Wohlwends Nachfolger
Sind die Würfel bei der HCD-Trainersuche schon gefallen?

Im Landwassertal ist die Suche nach Christian Wohlwends Nachfolger auf der Zielgeraden. Wer angelt sich den begehrten Chefposten?
Publiziert: 13.02.2023 um 21:43 Uhr
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Aktualisiert: 13.02.2023 um 22:11 Uhr
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Kommt Josh Holden nach Lehrjahren beim EVZ jetzt in Davos zum Handkuss?

Während die Assistenten Waltteri Immonen und Glen Metropolit den HCD auf einem (fast) sicheren Top-6-Platz etabliert haben, steuert die Suche nach einem Nachfolger für den gefeuerten Christian Wohlwend auf die entscheidende Phase zu. Der Trainerfindungs-Prozess ist aber (zumindest offiziell) noch ein Nebenschauplatz, sagt Sportchef Jan Alston kühl: «Der Fokus liegt noch auf der laufenden Saison, aufgrund der spannenden Lage wähnt man sich schon in den Playoffs, und wir möchten uns nicht ablenken lassen.»

Ein Schelm, wer dabei denkt, dass die Würfel vielleicht schon gefallen sind.

Informationen zu einzelnen Kandidaten lässt sich Alston gemäss den branchenüblichen Reflexen nicht entlocken – immerhin ist aber schon klar: Die verbliebenen Aspiranten können an einer Hand abgezählt werden.

Holden – auch in Salzburg ein gefragter Mann

Hoch gehandelt wird Josh Holden (45), der nach Lehrjahren beim EVZ mehr Verantwortung übernehmen will. Der Kanadier hat zwei Meistertitel im Palmarès stehen und geniesst bereits jetzt einen ausgezeichneten Ruf. Sein Lehrmeister Dan Tangnes: «Josh macht seit fünf Jahren einen guten Job und er ist als Trainer sehr gereift.» Holden ist auch im benachbarten Ausland gefragt: Bei Red Bull Salzburg steht er ebenfalls weit oben auf der Wunschliste.

Die Finnen glauben: Es wird ein Finne

Glaubt man Stimmen aus dem Land des Weltmeisters, wird der nächste HCD-Trainer allerdings aus Finnland kommen. Nur ist man sich selbst nicht einig, wer es denn sein darf. Erfolgscoach Jussi Tapola (48) von Tappara Tampere bringt das Rüstzeug für jede Aufgabe mit, egal in welcher Liga. Ein Insider aus Finnland: «Tapola holt das Beste aus den Spielern raus, aber er verlangt auch sehr viel. Das müsste wohl ein Prozess sein, bei dem man sich zu Beginn etwas in Geduld üben muss.»

Ein Kandidat aus Schweden muss sein

Geradezu euphorisch werden die Stimmen, wenn der Name Tommi Niemelä (39) fällt. Der Coach der Lahti Pelicans arbeitet mit modernsten Methoden und verfügt über viel Sozialkompetenz. In Lahti erreicht Niemelä mit einem Low-Budget-Team erstaunlich viel, dazu spricht er fliessend Deutsch und Englisch. Ein Mann mit Querverbindungen: In Lausanne war Niemelä Assistent von Ville Peltonen – unter Sportchef Jan Alston.

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Sagt man Finnland, muss man wohl auch Schweden sagen: «Tre Kronor» schickt Niklas Eriksson (53, Örebro) ins Rennen um den begehrten Chefposten im Landwassertal.

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