So sieht Freund und Columbus-Teamkollege Merzlikins Hofmanns NHL-Abgang
«Habe noch nie jemanden gesehen, der so schnell aufgibt»

Die Gedanken von Ex-Lugano- und Columbus-Torhüter Elvis Merzlikins zu Grégory Hofmanns Entscheid für seine Familie sind voller Verständnis. Das Sportliche betrachtet er aber auch mit Enttäuschung und Wut.
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Der Ex-Lugano-Keeper Elvis Merzlikins spielt seit 2019 für die Columbus Blue Jackets und war Grégory Hofmanns erste Ansprechperson, als er rüberkam.
Foto: AFP
Nicole Vandenbrouck

Grégory Hofmann (29) steht am Dienstagabend auf dem Eis. Nicht mit den Blue Jackets gegen die Devils. Sondern mit Zug gegen Biel. Er hat der NHL den Rücken gekehrt – weil er seiner jungen Familie das Herz geöffnet hat.

Bei den Blue Jackets, für die der Romand 24 Partien absolvierte, versucht man derweil, den Abgang des Stürmers einzuordnen. Goalie Elvis Merzlikins, der Hofmann aus gemeinsamen Zeiten bei Lugano kennt, tut dies im «The Athletic». Und: Der 27-jährige Lette mit Schweizer Lizenz bringt nicht nur Verständnis auf.

«Ich weiss, dass er versteht, dass er die Tür zu seinem Traum selbst geschlossen hat. Dazu, wofür er sich sein ganzes Leben lang den Arsch aufgerissen hat», sagt Merzlikins. Der Torhüter beschreibt, dass das Team nach Hofmanns Abgang mit gemischten Gefühlen zurückgelassen worden sei – Wut war auch dabei. Und: Eine gewisse Enttäuschung ist beim Klub auch da. Jedoch nicht darüber, dass sich Hofmann für seine Familie entschieden hat. Sondern, dass er überhaupt gezwungen war, diesen Entscheid zu fällen.

Das Team, so Merzlikins, sei auch eine Familie der Spieler. «Trotzdem trifft jeder seine eigenen Entscheidungen, oder? Da gibt es verschiedene Meinungen, klar. Ich habe noch nie jemanden gesehen, der so schnell aufgibt. Aber auch hier gibt es einen familiären Grund, den wir nicht nur verstehen.» Frau Jessica hat ihrem Schatz ein Mädchen geschenkt.

Columbus wollte Olympia-Traum nicht zerstören

Selbst für Merzlikins gab es keine Anzeichen dafür, dass Hofmann nicht nach Columbus zurückkehrt. «Er sagte mir, er würde nach der Geburt des Babys zurückkommen. Daher war ich überrascht, das zu hören.» Auch das Team sei nicht erfreut gewesen. «Wir liebten unseren Teamkollegen, der sich nicht durchkämpfen und mit uns spielen wollte. Er hat uns einfach verlassen. Aber das ist die sportliche Seite. Trotz alledem ist er immer noch mein Freund.»

Der NHL-Traum ist für Hofmann vorbei – einen weiteren wollten ihm die Blue Jackets aber nicht nehmen. Sie überlegten, den Stürmer einfach an den EVZ auszuleihen, statt den Vertrag aufzulösen. Der Haken dabei: Noch beim NHL-Klub unter Vertrag, wäre Hofmann dann für die Schweiz bei Olympia nicht spielberechtigt gewesen.

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Mannschaft
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TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
39
49
84
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
39
30
71
3
Lausanne HC
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39
26
68
4
Genève-Servette HC
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39
5
67
5
HC Lugano
HC Lugano
38
26
66
6
ZSC Lions
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37
19
61
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
38
-7
61
8
EV Zug
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37
-8
57
9
SCL Tigers
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38
2
51
10
EHC Biel
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38
-15
49
11
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-12
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12
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37
-17
46
13
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-37
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