Der Grogg-Blog
Ist ein Corona-Titel weniger wert?

Der ehemalige Eishockey-Profi Stefan Grogg lebt mit der degenerativen Nervenkrankheit ALS. Er schreibt im Rhythmus von drei Wochen Kolumnen für SonntagsBlick.
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Titelgewinn ohne Zuschauer – leichter oder schwieriger als unter normalen Umständen? Oder schlicht das Gleiche?
Foto: Sven Thomann
Stefan Grogg
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Aufgrund seiner Erkrankung bewegt Stefan Grogg den Cursor auf seinem Bildschirm mit den Augen.
Foto: Pius Koller

Berufssportler wird niemand über Nacht. Dieser Status – entsprechendes Prestige inklusive – fällt einem gewiss nicht einfach so in den Schoss. Der weit über ein Jahrzehnt sowie manch tausend Trainingsstunden dauernde Weg an die Spitze ist kein einfacher. Und dazu noch meist ruhmlos. Nachwuchs-Spiele etwa, denen höchstens ein paar Nasen der eingefleischtesten Familienangehörigen beiwohnen, sind Gang und Gäbe.

Im letzten Frühjahr wurden auf einmal stänkernde Stimmen laut, wonach der neue Meister ja eh nur auf ewig mit dem abwertenden Label eines Corona-Meisters gebrandmarkt sei. Obschon diese Kritik grösstenteils neidischen und missgünstigen Ursprungs war, stellt sich schon auch berechtigterweise die Frage: Ist ein Playoff-Erfolg ohne den Druck des Publikums im Stadion weniger wert? Ein spannender Punkt, zumal uns eventuell bald wieder Geisterspiele blühen.

Krueger sprach von Heimnachteil

Anlässlich der letzten Heim-WM sprach der damalige Naticoach Ralph Krüger im weiteren Sinn dieser Thematik mal von einem Heimnachteil. Dafür wurde er vielerorts heftig in die Pfanne gehauen. Dennoch: Am Erwartungsdruck ist schon so manches Team elendiglich zerbrochen. Umgekehrt ist aber auch der jüngste CH-Meistertitel ohne Fans im Stadion nicht minder wertzuschätzen.

Denn in praktischer Trainingsspiel-Atmosphäre die allerbeste Leistung abzuliefern, ist gleichermassen eine Meisterleistung, wie vor vollen Rängen. Die Kunst ist es, unter keinem Umstand den Fokus zu verlieren. Sich «In der Zone» zu halten, wie es im Jargon heisst. Egal welche Art Nebengeräusche, seien es laute oder leise. Wer sie am effektivsten ausblenden kann, hat auch heuer beste Aussichten auf Meisterehren.

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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
7
15
21
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
7
2
12
3
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
7
-2
11
4
HC Ajoie
HC Ajoie
7
2
11
5
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
7
3
11
6
EV Zug
EV Zug
5
9
10
7
HC Davos
HC Davos
7
-1
10
8
SCL Tigers
SCL Tigers
7
-3
9
9
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
7
-6
9
10
SC Bern
SC Bern
5
0
7
11
EHC Biel
EHC Biel
6
1
7
12
Lausanne HC
Lausanne HC
6
-7
6
13
EHC Kloten
EHC Kloten
7
-11
6
14
HC Lugano
HC Lugano
5
-2
5
Playoffs
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