Schon drei Halbfinal-Tore
So trimmt sich ZSC-Baltisberger zum ewigen Playoff-Schlachtross

Er ist eklig, beharrlich, geht dorthin, wo es wehtut, und ist in den Playoffs stets noch wertvoller für sein Team. Ur-ZSC’ler Chris Baltisberger ist sich für nichts zu schade, um seinen Traum zu leben.
Kommentieren

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
Die Zusammenfassung von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
RMS_Portrait_AUTOR_378.JPG
Marcel AllemannReporter Eishockey

Fünf Tore haben die ZSC Lions in der Halbfinal-Serie gegen Davos bislang erzielt. Drei davon gehen auf das Konto von Chris Baltisberger (34). Eines erzielte er im Powerplay, wo es sein Auftrag ist, direkt vor dem gegnerischen Goalie Unruhe zu stiften. Zwei als Flügelstürmer der starken vierten Linie, die er zusammen mit Justin Sigrist (26) und Nicolas Baechler (22) bildet und die schon in den Playoffs 2025 auf dem Weg zum Titelgewinn wunderbar harmonierte.

1/5
Chris Baltisberger feiert mit den Fans seinen Treffer zum 2:1 in Halbfinalspiel zwei.
Foto: keystone-sda.ch

«Es macht extrem Spass mit ihnen und freut mich auch für sie, dass wir unsere Leistung bringen», sagt Baltisberger. Was sie als Trio auszeichne, sei die Mentalität. «Wir sind alles ZSC-Eigengewächse und verkörpern diese DNA.» Auch Trainer Marco Bayer (53) ist froh, dass er auf die Drei zählen kann: «Sie sind unglaublich wichtig, bringen Energie, Wasserverdrängung und teilweise auch die besten Linien des Gegners in schwierige Situationen.»

Wühler, Hirn und Motor

Bei Baltisberger streicht Bayer dessen Erfahrung und den Torriecher heraus: «Er ist ein Wühler und sein Büro ist rund um das Tor.» Sigrist sieht Bayer als Hirn der Linie, «er lenkt und leitet». Und Baechler ist für ihn der Motor: «Er hat die Power eines Pferdes, attackiert und reisst Löcher auf.»

ZSC-Balcers versenkt Frödéns Klasse-Pässchen
6:13
ZSC – Davos 3:1:ZSC-Balcers versenkt Frödéns Klasse-Pässchen

Im Hockeyalltag ist es jedoch nicht immer nur lustig, ein Viertlinien-Stürmer zu sein. Oft steht man im Schatten anderer und muss mit weniger Eiszeit auskommen. Baltisberger bestätigt: «Gerade, wenn es viele Strafen gibt, ist es manchmal nicht einfach, denn man will spielen. Doch es gelingt uns, auch in solchen Situationen ruhig zu bleiben.» Dafür arbeitet er mental: «Wenn man nicht viel spielt, leidet das Selbstvertrauen darunter. Umso wichtiger ist es dann, trotzdem an sich zu glauben.»

Die eigenen Tore anschauen hilft

Dafür hat Baltisberger seine Wege gefunden: «Man muss sich auf das konzentrieren, was man selbst beeinflussen kann. Wenn es vom Trainer abhängig ist, ob ich Selbstvertrauen habe oder nicht, ist das nicht zielführend. Da muss ich mir schon selber helfen.» Ab und an sei es zwar mühsam, wieder seine eigenen Tore und guten Aktionen anzuschauen, «aber man muss sich jeweils wieder in Erinnerung rufen, was man draufhaut. Wir sind alles Menschen mit Gefühlen.» Er sei froh, dass er im mentalen Bereich über Tools verfüge, die er anwenden könne. Und die er auch gerne an seine jüngeren Mitspieler weitergibt.

Mittlerweile ist es 15 Jahre her, seit Chris Baltisberger in der ersten Mannschaft der ZSC Lions debütiert hat. 15 Jahre, in denen er austeilt, aber auch viel einstecken muss, weil er dorthin geht, wo es wehtut. Macht das mit 34 noch immer genauso viel Spass wie mit 25? «Absolut, es macht mir extrem Spass», sagt das Playoff-Schlachtross nach seinem mittlerweile 143. Playoff-Match. Er blickt, wenn er darüber spricht, auf sein erstes Playoff-Spiel 2012 gegen Davos zurück: «Ich war damals so nervös, dass ich es nicht richtig geniessen konnte. Inzwischen ist diese Nervosität weg und ich geniesse es viel mehr, denn es ist ein Traum, den ich hier leben darf.»

Bald auf einer Stufe mit Seger?

Baltisberger glaubt, dass die Mannschaft nun reif sei fürs Break: «Wir wissen, dass wir einmal in Davos gewinnen müssen, und ich bin überzeugt davon, dass wir besser spielen werden als beim ersten Match.» Er selbst spielt aktuell um seinen bereits schon sechsten Meistertitel. Damit würde der WM-Silberheld von 2018 in Sphären eines Reto von Arx (49), Andres Ambühl (42) oder Mathias Seger (48), der grössten ZSC-Legende, emporsteigen.

«Sind froh um jedes Tor, egal von wem»
1:10
Rohrer über Sieg gegen HCD:«Sind froh um jedes Tor, egal von wem»
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Liebe Leserin, Lieber Leser
Der Kommentarbereich von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast. Noch kein Blick+-Abo? Finde unsere Angebote hier:
Hast du bereits ein Abo?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen