Beide Teams sind zunächst bemüht, Ordnung vor dem eigenen Tor zu halten. Bei Lausanne kehrt dafür mit Haudegen Aurélien Marti nach überstandener Verletzungspause mehr Wasserverdrängung in die Verteidigung zurück. Diese können die Waadtländer gut gebrauchen, sie haben zwar die beiden letzten Spiele gewonnen, aber in diesen auch neun Gegentore kassiert.
Es ist dann jedoch Aurélien Martis Namensvetter beim ZSC, Christian Marti, der als Erster Unruhe stiftet, indem sich der Defensivverteidiger vors Tor schleicht und zum 1:0 trifft. Danach kugelt er sich vor Lachen, denn es ist bereits Martis zweites Saisontor. Mehr als zwei hat er erst einmal erzielt – in der Saison 2013/14 mit vier Treffern, als der Nati-Verteidiger noch für Servette spielte. Lange ist es her.
ZSC-Knak mit umstrittenem Treffer
Baragano kann aber für Lausanne in Überzahl ausgleichen. Dieses Mal lenkt Christian Marti zusammen mit Goalie Hrubec dessen Kracher noch unglücklich ab. Aber als dann der andere Marti (Aurélien) auf der Strafbank sitzt, schlägt der ZSC wieder zu. Knak gelingt im achten ZSC-Spiel sein siebtes Tor. Es ist ein umstrittener Ablenker-Treffer weil Knak Goalie Pasche massiv bedrängt und diesen funktionsunfähig macht. Aber es ist trotzdem ein reguläres Tor, weil es Lausannes Heldner war, der Knak zuvor in Pasche befördert hatte.
Doch der erstaunliche Rüegsegger, der bereits zum dritten Mal in dieser Saison trifft, kann für Lausanne erneut ausgleichen. Wollen die Waadtländer tatsächlich die Ersten sein, die den ZSC in der Saison 2026/27 bezwingen? Cagiulla hat in der 58. Minute den Matchpuck auf dem Stock, scheitert aber an Hrubec. Es geht in die Verlängerung. Und dort sorgt Kukan nach dem ersten Punktverlust des ZSC dafür, dass die Ungeschlagenheit gewahrt werden kann. Der achte Sieg im achten Spiel ist doch noch Tatsache.
Dass es ausgerechnet Lausanne ist, das dem ZSC als erstes Team einen Punk abknöpft, ist nicht als Zufall zu werten. LHC-Trainer Geoff Ward und ZSC-Dompteur Claude Julien sind beste Freunde, arbeiteten zehn Jahre Seite an Seite und führten Boston 2011 zum Stanley-Cup-Triumph. Wenn es jemanden gibt, der die Spielidee von Julien kennt, dann ist das Ward.
Fans: 10 556.
Tore: 22. C. Marti (Andrighetto, Malgin) 1:0. 28. Baragano (Fuchs/PP) 1:1. 30. Knak (Malgin, Andrighetto/PP) 2:1. 44. Rüegsegger (Lazar) 2:2. 65. Kukan (Strömwall, Malgin) 3:2.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 8 | 16 | 23 | |
2 | SCL Tigers | 9 | 5 | 15 | |
3 | Genève-Servette HC | 9 | 2 | 15 | |
4 | HC Ambri-Piotta | 9 | -5 | 14 | |
5 | HC Fribourg-Gottéron | 9 | 5 | 14 | |
6 | HC Davos | 9 | 0 | 13 | |
7 | Lausanne HC | 9 | -4 | 12 | |
8 | HC Ajoie | 8 | 0 | 11 | |
9 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 9 | -8 | 11 | |
10 | EV Zug | 5 | 9 | 10 | |
11 | EHC Biel | 8 | -1 | 10 | |
12 | SC Bern | 7 | -2 | 9 | |
13 | HC Lugano | 6 | 1 | 8 | |
14 | EHC Kloten | 9 | -18 | 6 |