ZSC vergeigt ersten Meister-Puck daheim
«Auswärts ist es einfacher»

Meister an Sechseläuten – dieser Zürcher Traum ist in Rauch aufgegangen. Chris Baltisberger gibt sich cool und will nun am Mittwoch in Zug zum vierten Mal auswärts den Titel holen.
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ZSC-Stürmer Chris Baltisberger weiss, dass die ZSC Lions die letzten sechs Auswärtsspiele und die letzten drei Meistertitel auswärts gewonnen haben.
Foto: keystone-sda.ch
Stephan Roth und Nicole Vandenbrouck

Chris Baltisberger räumt nach der 1:4-Heimpleite gegen den EVZ ein, dass «es natürlich schön gewesen» wäre, daheim an Sechseläuten Meister zu werden. Doch der Zürcher Publikumsliebling, der beim Titel 2018 den Sechseläuten-Marsch blies, gibt sich betont cool. «Wir haben weiterhin eine gute Ausgangslage. Das sollte uns Kraft und positive Energie geben. Am Mittwoch haben wir eine weitere Chance. Wir müssen sicher mehr schiessen und etwas einfacher spielen.»

Jeder, der geglaubt habe, dass die Serie gegen Zug 4:0 ausgehen werde, sei «ein Neuling», findet der Stürmer aus dem Zürcher Limmattal und fügt an: «Auswärts ist es immer einfacher, zu spielen.» Die letzten sechs Partien in der Fremde haben die Lions gewonnen. Und die letzten drei Meistertitel haben sie nicht auf eigenem Eis geholt.

Der 30-Jährige konnte also auch noch nie daheim feiern. «Doch», sagt er schmunzelnd. «2008. Gegen Servette habe ich aber damals noch nicht gespielt.»

Baltisbergers These im Faktencheck

ZSC-Stürmer Chris Baltisberger behauptet, dass es auswärts einfacher sei, den Titel einzufahren. Was ist dran an dieser Behauptung?

Die Statistik in diesem Jahrtausend widerlegt die These des dreifachen (Auswärts-)Meisters zumindest nicht. Die Bilanz bei den Meister-Pucks auf eigenem Eis lautet: 10 verwandelt, 12 vergeben. Und auswärts: 11 verwandelt, 10 vergeben.

Bei den letzten 21 Playoff-Entscheidungen wurden 11 Titel auswärts und 10 daheim gefeiert.

Trotz mehreren Meisterpucks haben seit 2000 nur zwei Teams den Titel verpasst: Bern 2012 und Lugano 2001. Jeweils gegen die Lions.

ZSC-Stürmer Chris Baltisberger behauptet, dass es auswärts einfacher sei, den Titel einzufahren. Was ist dran an dieser Behauptung?

Die Statistik in diesem Jahrtausend widerlegt die These des dreifachen (Auswärts-)Meisters zumindest nicht. Die Bilanz bei den Meister-Pucks auf eigenem Eis lautet: 10 verwandelt, 12 vergeben. Und auswärts: 11 verwandelt, 10 vergeben.

Bei den letzten 21 Playoff-Entscheidungen wurden 11 Titel auswärts und 10 daheim gefeiert.

Trotz mehreren Meisterpucks haben seit 2000 nur zwei Teams den Titel verpasst: Bern 2012 und Lugano 2001. Jeweils gegen die Lions.

Erstmals auf dem Eis stand er dann bei der grossen Wende von Bern 2012, als Coach Bob Hartley flunkerte, er habe schon die Medaillen gesehen. 2014 feierte der ZSC dann in Kloten und 2018 nach zwei verpassten Meister-Pucks in der Finalissima in Lugano.

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Davon, dass das Glück sich nun auf die Zuger Seite gewendet hat, will Baltisberger nichts wissen. «Man sagt, im Sport gibt es kein Glück. Man muss sich alles erarbeiten. Es ist ganz einfach: Wenn wir unser Spiel spielen, gewinnen wir den Match.» Drei Chancen dazu haben die Lions, die in der Serie 3:1 führen, noch.

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National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
49
63
108
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
49
45
94
3
ZSC Lions
ZSC Lions
49
28
85
4
HC Lugano
HC Lugano
49
31
85
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
49
2
82
6
Lausanne HC
Lausanne HC
49
22
81
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
49
-11
73
8
EV Zug
EV Zug
49
-14
73
9
SC Bern
SC Bern
49
-7
66
10
EHC Biel
EHC Biel
49
-21
64
11
SCL Tigers
SCL Tigers
49
0
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
49
-18
61
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
49
-49
54
14
HC Ajoie
HC Ajoie
49
-71
39
Playoffs
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