Morley wird für Kloten zum Unglücksraben
ZSC zieht im Derby den Kopf aus der Schlinge

Für eine über weite Strecken dürftige Leistung wird der ZSC grosszügig mit drei Punkten und einem 1:0-Sieg gegen Kloten belohnt. Damit gewinnen die Lions auch das dritte Derby dieser Saison.
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Marcel AllemannReporter Eishockey
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Derby-Emotionen kommen hoch:Andrighetto legt sich mit Wolf an

Es ist nicht so, dass die ZSC Lions ihre Gegner derzeit in Grund und Boden spielen. Aber trotzdem finden sie Wege, ihre Spiele zu gewinnen, was im Herbst noch anders war. Was will man bei einer Bilanz von acht Siegen aus den letzten zehn Spielen die Zürcher dafür kritisieren, dass sie spielerisch eigentlich mehr könnten? Durch diese Ausbeute nähern sie sich inzwischen sogar wieder den Top 4 an.

Die ZSC Lions übernehmen zwar zunächst das Spieldiktat, aber Kloten lässt sich vom Kantonsrivalen nicht einschüchtern, setzt immer wieder Nadelstiche und hat durch Tyler Morley die klar beste Chance der Anfangsphase, bei der Goalie Simon Hrubec eine Wunderparade auspacken muss. Auf ZSC-Seite vergibt der wieder genesene Sven Andrighetto die besten zwei Möglichkeiten, die bei einem Mann seiner Klasse in der Regel drin sind. Am Vorabend gegen Zug (3:2 n.V.) hatte der Nati-Star noch krankheitsbedingt gefehlt.

Time-Out – ZSC-Coach Bayer zieht Reissleine

Doch der geglückte Auftakt gibt Kloten Mumm – und im zweiten Drittel spielt dann tatsächlich nur noch der Tabellenzwölfte. ZSC-Trainer Marco Bayer hat irgendwann genug gesehen und nimmt sein Time-Out – doch danach wird es noch schlimmer. Seine Lions laufen dem Kantonsrivalen permanent hinterher und es ist einzig Hrubec und dem Klotener Unvermögen im Abschluss zu verdanken, dass der Favorit nicht längst mit 0:2 oder 0:3 zurückliegt.

So aber kann sich der ZSC in der Drittelpause sammeln und beteiligt sich fortan auch wieder am Spielbetrieb. Es kommt so, wie es fast kommen muss: Mit einer der ersten klaren Chancen seit einer gefühlten Ewigkeit bringt Yannick Weber die ZSC Lions in Führung. Zuvor hatte Unglücksrabe Morley den Puck an Jesper Frödén verloren. Kloten versucht in der Folge zwar nochmals alles, am Schluss sogar noch zu Sechst gegen Vier, weil sich Andrighetto mit einer Boxeinlage gegen Bernd Wolf einen Aussetzer zur Unzeit leistet. Doch es ist wie verhext – alle Bemühungen fruchten gegen Teufelskerl Hrubec nicht.

Und so wird es für die Zürcher Unterländer nach der dritten Niederlage in Folge immer ungemütlicher. Um die Play-Ins zu erreichen, bräuchten sie dringend genauso Punkte, wie um das hinter ihnen lauernde Ambri auf Distanz zu halten.

Fans: 12'000.
Tor: 48. Weber (Frödén) 1:0.

1/7
Der Schütze des einzigen Tores der Partie: Yannick Weber.
Foto: Roger Albrecht/freshfocus
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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
3:3
17
32
43
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
3:3
17
4
30
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
18
-7
29
4
SCL Tigers
SCL Tigers
2:3
19
10
29
5
SC Bern
SC Bern
16
6
28
6
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
18
13
27
7
EV Zug
EV Zug
3:2
12
15
25
8
Lausanne HC
Lausanne HC
19
-11
24
9
EHC Biel
EHC Biel
17
-2
23
10
HC Lugano
HC Lugano
17
-5
22
11
HC Ajoie
HC Ajoie
18
-8
22
12
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
3:2
18
-15
21
13
HC Davos
HC Davos
2:3
18
-11
21
14
EHC Kloten
EHC Kloten
18
-21
18
Playoffs
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