Es beginnt mit Schlitzohr-Tor und endet im Schaulaufen
Die ZSC Lions machen wieder richtig Ernst

War da mal eine Krise? Die ZSC Lions schicken die SCRJ Lakers mit einer 7:0-Packung nach Hause und zeigen plötzlich wieder alles, was sie in ihren beiden Meisterjahren ausgezeichnet hat.
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Die ZSC Lions setzen gegen die Lakers zur Tor-Gala an.
Foto: keystone-sda.ch
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Ein 4:1-Derbysieg gegen Kloten. Und die öffentlichen Bekenntnisse von Captain Patrick Geering und Leitwolf Sven Andrighetto, dass Marco Bayer der richtige Trainer ist. Es war ein Balsam-Wochenende für die ZSC Lions nach zuvor acht Niederlagen in Folge und der dadurch entstandenen (Trainer-)Aufregung. Doch wie viel dieser positiven Schwingungen lassen sich in die neue Woche übertragen?

Ziemlich viele, nimmt man die Folgepartie gegen die SCRJ Lakers als Massstab. Denn der Meister spielt wieder ZSC-Hockey und lässt dem Gegner kaum Luft zum Atmen. Die Zweikampfstärke, das Selbstverständnis, der Spielwitz und auch die Schlitzohrigkeit ist zurück. Diese zeigt sich bereits beim 1:0, als Yannick Weber Rappi-Goalie Melvin Nyffeler mit einem Abschluss von hinter dessen Tor zum Eigentor zwingt.

So richtig vorgeführt werden die Lakers dann beim 3:0 und 4:0. Namentlich in der Person von Verteidiger Igor Jelovac. Dieser lässt sich beim 3:0 vom ehemaligen Rappi-Stürmer Pontus Aberg wie eine morsche Slalomstange umkurven und anschliessend greift auch noch Nyffeler daneben. Vor dem 4:0 lässt sich Jelovac dann in ungünstiger Position von Willy Riedi niederwalzen, der dann gleich selbst eiskalt trifft.

Und so beginnt bereits nach 24 Minuten das Schaulaufen, welchem Denis Malgin und Jesper Frödén mit einer herrlichen Doppelkombination beim 5:0 die Krone aufsetzen. Womit dann auch der Arbeitstag von Nyffeler vorzeitig beendet ist. Es ist kaum zu glauben, dass da die gleiche Mannschaft am Werk ist, die bis am letzten Samstag noch in einer heftigen Krise steckte.

Derweil sind die SCRJ Lakers, das Überraschungsteam der bisherigen Saison, definitiv entzaubert. Diese heftige 0:7-Abfuhr beim Meister ist für sie bereits die vierte Niederlage in Folge, die Unbeschwertheit der Mannen aus dem Kinderzoo-Städtchen ist verflogen. Dies zeigt sich auch bei der besten Torchance der Lakers, als die Partie noch nicht entschieden ist. Victor Rask schafft es bei seinem Abschluss tatsächlich, dass der Puck sauber die ganze Torlinie abfährt, aber diese nicht überquert.

Screenshot doppelter Pfosten.jpg
0:18
Kuriose Szene in Altstetten:Rask trifft zweimal den Pfosten statt das Tor

Doch viel schlimmer ist, wie dilettantisch sich die Rapperswiler in der Defensive anstellen. Stellen sie dies nicht sofort ab, ist der tiefe Fall in der Tabelle vorprogrammiert.

Fans: 10'949.
Tore: 7. Weber (Frödén/Eigentor Nyffeler) 1:0. 14. Baltisberger (Lehtonen/PP) 2:0. 23. Aberg (Bader) 3:0. 25. Riedi 4:0. 31. Malgin (Frödén) 5:0. 39. Segafredo (Baechler) 6:0. 55. Andrighetto (Trutmann, Malgin) 7:0.

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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
7
15
21
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
8
1
13
3
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
7
-2
11
4
HC Ajoie
HC Ajoie
7
2
11
5
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
7
3
11
6
EV Zug
EV Zug
5
9
10
7
HC Davos
HC Davos
7
-1
10
8
SCL Tigers
SCL Tigers
7
-3
9
9
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
7
-6
9
10
Lausanne HC
Lausanne HC
7
-6
8
11
SC Bern
SC Bern
5
0
7
12
EHC Biel
EHC Biel
6
1
7
13
EHC Kloten
EHC Kloten
7
-11
6
14
HC Lugano
HC Lugano
5
-2
5
Playoffs
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