Zum Playoff-Out gegen Rappi
Vielleicht hat sich der HC Lugano jetzt vom Fluch befreit

Ausgeschieden gegen die Lakers. Serge Pelletier durfte trotzdem bis zum bitteren Ende bleiben. Ein wegweisender Entscheid.
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Dino Kessler

Vielleicht hat sich der HC Lugano im Frühling 2006 einen Fluch eingehandelt. Sie wissen schon: Karma und so weiter. Der Trainerwechsel während der Viertelfinal-Serie gegen den Kantonsrivalen Ambri hat wenige Wochen später für einen Meistertitel gesorgt. Den letzten bisher. Dieser Trainerwechsel hat aber auch die Gewohnheit geschaffen, sich in Zukunft bei jeder Bodenwelle dem gleichen Reflex hinzugeben. Das Resultat ist bekannt: In Lugano werden die Trainer gezählt, nicht mehr die Titel. Je nach Perspektive hat der Klub aus dem Südtessin seither zwischen 13 und 17 Übungsleiter beschäftigt, einige gleich mehrere Male.

Die Problematik hinter dieser Philosophie ist, dass den Profis damit eine Ausredenkultur ermöglicht wird, die sich im Mannschaftsgefüge unwillkürlich festsetzt. So lässt sich aber keine Philosophie entwickeln, die nachhaltig den Stil eines Sportklubs prägen kann. Die Verantwortung für die Leistungen muss bis zu einem bestimmten Punkt den Spielern überlassen werden, damit eine Leistungskultur erst möglich ist und auch durchgesetzt werden kann.

Der Trainer Serge Pelletier wird das Ausscheiden gegen die Lakers nicht überstehen, viel wichtiger ist aber, dass er die Saison zu Ende spielen durfte. Das war ein Signal: Erstmal müssen die Spieler selbst Verantwortung übernehmen, nur so kann sich dieses Bewusstsein langfristig im Kern der Mannschaft festsetzen.

Vielleicht hat sich der HC Lugano im Frühling 2021 von einem Fluch befreit.

Playoffs: So geht es jetzt weiter

Das Playoff-Programm ist wegen der anstehenden WM dicht und muss bis zum 14. Mai abgeschlossen sein. Zwei Tage nach dem Ende der Viertelfinals geht es bereits mit den Halbfinals losgehen. Also entweder am Sonntag oder am Dienstag. Sie müssen nun im Format Best-of-5 ausgetragen werden. Und wer trifft im Halbfinal auf wen? Das bestgesetzte Team trifft auf jenes, das am schlechtesten gesetzt ist. Dabei kommt die folgende Setzliste zum Einsatz: #1 Zug. #4 Lausanne. #5 ZSC Lions. #6 Servette. #7 SCRJ Lakers. #8 Bern. Die Lakers sind höher als der SCB eingestuft, obwohl sie in der Quali schlechter klassiert waren, weil sie die Position von Pre-Playoff-Gegner Biel geerbt haben.

Das Playoff-Programm ist wegen der anstehenden WM dicht und muss bis zum 14. Mai abgeschlossen sein. Zwei Tage nach dem Ende der Viertelfinals geht es bereits mit den Halbfinals losgehen. Also entweder am Sonntag oder am Dienstag. Sie müssen nun im Format Best-of-5 ausgetragen werden. Und wer trifft im Halbfinal auf wen? Das bestgesetzte Team trifft auf jenes, das am schlechtesten gesetzt ist. Dabei kommt die folgende Setzliste zum Einsatz: #1 Zug. #4 Lausanne. #5 ZSC Lions. #6 Servette. #7 SCRJ Lakers. #8 Bern. Die Lakers sind höher als der SCB eingestuft, obwohl sie in der Quali schlechter klassiert waren, weil sie die Position von Pre-Playoff-Gegner Biel geerbt haben.

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National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
46
61
102
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
47
42
88
3
HC Lugano
HC Lugano
46
34
81
4
ZSC Lions
ZSC Lions
46
27
80
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
46
3
77
6
Lausanne HC
Lausanne HC
46
21
76
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
46
-14
67
8
EV Zug
EV Zug
46
-16
67
9
SC Bern
SC Bern
46
-4
64
10
SCL Tigers
SCL Tigers
46
4
64
11
EHC Biel
EHC Biel
46
-22
59
12
EHC Kloten
EHC Kloten
46
-23
53
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
46
-44
52
14
HC Ajoie
HC Ajoie
47
-69
39
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