Davos zeigt im Viertelfinal gegen Helsinki von der ersten Minute an, wer der Chef auf dem Eis ist. Vor allem Filip Zadina hat sein Zielrohr scharf eingestellt und könnte nach dem ersten Drittel bereits einen Hattrick auf seinem Konto haben. Das Pech des HCD-Tschechen: Zweimal trifft er nur Metall, aber immerhin einmal auch in die Maschen. Wobei er dabei davon profitiert, dass Kollege Brendan Lemieux vor dem Helsinki-Gehäuse das tut, was er am besten kann – die Gegenspieler nerven.
Zadina hat dann auch beim 2:0 von Simon Ryfors den Stock im Spiel, diese Sturmlinie zerzaust die Finnen, bei denen die NL-Ergänzungen Schneller, Akeson, Fahrni und Pezzullo mitspielen, ordentlich. Danach beschränkt sich Davos mehrheitlich auf die Spielkontrolle, was vorzüglich gelingt. Schliesslich macht Tino Kessler mit einem Treffer ins leere Tor alles klar und löst das definitive Halbfinal-Ticket.
Für Helsinki bedeutet dies, dass es mit drei Niederlagen im Gepäck die Heimreise aus Davos antreten muss. Der finnische Traditionsklub hat ein unbefriedigendes Turnier abgeliefert und konnte seine Probleme in der nationalen Meisterschaft (aktuell nur Rang 13) nicht kaschieren.
Damit kommt es am Dienstagabend zur Reprise des letztjährigen Schweizer Halbfinals zwischen Davos und Fribourg. Damals setzten sich die Fribourger nach einem 1:2-Rückstand dank einer Schlussoffensive mit 4:2 durch. Gottéron holte sich anschliessend Tags darauf auch den Pokal und somit den ersten Titel der Vereinsgeschichte.
In diesem Jahr ist die Affiche noch knackiger. Fribourg – HCD ist mehr als nur das Duell Titelverteidiger gegen Herausforderer. Es ist auch das Duell zwischen der Nummer 2 (Gottéron) und dem souveränen Leader (Davos) der nationalen Meisterschaft. Hockey-Herz, was willst du mehr?
Fans: 6267.
Tore: 12. Zadina (Ryfors, Barandun) 1:0. 23. Ryfors (Lemieux, Zadina) 2:0. 59. Kessler (Asplund, Stransky) 3:0 (ins leere Tor).


