Das Spiel – Der souveräne Zuger Sieg zum Final-Auftakt in Bern hat so einiges ausgelöst. Emotionen und Flugfähigkeiten im Fall von EVZ-Ami Garrett Roe. Ein Verfahren und eine vorsorgliche Sperre gegen SCB-Verteidiger Adam Almquist für seinen üblen Check an Zugs Reto Suri, der das Spiel auf der Tribüne verfolgt und (mit)leidet. Und: Eine Wunderheilung! Noch am Vortag des zweiten Duells sagt Berns Sportchef Alex Chatelain zum Fall des verletzten Gaëtan Haas: «Für Haas ist es wohl zu früh. Ausser es kommt zu einer Wunderheilung.» Ist es offensichtlich – denn der Center läuft erstmals wieder auf, seit er im fünften Viertelfinal-Spiel gegen Servette ausgefallen war.
Der 27-Jährige sagt: «Es ist nicht so einfach, in einem Final wieder einzusteigen. Sicher kann ich noch mehr.» Für ein Tor aber reichts schon. Denn Haas ist es, der die Partie erst so richtig lanciert mit seinem Treffer zur 1:0-Führung. Zugs Roe hatte nach dem Break in Bern schon gewarnt, dass dies noch gar nichts bedeutet, weil der SCB ja schon im Viertel- und Halbfinal jeweils die Startspiele verloren hatte. Den ersten Ausgleich erzielt er gleich selbst in Überzahl. Im dritten Powerplay gleichen die Zuger zum zweiten Mal aus durch den starken Schweden Dennis Everberg, der schon vor Roes Treffer vor Genonis Kasten entscheidende Ablenkungsarbeit geleistet hat.
Turbulente Verlängerung
Fakt ist aber, dass die Zuger hauptsächlich in den Powerplays die richtig gefährlichen Torchancen erspielen. Bei 5:5 sind es die Berner, die mehr Spielanteile haben. Die gegnerischen Angriffe ersticken sie mehrmals schon im Keim. Und sie können das Zuger Tempo mitgehen und haben sich darin stark verbessert, den scheibenführenden Gegner aufsässiger anzugehen. In der Verlängerung sind es ebenfalls die Mutzen, deren Entschlossenheit stärker aufblitzt. Die Zuger werden regelrecht eingeschnürt in ihrer Zone – und nach 111 Sekunden bejubeln die Berner den Siegtreffer und das Rebreak! Aber nicht lange: Tristan Scherwey hat den Puck mittels minimer Kickbewegung ins Tor befördert. Darum wird der Treffer aberkannt.
Der Jubel erstickt. Und der EVZ bekommt zumindest in diesem Duell ein zweites Leben geschenkt. Doch auch dieses hält nicht lange. Dank Grégory Sciaroni ist das Rebreak doch noch geschafft, er trifft zweieinhalb Minuten später zum 3:2-Sieg. Damit hat der SCB in seiner sechsten Verlängerung dieser Playoffs bereits den vierten Overtime-Sieg eingefahren. Für den EV Zug ist es in diesen Playoffs erst die zweite Niederlage. Diese Final-Serie ist nun so richtig lanciert. Zumal beim SCB Haas zurück ist. Und auch Rüfenacht, der den Auftakt aus familiären Gründen verpasst hat, ist wieder aus den USA zurück. Verloren haben die Berner allerdings Stürmer Daniele Grassi (Unterarm?) nach einem Check von Zugs Lammer.
Der Beste – Jan Mursak (Bern), mutiert nach einer schwierigen Saison zum regelmässigen Skorer.
Die Pflaume – Miro Zryd (Zug), in der Overtime von SCB-Heim vernascht.
Tor 24. Haas (Bieber) 0:1. 28. Roe
(Alatalo/PP) 1:1. 31. Mursak (Ebbett) 1:2. 40. (39:18) Everberg (Roe/PP) 2:2. 65. Sciaroni (Heim) 2:3.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 7 | 15 | 21 | |
2 | Genève-Servette HC | 8 | 1 | 13 | |
3 | HC Ambri-Piotta | 7 | -2 | 11 | |
4 | HC Ajoie | 7 | 2 | 11 | |
5 | HC Fribourg-Gottéron | 7 | 3 | 11 | |
6 | EV Zug | 5 | 9 | 10 | |
7 | HC Davos | 7 | -1 | 10 | |
8 | SCL Tigers | 7 | -3 | 9 | |
9 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 7 | -6 | 9 | |
10 | Lausanne HC | 7 | -6 | 8 | |
11 | SC Bern | 5 | 0 | 7 | |
12 | EHC Biel | 6 | 1 | 7 | |
13 | EHC Kloten | 7 | -11 | 6 | |
14 | HC Lugano | 5 | -2 | 5 |