Verlieren die denn nie mehr?
Auch der Meister scheitert – ZSC mit alleinigem Rekord

Auch Meister Fribourg kann die ZSC Lions nicht stoppen. Mit dem zehnten Sieg im zehnten Spiel schnappen diese sich den alleinigen Startrekord.
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Alleiniger Rekord: Der ZSC gewinnt auch sein zehntes Spiel der neuen Saison.
Foto: Patrick Straub/freshfocus
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Zuvor haben es neun andere versucht: Von Bern über Genf bis zu Lugano sind aber alle beim Unterfangen gescheitert, den ZSC Lions die erste Saisonniederlage beizubringen. Auch dem amtierenden Meister ergeht es nicht besser – ein ersatzgeschwächtes Fribourg (es fehlen vier Stürmer verletzt, neuerdings auch Sörensen und Walser) muss sich dem souveränen Tabellenführer genauso beugen und verliert in einem wilden Spiel knapp mit 4:5 nach Verlängerung.

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Damit übernimmt das Ligamonster mit dem zehnten Sieg im zehnten Spiel den alleinigen Startrekord. Was für die Zürcher neben dieser Ehre noch einen anderen angenehmen Nebeneffekt mit sich bringt: Die bisherigen Rekordhalter Davos (letzte Saison) und Servette (2022) wurden trotz ihren neun Startsiegen anschliessend nicht Meister. Dieses schlechte Omen schiebt der ZSC kurzerhand beiseite, indem er in eine andere, zweistellige Sphäre eindringt.

ZSC erinnert an den FC Bayern

Die Lions legen eine Souveränität an den Tag, die an den deutschen Serienmeister FC Bayern München im Fussball erinnert. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass sich die Bayern ihr Punktekonto jeweils für den ungefährdeten Sturm zum nächsten Meistertitel füllen, während die Zürcher sich lediglich die beste Ausgangslage für die Playoffs im kommenden Frühling erspielen können.

Allmählich stellt sich schon die Frage, wer diese ZSC Lions überhaupt schlagen soll. Als Nächstes steht für sie ein Heimspiel gegen die SCRJ Lakers auf dem Programm, anschliessend wartet zweimal der sich in einem Wellental befindende HC Davos, mit dem die Zürcher nach ihrem Ausscheiden in den letzten Playoff-Halbfinals ohnehin noch eine Rechnung offen haben.

Gottéron, bei dem Théo Zosso (19) zu seinem NL-Debüt kommt, wehrt sich tapfer und kann bis zum Schluss darauf hoffen, den Zürchern einen Streich zu spielen. Die defensive Ordnung und Disziplin war beim ZSC auch schon besser. Und so muss er zum dritten Mal in Folge in die Verlängerung. Dass es trotzdem zum Rekord kommt, haben die Zürcher dem Pech von Fribourgs Anthony Richard zu verdanken, der von Juho Lammikko angeschossen wird und ein Eigentor produziert.

Fans: 11'644 Fans.

Tore: 3. Marchon (Taibel) 0:1. 4. Frödén (Berni, Balcers) 1:1. 14. Bader (Gruber) 2:1. 21. Richard (Kapla, Borgström/PP) 2:2. 34. Frödén (Kukan, Balcers) 3:2. 30. Bertschy (Taibel, Waeber/SH) 3:3. 31. Baltisberger (Lehtonen, Lammikko/PP) 4:3. 60. Hedlund (Rathgeb, Borgström/ohne Goalie) 4:4. 65. Lammikko 5:4.

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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
10
18
27
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
11
4
21
3
SCL Tigers
SCL Tigers
11
7
19
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
11
9
18
5
HC Ajoie
HC Ajoie
11
-3
16
6
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
10
-6
15
7
HC Lugano
HC Lugano
10
3
15
8
Lausanne HC
Lausanne HC
11
-4
15
9
SC Bern
SC Bern
9
1
14
10
HC Davos
HC Davos
11
-4
13
11
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
11
-14
11
12
EV Zug
EV Zug
6
8
10
13
EHC Biel
EHC Biel
10
-4
10
14
EHC Kloten
EHC Kloten
10
-15
9
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