Das Schöne an einer neuen Saison ist, dass man so viel Neues entdecken kann. Den Anfang macht Berns neuer Verteidiger Dionicio. Der Appenzeller, der von Biel kam, schlurft in aller Ruhe aus der eigenen Zone und wird von Andrighetto und Malgin unter Druck gesetzt, wobei Letzter Dionicio mit einem Stockhieb zu Fall bringt. Im folgenden Powerplay trifft ein anderer SCB-Zugang: Ex-Tiger Rohrbach.
Keine Minute später serviert der neue SCB-Captain Merelä ZSC-Verteidiger Kukan den Puck auf den Stock. Der neue Berner Keeper Hughes kann dessen Schuss nur nach vorne abwehren, wo mit Knak einer der sieben Schweizer WM-Finalisten in Reihen der Lions trifft. Der ehemalige Kloten-Junior kam auf diese Saison von Davos.
Nicht neu ist beim Duell der neuen Trainer Julien und Aubin (2019 beim ZSC entlassen), was die Lions danach bieten. Sie kreisen und machen Druck. Der SCB hechelt hinterher, muss leiden und kommt gar nicht dazu, wie angekündigt, mutiger zu spielen. Doch die Gäste zeigen sich äuserst effizient. Und mit Barandun ist es erneut ein Neuer, der trifft. Der Verteidiger, mit einem feinen Pässchen des neuen Spektakelmachers Milano lanciert, verwertet an vorderster Stelle einen Konter.
Der ZSC-Ausgleich geht dann auf das Konto von Balcers, der bereits in der vierten Saison in Zürich spielt. Doch Barandun bringt den SCB mit einem Distanzschuss in Führung. Dabei ist der Ex-Davoser nicht fürs Toreschiessen bekannt. In 350 Quali-Spielen hatte er beim HCD nur 5-mal getroffen. Auch Knak, sein letztjähriger Teamkollege, doppelt nach und profitiert davon, dass er mit Malgin und Andrighetto spielen darf und ihm die Berner zu viel Platz lassen.
Bei der erstmaligen Zürcher Führung hat dann wieder ein ZSC-Debütant den Stock im Spiel. Der Schwede Strömwall (ex Rappi) bereitet das Tor mit einem starken Flügellauf und einem perfekten Querpass auf Riedi vor. Hughes, der zwar nicht immer stilsicher wirkt, aber auch einige strake Paraden zeigt, ist chancenlos.
Mit einem Treffer ins leere Tor zum 5:3 macht Andrighetto alles klar und sichert dem Titelfavoriten den Sieg beim Julien-Debüt.
Fans: 10’618
Tore: 6. Rohrbach (Dionicio, Lehmann/PP) 0:1. 6. Knak (Kukan) 1:1. 18. Barandun (Milano, Alge) 1:2. 26. Balcers (Frödén, Lammikko) 2:2. 30. Barandun (Mitchell, Abols) 2:3. 32. Knak (Malgin, Andrighetto) 3:3. 44. Riedi (Strömwall, SIgrist) 4:3. 60. Andrighetto (Lammikko, Malgin) 5:3 (ins leere Tor).
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 10 | 18 | 27 | |
2 | Genève-Servette HC | 11 | 4 | 21 | |
3 | SCL Tigers | 11 | 7 | 19 | |
4 | HC Fribourg-Gottéron | 11 | 9 | 18 | |
5 | HC Ajoie | 11 | -3 | 16 | |
6 | HC Ambri-Piotta | 10 | -6 | 15 | |
7 | HC Lugano | 10 | 3 | 15 | |
8 | Lausanne HC | 11 | -4 | 15 | |
9 | SC Bern | 9 | 1 | 14 | |
10 | EV Zug | 7 | 10 | 13 | |
11 | HC Davos | 11 | -4 | 13 | |
12 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 11 | -14 | 11 | |
13 | EHC Biel | 10 | -4 | 10 | |
14 | EHC Kloten | 11 | -17 | 9 |