SCB verspielt 3-Tore-Führung
Rappi dreht Strich-Krimi gegen Bern

Drei der vier Freitagsspiele sind eine deutliche Angelegenheit. Nur bei Rappi gegen Bern bekommen die Fans Spannung geboten. Hier gehts zum Hockey-Roundup.
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BLICK-Eishockeyredaktion
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Rappi gegen Bern ist ein echter Krimi.
Foto: keystone-sda.ch

Rapperswil-Jona - Bern 5:4 n.V.

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7:06
SCB verschenkt Sieg:So schafft Rappi die irre Wende

Ein Wahnsinn! Kaum hat die Partie begonnen, schon scheint für die Lakers alles gelaufen. 2:0 führt Bern nach vier Minuten. 3:0 nach einer Viertelstunde. Tristan Scherwey, der die letzten fünf Partien verletzt verpasste, trifft nach 100 Sekunden. Dann sorgt Simon Moser mit einem Doppelpack scheinbar für die Vorentscheidung. Die Lakers haben Pech: Sie kommen gleich zu Beginn zu zwei Gegenstössen, scheitern aber an SCB-Keeper Niklas Schlegel. Der Meister hat zunächst alles im Griff, wird mit Fortdauer des Spiels aber passiver. Und wird prompt bestraft. Nach dem 3:4 spielt nur noch Rappi, gleicht aus. SCB-Coach Kari Jalonen nimmt sein Timeout. Es kommt zur Verlängerung. SCB-Ebbett verpasst das leere Tor. Dann jubelt Rappi.

Debüt – Servette-Ausleihe Eliot Antonietti gibt seinen Einstand bei den Lakers.

Der Beste – Casey Wellman (SCRJ)

Die Pflaume – Calle Andersson (Bern), vor dem 3:1 verliert der Verteidiger den Zweikampf. Beim 4:2 verspringt ihm in Überzahl die Scheibe.

Tore: 2. Scherwey (Praplan) 0:1. 4. Moser 0:2. 14. Moser (Untersander, Arcobello) 0:3. 26. Mosimann (Hächler) 1:3. 29. Untersander (Rüfenacht, Andersson) 1:4. 35. Rowe (Wellman/SH!) 2:4. 45. Forrer (Rowe) 3:4. 53. Gähler 4:4. 64. Casutt (Kristo, Egli) 5:4.

Zug - Ambri 5:1

National League: Highlights der Partie Zug gegen Ambri

Auf die Frage, was die Über­legung hinter dem Einsatz von Ersatzgoalie Luca Hollenstein (19) ist, antwortet EVZ-Sportchef Reto Kläy: «Man kann ein Haus auch nicht erst versichern, wenns schon brennt.» Mit anderen Worten: Der Teenie braucht Spielpraxis, damit er bereit ist, wenns brenzlig wird, sprich Leonardo Genoni mal ausfällt. So haben es die Zuger auch letzte Saison gehandhabt mit Sandro Aeschlimann, der während Tobias Stephans Verletzungspause sogar den Cup-Titel geholt hat. Ziel ist, dass Hollenstein rund zehn NL-Einsätze in dieser Saison erreicht. Den ersten hat der Academy-Absolvent hinter sich, als er Mitte September für Genoni nach vier raschen Gegentoren gegen Lausanne eingewechselt worden ist.

Gegen Ambri spielt Hollenstein von Anfang an. Nachdem er am Mittwoch in der CHL siegreich war (5:2 gegen Pilsen), ist gegen die Biancoblu die grosse Frage: Realisiert das Goalie-Küken einen Shutout? Denn jene nach dem Sieger ist schnell beantwortet. Nach ihrem 4:0-Sieg in der CHL bei Banská Bystrica landen die Leventiner wieder in der NL-Realität. Sie sind überfordert, nicht nur vom läuferischen Tempo der Zuger, sondern auch von deren Passgenauigkeit und schnellem Zusammenspiel. Der Auftritt Ambris ist nicht vergleichbar mit jenem beherzten zum Saisonauftakt, bei dem sie den EVZ richtig forderten. Einziges Mini-Manko der Zuger: Das Powerplay ist lange vergebliche, verkrampfte Liebesmüh, obwohl sie von Ambri genug Chancen (und fast sechs Minuten doppelte Überzahl) serviert bekommen. Zwei Powerplay-Tore werden es dann doch noch. Und die Antwort der grossen Frage: Nein, Hollenstein verpasst den Shutout, obwohl er ihn sich mit seinem starken Auftritt mehr als verdient hätte!

Der Beste – McIntyre (Zug). Zeigt, dass er spielen will.

Die Pflaume – Ngoy (Ambri). Vor dem 0:1 realisiert er nicht, dass sich Zehnder hinter ihm vors Tor schleicht. In einem späteren Boxplay spediert er die Scheibe unbedrängt ins Aus. Sein Glück, dass Zug in der doppelten Überzahl nicht brilliert. Und das 0:5 sieht er von der Strafbank aus.

Tore: 3. Zehnder (Albrecht, Diaz) 1:0. 6. Alatalo (Martschini, Thorell) 2:0. 22. McIntyre 3:0. 32. Hofmann (Martschini/PP2) 4:0. 39. Hofmann (Kovar/PP) 5:0. 55. Kneubühler 5:1.

Fribourg - Biel 1:4

National League: Highlights der Partie Fribourg - Zug

Die Umstellung vom akademischen Defensiv-Eishockey unter dem letzte Woche gefeuerten Trainer Mark French zum offensiven, von Emotionen getragen Spiel, ist dem Trainer-Duo Dubé/Rosa noch nicht gelungen. Es hat aber einen einfachen Grund. Die Bieler sind von der ersten Minute an die klar bessere Mannschaft (!) mit den besseren Einzelspielern. Nach dem Anschlusstreffer kurz vor Spielmitte darf Gottéron nur gerade fünf Minuten auf Punkte hoffen. Dann macht Beat Forster den Sack zu.

Der Beste – Hügli (Biel). Hat bei den ersten beiden Treffern seinen Stock im Spiel.

Die Pflaumen – Stalder/ Abplanalp (Gottéron). Das Abwehr-Duo steht bei den ersten Gegentreffern als Zuschauer in der ersten Reihe.

Tore: 14. Fuchs (Hügli/PP) 0:1. 17. Hügli (Rathgeb) 2:0. 30. Gunderson (Deharnais/PP) 2:1. 35. Forster (Pouliot) 1:3. 58. Künzle (Cunti) 1:4.

Servette - Langnau 6:3

National League: Highlights der Partie Servette - Langnau

Als Noah Rod in der 10. Minute zum 3:1 ins Tor der Emmentaler trifft, nimmt erstmal keiner davon Notiz. Für Spieler und Zuschauer ist das ein Lattenschuss, einen begründeten Verdacht schöpfen höchstens die Schiedsrichter. Knapp eine Minute später wird die Partie unterbrochen, weil gegen Servettes Fehr eine Strafe angezeigt ist. Gleichzeitig nutzen die Refs den Unterbruch, um die Torszene zu überprüfen. Und die seit dieser Saison eingesetzte Übertor-Kamera liefert klare Bilder: Volltreffer. Fehr muss trotzdem in die Kühlbox (Strafen werden nicht hinfällig, auch wenn die Uhr zurückgedreht wird). Das nützt die Tigers allerdings gar nix. Erstens bleibt das Powerplay ohne Zählbares. Zweitens sorgt Smirnovs nach einer Disziplinlosigkeit DiDomenicos mit dem 4:1 für die Vorentscheidung, und das bereits kurz vor der ersten Pause.

Mit etwas taktischer Diszplin und mehr Angriffslust bewegen sich die Emmentaler danach auf Augenhöhe. Allerdings ist die zuvor eingebrockte Suppe dann nicht mehr auszulöffeln. Obwohl theoretisch natürlich immer noch alles möglich gewesen wäre. Aber Theorie und Praxis sind nur in der Theorie dasselbe, das wusste schon der Sprücheklopfer und Baseball-Star Yogi Berra. Für Zählbares fehlten den Tigers in der Startphase Systemfestigkeit und Disziplin. Drei leicht verdiente Punkte für Servette.

Der Beste: Smirnovs (Genf). Ein Teufelskerl, und dabei erst 20 Jahre alt.

Die Pflaume: Dostoinow (Tigers). Verweigert vor Maurers 2:0 die Deckungsarbeit. D.K.

Tore: 4. Le Coultre (Smirnovs/PP) 1:0. 5. Maurer (Wingels) 2:0. 9. Kuonen (Pesonen, Earl) 2:1. 10. Rod 3:1. 19. Smirnovs (Le Coultre, Wingels/PP) 4:1. 47. Jacquemet (Karrer/PP) 5:1. 53. Bozon 6:1. 58. Schmutz (Lardi) 6:2. 59. Kuonen (Leeger) 6:3.

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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
7
15
21
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
8
1
13
3
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
7
-2
11
4
HC Ajoie
HC Ajoie
7
2
11
5
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
7
3
11
6
EV Zug
EV Zug
5
9
10
7
HC Davos
HC Davos
7
-1
10
8
SCL Tigers
SCL Tigers
7
-3
9
9
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
7
-6
9
10
Lausanne HC
Lausanne HC
7
-6
8
11
SC Bern
SC Bern
5
0
7
12
EHC Biel
EHC Biel
6
1
7
13
EHC Kloten
EHC Kloten
7
-11
6
14
HC Lugano
HC Lugano
5
-2
5
Playoffs
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