Jetzt gehts gegen Servette
Zug beendet das Lakers-Märchen und steht im Final

Spiel 4 des Playoff-Halbfinals gewinnt Zug bei den Lakers mit 6:3 und die Serie mit 3:1. Im Final trifft der Qualifikationssieger auf die erbarmungslosen Servettiens. Diese Best-of-5-Serie beginnt am Montag.
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Nicole Vandenbrouck
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Der EV Zug steht im Playoff-Final.
Foto: keystone-sda.ch

EVZ-Trainer Dan Tangnes hat eine Reaktion verlangt von seinem Team, dessen letzten Auftritt er als statisch, zögernd und enttäuschend beschrieben hat. Und dessen Einstellung falsch gewesen sei. Was darf man da von einer Mannschaft, die mit einer Leichtigkeit und Effizienz die Qualifikation gewonnen hat, erwarten? Eigentlich die pure Entschlossenheit. Doch diese blitzt zunächst noch nicht durch.

Die anfängliche Zurückhaltung rächt sich beinahe, weil die Lakers mit dem Mut der Aussenseiter zu guten Chancen kommen. Mit allen drei Stürmern in den offensiven Gefilden lassen sie den Zugern nach deren Puckgewinn so aber zu viel Raum. Den nützen sie zum 1:0. Und so bekommt EVZ-Trainer Tangnes seine geforderte Reaktion. Denn der Führungstreffer löst die Anspannung und stärkt die Zuversicht.

Die Zuger begnügen sich aber vorerst damit, geduldig auf Fehler der Lakers zu warten. Vorstösse werden nur dosiert gefahren. Den richtigen Riecher hat Zugs Bachofner, als SCRJ-Goalie Nyffeler hinter seinem Gehäuse einen Pass spielen will. Sein Verteidiger Sataric steht etwas weit weg in der Ecke, Bachofner fängt die Scheibe ab und sieht Senteler vors Tor skaten – 2:0.

Eine weitere Reaktion seines Teams sollte EVZ-Trainer Tangnes jedoch – auch im Hinblick auf das Final-Duell gegen die erbarmungslosen Servettiens – alarmieren. Die 3:0-Führung reicht bereits aus, damit sich die Zuger in Sicherheit wähnen, der Entschlossenheits-Barometer etwas sinkt und der Betrieb runtergefahren wird.

Dass das eine riskante Vorgehensweise gegen den konstant hartnäckigen SCRJ ist, bekommen sie schon bald zu spüren: Nach zwei Gegentreffern innert zwei Minuten spüren sie plötzlich wieder den Atem der Lakers im Nacken. Dank einer Portion Glück – Kovars Schuss prallt von Simions Knie ins Netz – halten sie sich die Aussenseiter wieder etwas vom Leib.

Weil er es dann doch schafft, auf den späten Anschlusstreffer der Lakers rasch zu reagieren, verdient sich der Favorit das Prädikat genügend. Die Erleichterung nach dem Schlusspfiff darüber, nach Bern im Viertelfinal nun den nächsten, wider Erwarten hartnäckigen Gegner ausgeschaltet zu haben, ist bestimmt gross auf der Zuger Bank.

Noch grösser dürften aber die Emotionen auf der andern Seite sein, als die letzten Minuten der «Ära Tomlinson» runterlaufen. Dass es der SCRJ in den Halbfinal geschafft und dort sogar den Titelfavoriten kurz geärgert hat, ist eine Sensation. Doch das Wunder von Rappi ist ausgeblieben.

Der Beste: Klingberg (Zug). Er reagiert nach dem 3:4-Anschlusstreffer genau so, wie man es von einem Zuger erwartet: mit einem Weltklasse-Tor.

Die Pflaume: Cervenka (Lakers). Erreicht in diesem Halbfinal nie sein Top-Level.

Die Tore: 6. Martschini (Kovar, Abdelkader) 0:1. 16. Senteler (Bachofner) 0:2. 20. Abdelkader (Shore) 0:3. 29. Ness 1:3. 32. Moses (Wick) 2:3. 33. Simion (Kovar, Hofmann) 2:4. 54. Eggenberger (Rowe) 3:4. 55. Klingberg (Albrecht) 3:5. 59. Leuenberger (Abdelkader, Kovar) 3:6 (leeres Tor).

National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
7
15
21
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
8
1
13
3
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
7
-2
11
4
HC Ajoie
HC Ajoie
7
2
11
5
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
7
3
11
6
EV Zug
EV Zug
5
9
10
7
HC Davos
HC Davos
7
-1
10
8
SCL Tigers
SCL Tigers
7
-3
9
9
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
7
-6
9
10
Lausanne HC
Lausanne HC
7
-6
8
11
SC Bern
SC Bern
5
0
7
12
EHC Biel
EHC Biel
6
1
7
13
EHC Kloten
EHC Kloten
7
-11
6
14
HC Lugano
HC Lugano
5
-2
5
Playoffs
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