzen. Es sind sicher alle etwas traurig. Doch sie wissen auch, in welch aussergewöhnlicher Situation wir uns befinden. Wir werden den Entscheid akzeptieren. Die Gesundheit hat Priorität.

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