Er findet keine «Tanzpartner»
ZSC-Topskorer Grant vermisst die Schlägereien

Tore statt Defensivarbeit: Derek Grant gefällt seine Rolle als ZSC-Topskorer. Der langjährige NHL-Spieler vermisst in der Schweiz einzig die Härte Nordamerikas.
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Derek Grant glänzt bei den ZSC Lions als Skorer.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
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Christian MüllerRedaktor Sport

35 Skorerpunkte in 38 Spielen – Derek Grant (34) gehört auch in seiner zweiten Saison zu den Erfolgsgaranten bei den ZSC Lions. Dabei war der Kanadier vor seinem Wechsel in die Schweiz eher für seine defensiven Qualitäten bekannt.

In der NHL, wo er über 400 Spiele absolvierte, konnte Grant in keiner Saison die Marke von 30 Skorerpunkten knacken. Beim ZSC bekommt er offensiv mehr Freiheiten, was ihm offenbar gefällt. «Jeder liebt es, Tore zu schiessen», sagt der ZSC-Topskorer. Im November ist Grant erstmals Papa geworden. Er und Ehefrau Alexa fühlen sich in der Schweiz so wohl, dass sie mindestens bis 2026 blieben wollen. Den Vertrag mit den Lions hat Grant letzte Woche verlängert.

Vermissen tut der 95-Kilo-Mann nur etwas, wie er dem «Tages-Anzeiger» verrät: die Schlägereien auf dem Eis. In Nordamerika packte er öfters mal die Fäuste aus. In der Schweiz gehört er mit 16 Strafminuten in dieser Saison nicht gerade zu den Raubeinen der Liga.

Woran liegts? «Es ist schwierig, hier einen Tanzpartner zu finden», sagt Grant. Sprich: Schlägereien stehen auf Schweizer Eis nicht auf der Tagesordnung. Ganz im Gegensatz zur NHL, wo praktisch jedes Team einen Kaderplatz für einen bösen Buben reserviert und ein Faustkampf in der Regel nur mit einer Fünf-Minuten-Strafe und nicht mit einem Spielausschluss bestraft wird.

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Aber aufgepasst: Provozieren sollte man Grant nicht, wie ZSC-Sportchef Sven Leuenberger verrät: «Auf dem Eis kann er schon grantig werden, wenn es ihm nicht passt.» In der Zwischenzeit lässt Grant lieber Tore statt Fäuste sprechen.

National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
7
15
21
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
8
1
13
3
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
7
-2
11
4
HC Ajoie
HC Ajoie
7
2
11
5
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
7
3
11
6
EV Zug
EV Zug
5
9
10
7
HC Davos
HC Davos
7
-1
10
8
SCL Tigers
SCL Tigers
7
-3
9
9
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
7
-6
9
10
Lausanne HC
Lausanne HC
7
-6
8
11
SC Bern
SC Bern
5
0
7
12
EHC Biel
EHC Biel
6
1
7
13
EHC Kloten
EHC Kloten
7
-11
6
14
HC Lugano
HC Lugano
5
-2
5
Playoffs
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