«Knalleds wäg» fordern die ZSC-Fans unmissverständlich in ihrer Choreo. Und auch als neutraler Zeitgenosse muss davon ausgegangen werden, dass die Klotener im Derby mit einer Packung die Heimreise antreten müssen. Sie haben derzeit acht Verletzte zu beklagen und zuvor drei Spiele in Folge verloren – die letzten zwei mit dem Gesamtskore von 1:10. Wie wollen die Zürcher Unterländer da dem Kantonsrivalen beikommen, der als Liga-Monster nicht nur von Sieg zu Sieg eilt und allen anderen enteilt, sondern bei seinem Deluxe-Kader personell auch noch aus dem Vollen schöpfen kann?
Doch man staune. Fast bis zur Spielhälfte hält Kloten dagegen, führt sogar mit 1:0, da ZSC-Verteidiger Marti und sein Goalie Hrubec in einem Gemeinschaftswerk ein Eigentor produzieren. Zuvor als Letzter am Puck war Klotens Schlumpf. Die Sturm- und Drangphasen des haushohen Favoriten gibt es zwar, aber Kloten verteidigt diese solidarisch weg und strebt daneben möglichst viele Entlastungsphasen an.
Die Zürcher beginnen derweil, sich vermehrt in umständlichen Spielzügen zu verlieren. Und was braucht es da als Gegenmittel? Die gute alte Brechstange. Die hat der weiterhin unverzichtbare Altmeister Baltisberger jeweils dabei, wenn er sich in seinem Büro im gegnerischen Slot niederlässt und die Pucks mit seinem Stock ablenkt. So kommt der ZSC zum 1:1 und danach läuft es wieder wie geschmiert. 46 Sekunden später trifft Frödén bereits zum 2:1 und noch vor der zweiten Drittelspause stellt Andrighetto bereits auf 3:1. Die zuvor tapferen Klotener werden nun vermehrt ausgespielt und Unzulänglichkeiten häufen sich. Durch ein wunderbares Powerplay-Tor von Puhakka verkürzt Kloten zwar nochmal, mehr aber nicht.
Damit gewinnt der ZSC im sechsten Saisonspiel nicht nur zum sechsten Mal ohne Verlustpunkt, sondern hat mittlerweile auch die letzten sechs Derbys gegen Kloten zu seinen Gunsten entschieden. Ob inter- oder ausserkantonal – die Lions schüchtern ihre Konkurrenz derzeit mächtig ein. Wie das Monster eben tun.
Fans: 12'000
Tore: 2. Schlumpf (Körbler) 0:1. 27. Baltisberger (Lehtonen, Gruber) 1:1. 28. Frödén (Balcers, Grant) 2:1. 38. Andrighetto (Malgin) 3:1. 48. Puhakka (Luoto, Johansson/PP) 3:2.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 7 | 15 | 21 | |
2 | Genève-Servette HC | 8 | 1 | 13 | |
3 | HC Ambri-Piotta | 7 | -2 | 11 | |
4 | HC Ajoie | 7 | 2 | 11 | |
5 | HC Fribourg-Gottéron | 7 | 3 | 11 | |
6 | EV Zug | 5 | 9 | 10 | |
7 | HC Davos | 7 | -1 | 10 | |
8 | SCL Tigers | 7 | -3 | 9 | |
9 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 7 | -6 | 9 | |
10 | Lausanne HC | 7 | -6 | 8 | |
11 | SC Bern | 5 | 0 | 7 | |
12 | EHC Biel | 6 | 1 | 7 | |
13 | EHC Kloten | 7 | -11 | 6 | |
14 | HC Lugano | 5 | -2 | 5 |