Zuvor haben es neun andere versucht: Von Bern über Genf bis zu Lugano sind aber alle beim Unterfangen gescheitert, den ZSC Lions die erste Saisonniederlage beizubringen. Auch dem amtierenden Meister ergeht es nicht besser – ein ersatzgeschwächtes Fribourg (es fehlen vier Stürmer verletzt, neuerdings auch Sörensen und Walser) muss sich dem souveränen Tabellenführer genauso beugen und verliert in einem wilden Spiel knapp mit 4:5 nach Verlängerung.
Damit übernimmt das Ligamonster mit dem zehnten Sieg im zehnten Spiel den alleinigen Startrekord. Was für die Zürcher neben dieser Ehre noch einen anderen angenehmen Nebeneffekt mit sich bringt: Die bisherigen Rekordhalter Davos (letzte Saison) und Servette (2022) wurden trotz ihren neun Startsiegen anschliessend nicht Meister. Dieses schlechte Omen schiebt der ZSC kurzerhand beiseite, indem er in eine andere, zweistellige Sphäre eindringt.
ZSC erinnert an den FC Bayern
Die Lions legen eine Souveränität an den Tag, die an den deutschen Serienmeister FC Bayern München im Fussball erinnert. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass sich die Bayern ihr Punktekonto jeweils für den ungefährdeten Sturm zum nächsten Meistertitel füllen, während die Zürcher sich lediglich die beste Ausgangslage für die Playoffs im kommenden Frühling erspielen können.
Allmählich stellt sich schon die Frage, wer diese ZSC Lions überhaupt schlagen soll. Als Nächstes steht für sie ein Heimspiel gegen die SCRJ Lakers auf dem Programm, anschliessend wartet zweimal der sich in einem Wellental befindende HC Davos, mit dem die Zürcher nach ihrem Ausscheiden in den letzten Playoff-Halbfinals ohnehin noch eine Rechnung offen haben.
Gottéron, bei dem Théo Zosso (19) zu seinem NL-Debüt kommt, wehrt sich tapfer und kann bis zum Schluss darauf hoffen, den Zürchern einen Streich zu spielen. Die defensive Ordnung und Disziplin war beim ZSC auch schon besser. Und so muss er zum dritten Mal in Folge in die Verlängerung. Dass es trotzdem zum Rekord kommt, haben die Zürcher dem Pech von Fribourgs Anthony Richard zu verdanken, der von Juho Lammikko angeschossen wird und ein Eigentor produziert.
Fans: 11'644 Fans.
Tore: 3. Marchon (Taibel) 0:1. 4. Frödén (Berni, Balcers) 1:1. 14. Bader (Gruber) 2:1. 21. Richard (Kapla, Borgström/PP) 2:2. 34. Frödén (Kukan, Balcers) 3:2. 30. Bertschy (Taibel, Waeber/SH) 3:3. 31. Baltisberger (Lehtonen, Lammikko/PP) 4:3. 60. Hedlund (Rathgeb, Borgström/ohne Goalie) 4:4. 65. Lammikko 5:4.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 10 | 18 | 27 | |
2 | Genève-Servette HC | 11 | 4 | 21 | |
3 | SCL Tigers | 11 | 7 | 19 | |
4 | HC Fribourg-Gottéron | 11 | 9 | 18 | |
5 | HC Ajoie | 11 | -3 | 16 | |
6 | HC Ambri-Piotta | 10 | -6 | 15 | |
7 | HC Lugano | 10 | 3 | 15 | |
8 | Lausanne HC | 11 | -4 | 15 | |
9 | SC Bern | 9 | 1 | 14 | |
10 | HC Davos | 11 | -4 | 13 | |
11 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 11 | -14 | 11 | |
12 | EV Zug | 6 | 8 | 10 | |
13 | EHC Biel | 10 | -4 | 10 | |
14 | EHC Kloten | 10 | -15 | 9 |