«Ich freue mich sehr», hatte Marco Bayer vor dem Saisonstart gegenüber Blick gesagt. Darauf angesprochen, dass es für den letzten ZSC-Meistertrainer bereits in der ersten Meisterschaftswoche in seiner neuen Funktion als Assistenztrainer bei Servette zurück nach Zürich geht. Nun ja, der schwache Saisonstart mit einer Niederlage gegen Lugano und einer Blamage gegen Ajoie dürfte diese Vorfreude zumindest etwas getrübt haben.
Ausgerechnet auswärts beim Topfavoriten sollen die durch sieben verletzte Spieler geschwächten Genfer in die neue Saison einchecken? Nun, leistungsmässig ist ihnen bei dieser Herkulesaufgabe wenig vorzuwerfen. Servette hält die Partie bis fast zum Schluss offen und kann durch eine solide Leistung sogar lange auf Punkte in Zürich hoffen. Dennoch sind die ZSC Lions die klar bessere Mannschaft, gehen aber zu fahrlässig mit ihren Chancen um und sehen sich mit einem starken Servette-Goalie Stéphane Charlin konfrontiert.
ZSC-Königstransfer trifft erneut
Ein souveränes Penalty-Tor von Malte Strömwall – sein erster Treffer im Dress des ZSC – ist auf der Anzeigetafel lange der einzige Unterschied. Bis Christian Marti eine Zürcher Druckphase in der 53. Minute mit dem 2:0 abschliesst, da ist dann für einmal auch Charlin machtlos. Und dann folgt auch noch das obligate Tor von ZSC-Königstransfer Simon Knak, er trifft auch in seinem dritten Spiel und insgesamt zum vierten Mal.
Erstmals in dieser Saison geraten die ZSC Lions auch nicht in Rückstand und bleiben – mit Robin Zumbühl anstelle von Simon Hrubec im Tor – ohne Gegentor. Mit dem Maximum von 9 Punkten aus 3 Spielen grüsst der Titelkandidat Nummer 1 von Rang 1. Ein Saisonstart, der sich sehen lassen kann.
Fans: 10'304.
Tore: 15. Strömwall (Penalty/SH) 1:0. 53. Marti (Strömwall, Baechler) 2:0. 55. Knak (Marti) 3:0.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 10 | 18 | 27 | |
2 | Genève-Servette HC | 11 | 4 | 21 | |
3 | SCL Tigers | 11 | 7 | 19 | |
4 | HC Fribourg-Gottéron | 11 | 9 | 18 | |
5 | Lausanne HC | 12 | -1 | 18 | |
6 | HC Ajoie | 12 | -6 | 16 | |
7 | HC Ambri-Piotta | 10 | -6 | 15 | |
8 | HC Lugano | 10 | 3 | 15 | |
9 | SC Bern | 9 | 1 | 14 | |
10 | EV Zug | 7 | 10 | 13 | |
11 | HC Davos | 11 | -4 | 13 | |
12 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 11 | -14 | 11 | |
13 | EHC Biel | 10 | -4 | 10 | |
14 | EHC Kloten | 11 | -17 | 9 |