Nur ein Knoten muss noch platzen
HCD-Center Corvi spielt endlich wieder schmerzfrei

Nach heftigen Rückenproblemen spielt HCD-Center Enzo Corvi endlich schmerzfrei. Es hat sich gelohnt, aus Vernunft die WM sausen zu lassen für ein längeres Aufbautraining. Jetzt fehlt nur noch das erste Tor.
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Enzo Corvi hat keine Rückenprobleme mehr, dafür leidet er an einer Durststrecke, was das Toreschiessen betrifft.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

  • Enzo Corvi hat seine Rückenprobleme in den Griff bekommen
  • Nach 13 Spielen wartet der HCD-Center noch auf sein erstes Tor
  • Corvi ist zuversichtlich, dass sich der Knoten lösen wird
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Es ist eine Saison zum Vergessen, die Enzo Corvi im Frühjahr zu Ende gebracht hat. Deshalb fällt der HCD-Center einen Vernunftsentscheid: Er lässt die Nati und damit die Silber-WM in Prag sausen, damit er mehr Zeit für ein Aufbautraining hat. Der Grund: Noch immer plagen den 31-Jährigen Rückenprobleme. Sie haben ihm die letzte Saison vermiest.

Rückblende: Nach einem Bandscheibenvorfall nach der WM 2023 in Riga kann Corvi weder Sommertraining noch Vorbereitungsspiele bestreiten und verpasst die ersten zehn Meisterschaftspartien. «Ich hatte keine Energie, keine Kraft», erinnert er sich, «erst nach etwa 20 Spielen wurde es besser.» Ganz wird er seine Rückenbeschwerden jedoch nicht los.

Nach dem Viertelfinal-Out (3:4 gegen Lausanne) beschliesst Corvi, die Nati sausen zu lassen. «Weil ich nicht wieder mit den gleichen Problemen kämpfen wollte», erklärt er. Obwohl ihm bewusst ist, dass es vernünftig gewesen ist: «Es tat schon weh, der Nati nur zuschauen zu können, die der Goldmedaille so nahe kam. Ich habe mich mit ihr aber auch über Silber gefreut.»

Gleichzeitig fokussiert er sich auf seine tägliche Physiotherapie. Zunächst herrscht noch Ungewissheit. Hält der Rücken? «Doch von Woche zu Woche wurde es besser.» Mit einem Personal-Coach stärkt er spezifisch den Rückenbereich. Denn Corvi entscheidet sich bei seiner Diskushernie gegen einen operativen Eingriff. «Dafür ist es noch zu früh.» Im Spiel spüre er keine Beschwerden, erst danach oder dann im Alltag.

Intensiver Sommer half

Der Churer hat seine Rückenprobleme nach einem trainingsintensiven Sommer bestmöglich in den Griff bekommen. «Körper und Rücken fühlen sich gut an, jetzt fehlt nur noch der Kopf.» Was der Davos-Stürmer damit meint: Auch nach 13 Spielen wartet er noch auf seinen ersten Treffer. Bereits letzte Saison macht er eine so lange Durststrecke durch.

«In meiner Linie läuft momentan noch nicht viel für uns», sagt er. Der Tscheche Matej Stransky (31) ist schon seit Saisonbeginn sein Flügel, auf der anderen Seite ist es zunächst Captain Andres Ambühl (41), seit zwei Partien nun der nach einer Fussverletzung genesene Tino Kessler (28). Corvi ist aber zuversichtlich, dass sich der Knoten lösen wird.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
38
45
81
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
0:1
39
28
69
3
HC Lugano
HC Lugano
1:0
38
28
68
4
Lausanne HC
Lausanne HC
38
30
68
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
0:1
39
3
65
6
ZSC Lions
ZSC Lions
37
19
61
7
EV Zug
EV Zug
1:0
37
-6
59
8
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
0:1
38
-9
58
9
SCL Tigers
SCL Tigers
1:0
38
4
54
10
SC Bern
SC Bern
37
-11
47
11
EHC Biel
EHC Biel
37
-16
46
12
EHC Kloten
EHC Kloten
37
-17
46
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
37
-38
41
14
HC Ajoie
HC Ajoie
38
-60
29
Playoffs
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