Russland wurde vom Internationalen Sportgerichtshof CAS wieder für kommende Turniere zugelassen, auch für die U20-WM Ende Jahr im kanadischen Edmonton. Der internationale Eishockeyverband IIHF hat nun erste Schritte zur Wiedereingliederung vorgenommen. Einer davon: Russland nimmt an der U20-WM den Platz von Norwegen ein, das seinerseits nun wieder in die Division I zurückgestuft wird. Brisant: Eigentlich hätte Norwegen gegen die Schweiz gespielt.
Eine Begegnung gegen die Russen, die nun für den Sonntag, 27. Dezember vorgesehen wäre, wird es aber nicht geben, wenn es nach den Schweizern geht. Wie der Eishockeyverband am Samstagabend bekanntgibt, wird die U20-Nationalmannschaft «unter den gegenwärtigen Umständen nicht gegen Russland antreten». Dies habe der Verwaltungsrat von Swiss Ice Hockey «nach intensiven Beratungen und einer sorgfältigen Abwägung der sportlichen, politischen und gesellschaftlichen Aspekte» entschieden.
Schweiz hält an Turnierteilnahme fest
Beim Verband habe man sich intensiv mit den Entwicklungen rund um die Russland-Rückkehr auseinandergesetzt: «Dabei wurden sowohl die sportlichen als auch die politischen und gesellschaftlichen Aspekte sowie die möglichen Konsequenzen eines entsprechenden Entscheids sorgfältig geprüft und gegeneinander abgewogen.» Neben den zuständigen Gremien seien auch «relevante Anspruchsgruppen des Schweizer Eishockeys einbezogen» worden.
«Nachdem die IIHF nun die ersten Schritte zur Umsetzung des CAS-Entscheids eingeleitet hat, wurde die Situation unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen erneut umfassend beurteilt.» Der Verband betont: «Die Schweizer U20-Nationalmannschaft hält an ihrer Teilnahme am Turnier in Edmonton fest. Der Entscheid bezieht sich ausschliesslich auf die Begegnung mit Russland.»
Dieser Entscheid hat keinen Einfluss auf die A-WM der Männer im kommenden Jahr in Deutschland. Für diese haben allerdings bereits sieben andere Länder angekündigt, eine allfällige Partie gegen die Russen zu boykottieren: Finnland, Norwegen, Schweden, Dänemark, Lettland, Tschechien und Österreich.
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