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HC Sierre
HC Sierre
Beendet
6:3
(2:0 | 2:2 | 2:1)
HC La Chaux-de-Fonds
HC La Chaux-de-Fonds
Vouillamoz 5', 24', 59'
Fuhrer 5'
Halbgewachs 39'
Asselin 43'
Scheidegger 30'
Loosli 33'
Kohler 54'

Wieder droht eine Auf-Abstiegs-Farce
Sierre setzt im ersten Finalspiel ein Statement

La Chaux-de-Fonds ist als einziges Team der Swiss League aufstiegsberechtigt. Im ersten Playoff-Finalspiel gegen Sierre sehen die Neuenburger aber kein Land und gehen mit 3:6 unter.
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Sierre gewinnt das erste Finalspiel in der Siwss League gegen La Chaux-de-Fonds 6:3.
Foto: keystone-sda.ch
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Die Spieler von La Chaux-de-Fonds kennen von den vielen Fahrten ins Wallis vermutlich mittlerweile jede Kurve dieser Strecke. Nach der harten Halbfinal-Serie gegen Visp, die die Neuenburger am Freitag in der Verlängerung des siebten Spiels mit 3:2 gewonnen haben, stehen sie 44 Stunden später in Sierre bereits wieder auf Walliser Eis. Diese Strapazen sind La Chaux-de-Fonds gegen einen Gegner, der nach dem 4:1-Sieg in seiner Halbfinal-Serie gegen Olten die Beine eine Woche lang hoch lagern konnte, anzusehen.

In der Anfangsphase hat es keinen Stich und sieht sich nach 24 Minuten bereits mit einem 0:3-Rückstand konfrontiert. Sierre macht die Räume eng, gewinnt die Zweikämpfe, wirkt deutlich spritziger. Derweil vermissen die Neuenburger ihren Stammgoalie Viktor Östlund, der ohne Angabe von Gründen im Aufgebot fehlt. An seiner Stelle steht Loic Perrin, die 21-jährige Leihgabe von Arosa zwischen den Pfosten. Er dürfte sich in den ersten 24 Minuten so gefühlt haben, als würde er noch immer beim Schlusslicht der Swiss League spielen.

Doch als Sierre anschliessend etwas übermütig wird und drei kleine Strafen hintereinander einsammelt, schüttelt sich La Chaux-de-Fonds mit mehr Puckzeit die Müdigkeit aus den Beinen, kommt auf 3:2 heran und drückt mit Vehemenz auf den Ausgleich. Es ist dann aber ChdF-Captain Toms Andersons, am Freitag in Visp noch der Held mit seinem Overtime-Treffer, der die starke Phase mit einer Strafe wieder beendet. Und während dieser sorgt Jayden Halbgewachs mit dem 4:2 wieder für eine beruhigende Differenz für die Unterwalliser. Als anschliessend auch der zweite Sierre-Kanadier Samuel Asselin trifft, ist die Partie gelaufen. Der Mann des Spiels ist am Ende Ex-Servette-Stürmer Mathieu Vouillamoz mit einem Hattrick.

Sierre hat gegen La Chaux-de-Fonds alle sechs Meisterschaftsspiele diese Saison gewonnen, musste aber im Cupfinal gegen den selben Gegner eine bittere Niederlage einstecken. Natürlich will der Quali-Sieger verhindern, dass die Neuenburger ihm erneut eine Trophäe vor der Nase wegschnappen. Diese müssen sich nach diesem 3:6 im ersten Finalspiel erst mal aufrappeln. Eine Rückkehr von Stammgoalie Östlund, der nächste Saison zu Biel wechselt, scheint zwingend, wollen sie gegen Sierre etwas ausrichten.

Ein Triumph von Sierre wäre ganz im Sinn von Ajoie. Die Jurassier liegen in den Playouts der National League gegen Ambri hoffnungslos mit 0:3 zurück. Doch da nur La Chaux-de-Fonds aufstiegsberechtigt ist (Sierres Grabenhalle entspricht dem Anforderungsprofil der National League nicht), käme der notorische Tabellenletzte der höchsten Schweizer Liga zum dritten Mal in fünf Jahren zu einem Gratis-Ligaerhalt. Im Sinn der Leistungskultur im Schweizer Eishockey kann diese erneut drohende Farce nicht sein.

Fans: 3648.
Tore: 5. Vouillamoz (Berthoud, Riat) 1:0. 5. Fuhrer (Asselin, Halbgewachs) 2:0. 24. Vouillamoz (Riat, Higgins) 3:0. 30. Scheidegger (Frossard, M. Loosli/PP) 3:1. 33. J. Loosli (Eugster, Grossniklaus) 3:2. 39. Halbgewachs (Fuhrer, A. Montandon) 4:2. 42. Asselin (Halbgewachs, Fuhrer) 5:2. 54. Kohler (Molin, Huguenin/PP) 5:3. 59. Vouillamoz 6:3 (ins leere Tor).

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