«Hoffentlich keine Pfiffe»
Wechsel war Stich ins Ambri-Herz – nun kehrt Zwerger mit Biel zurück

Viele Spieler bekommen es im Lauf ihrer Karriere mit ihrem Ex-Klub zu tun. Speziell ist das für jeden. Aber der erstmalige Auftritt von Dominic Zwerger als Gegner in Ambri ist nochmals eine ganz andere Kragenweite.
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Seit dieser Saison jubelt Dominic Zwerger im Dress des EHC Biel.
Foto: keystone-sda.ch
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Neun Jahre lang verkörperte Dominic Zwerger (30) mit seiner Spielweise und seinem Herzblut die Leidenschaft von Ambri. Der Österreicher mit Schweizer Lizenz war der Publikumsliebling – wie er nach Siegen als Vorklatscher mit der Fankurve den isländischen Wikinger-Schlachtruf orchestrierte, bleibt legendär. Der Wechsel auf diese Saison zu Biel war für viele Ambri-Fans ein Stich ins Herz.

«Klar waren viele enttäuscht, aber ich spürte auch Verständnis dafür, dass ich den nächsten Karriereschritt gehen wollte. Es war kein Entscheid gegen Ambri, sondern dafür, eine neue Herausforderung anzunehmen – wir sind im Guten auseinandergegangen», betont Zwerger.

«Ich habe keine Erwartungen»

Am Dienstag kehrt er nun erstmals als Gegner nach Ambri zurück. «Ich freue mich darauf, vor vielen Freunden und den Fans dort zu spielen und mich nach dem Spiel mit vielen bekannten Gesichtern zu unterhalten. Es wird enorm speziell für mich. Nichtsdestotrotz fahren wir dorthin, um drei Punkte zu holen», stellt Zwerger klar.

Ob ihm in der Leventina von den emotionalen Fans ein warmer oder kühler Empfang bereitet wird, weiss Zwerger nicht. «Ich habe keine Erwartungen, aber hoffentlich gibt es keine Pfiffe gegen mich», gesteht der Vorarlberger.

Froh über den Wechsel zu Biel

In Biel hat sich Zwerger mit seiner Familie gut eingelebt. «Wir fühlen uns sehr wohl. Ich bin froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe.» Daran ändert auch der harzige Saisonstart der Seeländer wenig: «Spielerisch waren wir nicht so schlecht, haben aber immer wieder Wege gefunden, Spiele zu verlieren statt zu gewinnen. Wir könnten mit mehr Punkten dastehen.»

Acht Punkte mehr als Biel hat Ambri als sensationeller Tabellenzweiter gesammelt. Wie stark sein langjähriger Klub auftritt, hat natürlich auch Zwerger mitbekommen. «Ich verfolge, was meine Freunde in Ambri machen, und es freut mich für sie. Sie können meinetwegen jedes Spiel gewinnen – ausser gegen uns», so Zwerger. Dass dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt wird, ist auch der primäre Grund für seine Dienstreise in die Leventina.

National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
15
29
39
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
15
3
27
3
SC Bern
SC Bern
14
6
25
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
15
14
24
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
16
-9
24
6
Lausanne HC
Lausanne HC
17
-1
24
7
SCL Tigers
SCL Tigers
16
3
23
8
HC Ajoie
HC Ajoie
16
-2
22
9
HC Davos
HC Davos
16
-8
21
10
EV Zug
EV Zug
10
9
19
11
HC Lugano
HC Lugano
15
-4
19
12
EHC Biel
EHC Biel
15
-3
19
13
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
16
-15
17
14
EHC Kloten
EHC Kloten
16
-22
15
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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