Diem versenkt die Scheibe unhaltbar im Eck
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Biel legt gegen Ambri vor:Diem versenkt die Scheibe unhaltbar im Eck

Zufriedenheit als Playoff-Bremse
Ambri braucht etwas schlechte Laune

Freude, Genugtuung und Stolz auf eine tolle Quali. Ambri hat sich das verdient. Doch gegen Biel bringt das die Tessiner nicht weiter.
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Die Ambri-Fans werden auch am Dienstag zu Hause in Feierlaune sein.
Foto: Keystone
Stephan Roth

Die Ambri-Fans übertrafen sich am Samstag in Biel selbst. Sie sangen vor dem Spiel, während der Partie, in den Pausen und auch nach der Schlusssirene, als die 1:3-Niederlage längst amtlich war. Wunderbar.

Und auch bei Spielern und Trainer Luca Cereda regierte danach nicht jene Mischung aus Ärger und Trotz, die man sich von Teams, die eben ein Playoff-Spiel verloren haben, gewohnt ist. Gentleman Cereda begrüsste und verabschiedete, wie gewohnt, jeden Journalisten per Handschlag und analysierte die Partie gelassen. «Es war sicher nicht unser bestes Spiel. Doch wir hatten auch gute Momente», räumte er ein.

Nichts scheint derzeit die gute Laune bei den Biancoblù, die sich nach einer sensationellen Saison erstmals seit 2014 für die Playoffs qualifiziert haben, trüben zu können.

Aggressivität und Leidensbereitschaft

Doch ganz ohne Druck antreten zu können, reicht nicht. Und Zufriedenheit und Glückseligkeit sind ein schlechter Nährboden, um in den Playoffs (im Fall von Ambri noch einmal) über sich hinauszuwachsen. Will Ambri nicht sang- und klanglos gegen die spielstarken Bieler ausscheiden, braucht es ein wenig schlechte Laune, Aggressivität, Boshaftigkeit und Leidensbereitschaft.

Cereda glaubt zwar nicht, dass die Spannung nach der Playoff-Qualifikation gewichen sei und streicht heraus, dass seine Squadra bis zum Schluss kämpfte. Und doch fordert er von seinen Spielern, dass sie nicht mehr darauf warten, dass die Zweikämpfe zu ihnen kommen, sondern dass sie sie selbst suchen.

Hiller gegen Ambri: 5 Spiele, 3 Gegentore

Ambri muss den Bielern auf die Zehen treten und sie aus dem Tritt bringen. Denn die Seeländer haben alle fünf Duelle in dieser Saison gegen die Tessiner gewonnen, konnten es sich am Samstag gar leisten, für die Galerie zu spielen. Goalie Jonas Hiller hat dabei nur drei (!) Gegentore kassiert.

«Wir müssen nicht nur Hiller unter Druck setzen», sagt Cereda. Dazu müssen die Leventiner die allgemeine Party-Stimmung beiseite schieben und jene Leidenschaft entwickeln, welche sie zur Überraschungs-Mannschaft der Quali machte.

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National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
41
50
87
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
42
40
79
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
43
10
76
4
HC Lugano
HC Lugano
42
30
75
5
ZSC Lions
ZSC Lions
42
24
73
6
Lausanne HC
Lausanne HC
44
20
73
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
42
-11
64
8
EV Zug
EV Zug
42
-14
61
9
SCL Tigers
SCL Tigers
43
4
60
10
SC Bern
SC Bern
42
-11
56
11
EHC Biel
EHC Biel
42
-21
52
12
EHC Kloten
EHC Kloten
42
-19
50
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
42
-42
46
14
HC Ajoie
HC Ajoie
43
-60
36
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