Rodrigo Abols (30), der Name klingt fantastisch. Wie kommt ein Lette zu einem spanischen Vornamen? Die Frage höre er nicht zum ersten Mal, sagt der Stürmer, der gleich für drei Jahre beim SC Bern unterschrieben hat. «Ich glaube, meine Mutter widmete den Namen einem Freund meines Vaters, als sie schwanger war», sagt der 30-Jährige. Seine Mutter Daiga und sein Vater Artis, der selbst Hockey spielte und jetzt Trainer von Zemgale und der lettischen U20-Nati ist, hätten sich inspirieren lassen.
«Wegen meines Namens gab es immer wieder mal ein Durcheinander», erzählt der 1,93-Meter-Mann. Dann spricht Rodrigo also kein Spanisch? «Nein, nur ‹que pasa?› oder ‹no hablo español›, das ist alles.»
Abols hat nicht nur einen aussergewöhnlichen Vornamen, sondern auch ungeahnte Qualitäten als Fussballer. Auf den sozialen Netzwerken lässt sich ein grossartiges Volley-Tor bewundern, das er vor zwei Jahren bei einem Promi-Turnier erzielte und der lettische Eishockey-Verband mit den Worten kommentierte: «Ein lettischer Ronaldo?» Abols: «Das war wahrscheinlich mein bisher bester Schuss.» Hat er in seiner Jugend Fussball gespielt? «Nein, lediglich ab und zu im Hinterhof mit Freunden.»
Schwere Verletzung in der NHL
Auch wenn er im Fussball ein Naturtalent zu sein scheint, lässt sich auch seine Eishockey-Karriere sehen. Der Center spielte in nordamerikanischen Junioren-Ligen bei Portland und Acadie-Bathurst, zwischenzeitlich in der AHL, sechs Jahre in Schweden bei Örebro und Rögle und holte mit Lettland bei der Heim-WM 2023 Bronze, ehe er letzte Saison sein Glück bei den Philadelphia Flyers versuchte. In der NHL spielte er 42 Spiele und buchte zehn Skorerpunkte. Doch im Januar zog er sich im Spiel gegen die New York Rangers einen Wadenbeinbruch und eine Knöchelverletzung zu.
Nach fast neun Monaten Leidenszeit sei es «etwas ganz Besonderes», dass er am Freitag bereits im zweiten Pflichtspiel mit dem SCB gegen Davos (5:2) ein Tor schiessen konnte. «Es war eine schwere Verletzung. Bern hat mich grossartig unterstützt – mit einem guten Trainingsplan und einem Rehabilitationsprogramm. Und ich habe das Gefühl, dass es von Woche zu Woche bessergeht», sagt Abols. «Es ist eine neue Liga, ich lerne gerade erst, wie die Dinge hier laufen. Ohne TV-Timeouts ist es anders.»
Der Hüne, der gleich für drei Jahre beim SCB unterschrieben hat, gilt als Arbeiter, auf den auch defensiv Verlass ist. Doch in der Vergangenheit hat er – zum Beispiel mit erfolgreichen Schüssen zwischen seinen Beinen hindurch – auch im Eishockey gezeigt, dass er für Spektakel sorgen kann.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 3 | 6 | 9 | |
2 | EV Zug | 2 | 9 | 6 | |
3 | EHC Kloten | 3 | 3 | 6 | |
4 | HC Ambri-Piotta | 3 | 1 | 5 | |
5 | HC Ajoie | 3 | 1 | 5 | |
6 | EHC Biel | 2 | 1 | 4 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 3 | -3 | 4 | |
8 | SC Bern | 2 | 1 | 3 | |
9 | HC Lugano | 2 | 0 | 3 | |
10 | HC Fribourg-Gottéron | 3 | -1 | 3 | |
11 | HC Davos | 3 | -4 | 3 | |
12 | Lausanne HC | 3 | -4 | 3 | |
13 | SCL Tigers | 3 | -3 | 2 | |
14 | Genève-Servette HC | 3 | -7 | 1 |
