Die Psyche einer Mannschaft macht zuweilen Purzelbäume. Bestens Beispiel ist der SCB, Ausgabe 2025/26. Zuletzt bringt die Mannschaft von Heinz Ehlers daheim keinen Fuss vor den anderen und wirkt in der Zone vor dem gegnerischen Tor gehemmt und ohne Durchschlagskraft. So haben die Berner seit dem 6. Dezember vor eigenem Anhang keinen Dreier mehr geholt und vier von fünf Spielen verloren.
Anders sieht es auswärts aus. Da gewann der SCB zuletzt viermal in Folge. Das dürfte auch daran liegen, dass da der Druck, das Spiel in die Hand zu nehmen, beim Gegner liegt. Auch in Zürich ist das so. Der Meister hat denn auch schon sechs Schüsse aufs Tor von SCB-Keeper Adam Reideborn gebracht, als die Gäste erstmals einen Puck auf das Tor von Robin Zumbühl bringen. Doch der sitzt dafür. Hardy Häman Aktell trifft nach einem Rückpass von Marco Lehmann freistehend. Am Vorabend bei der 1:4-Heimpleite hatte hingegen Lugano aus den ersten fünf Schüssen aufs Reideborns Tor zwei Treffer erzielt.
Der SCB lässt sich auch nicht aus der Bahn werfen, als Jesper Frödén nach herrlicher Vorarbeit von Derek Grant ausgleicht. Der von Lugano ausgeliehene Debütant Mike Sgarbossa sitzt dabei auf der Strafbank. Als der Kanadier das nächste Mal in Erscheinung tritt, schiesst er den SCB mit einer schönen Einzelleistung und einem verdeckten Schuss wieder in Führung.
Der SCB hat das Spiel danach erstaunlich gut im Griff. Doch als die Lions nach einem Fehler von Louis Füllemann kurz nach der zweiten Pause zum zweiten Mal in Überzahl spielen können, erzielt Willy Riedi mit einem satten Schuss das 2:2. Und kurz darauf führt das Team von Marco Bayer. Vinzenz Rohrer spitzelt eine Grant-Hereingabe (wohl) noch über die Linie – nachdem Waltteri Merelä auf der anderen Seite allein vor Zumbühl gescheitert ist.
Als Ehlers Reideborn durch einen sechsten Feldspieler ersetzt, glänzt Sgarbossa mit einer herrlichen Diagonalvorlage auf Miro Aaltonen, der ausgleicht. In der letzten Sekunde der regulären Spielzeit hat Sgarbossa allein vor Zumbühl noch den perfekten Einstand auf dem Stock, scheitert aber.
Die Entscheidung fällt so erst in der Overtime. Und da schiesst Aaltonen den SCB mit seinem mit seinem fünften Saisontor zum fünften Auswärtssieg in Folge. Der ZSC verliert derweil nach fünf Siegen de Suite erstmals wieder.
Fans: 12’000
Tore: 8. Häman Aktell (Lehmann, Ejdsell) 0:1. 20. Frödén (Grant, Andrighetto/PP) 1:1. 28. Sgarbossa (Kreis) 1:2. 44. Riedi (Balcers, Lehtonen/PP) 2:2. 47. Rohrer (Grant, Andrighetto) 3:2. 59. Aaltonen (Sgarbossa, Untersander/ohne Goalie) 3:3. 63. Aaltonen (Loeffel, Merelä) 3:4.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 49 | 63 | 108 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 49 | 45 | 94 | |
3 | ZSC Lions | 49 | 28 | 85 | |
4 | HC Lugano | 49 | 31 | 85 | |
5 | Genève-Servette HC | 49 | 2 | 82 | |
6 | Lausanne HC | 49 | 22 | 81 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 49 | -11 | 73 | |
8 | EV Zug | 49 | -14 | 73 | |
9 | SC Bern | 49 | -7 | 66 | |
10 | EHC Biel | 49 | -21 | 64 | |
11 | SCL Tigers | 49 | 0 | 64 | |
12 | EHC Kloten | 49 | -18 | 61 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 49 | -49 | 54 | |
14 | HC Ajoie | 49 | -71 | 39 |




