Für das Viertelfinal-Spiel zwei beordert Biels Sportchef und Interimscoach Martin Steinegger erwartungsgemäss den Nummer-1-Goalie Säteri zurück ins Tor – und sieht sich auch sonst zu Umstellungen genötigt, weil Sallinen mit einer Grippe fehlt und Rathgeb schon wieder verletzt ausfällt – dieses Mal wegen einer Oberkörper-Verletzung.
Unter anderem versucht Steinegger dies mit der Wiedergeburt der H2O-Linie aufzufangen. Die Sturmformation Haas, Hofer, Olofsson prägte die wunderbare letzte Bieler Final-Saison mit fantastischen Auftritten. Unter anderem auch während der Halbfinal-Serie gegen die ZSC Lions, welche die Bieler mit 4:0 gewinnen konnten. In dieser Saison war sie aber selten ein Faktor, weil Hofer im Herbst lange verletzt fehlte und Olofsson zuletzt öfters überzählig war. Letztmals standen H2O am 12. Feburar (2:5-Niederlage gegen Lausanne) auf dem Eis – nun soll ihr Comeback Biel gegen die ZSC Lions neuen Schwung verleihen.
Säteri greift daneben
Was sich zunächst jedoch schwierig gestaltet, weil sich Säteri seinen vielleicht grössten Flop leistet, seit er in Biel ist. Der finnische Olympiasieger und Weltmeister lässt einen harmlosen Schuss von Kukan, den er normalerweise im Schlaf mit einer Baseballmütze in der Hand halten würde, über die Fanghand ins Tor rutschen. Womit die Seeländer gegen die Zürcher erneut einem Rückstand hinterherlaufen müssen.
Dieser Umstand macht es für sie einigermassen kompliziert. Die Bemühungen sind ihnen nicht abzusprechen und der Mut zum Risiko ist ebenfalls da – im ersten Powerplay-Block lässt Steinegger mit gleich mit fünf Stürmern spielen. Doch da die ZSC Lions einen wesentlich besseren Rhythmus haben als noch am Samstag, stabil und bissig auftreten, wird die Suche nach dem Ausgleich für die Bieler zur Geduldsprobe. Bei der sie auch Säteri brauchen, der nach dem unfassbaren Flop wieder zu seiner Weltklasse-Form gefunden hat, um ihrerseits nicht höher ins Hintertreffen zu geraten.
6408 Fans
Tore: 11. Kukan (Balcers/Strafe angezeigt) 0:1. 44. Bärtschi (Grossmann, Yakovenko) 1:1. 52. Balcers (Grant, Andrighetto/PP) 1:2. 53. Fröden (Hollenstein) 1:3.
6408 Fans
Tore: 11. Kukan (Balcers/Strafe angezeigt) 0:1. 44. Bärtschi (Grossmann, Yakovenko) 1:1. 52. Balcers (Grant, Andrighetto/PP) 1:2. 53. Fröden (Hollenstein) 1:3.
ZSC abgebrühter
Es ist dann mit Jérémie Bärtschi einer der Bieler Aufsteiger dieser Saison, der mit dem 1:1 den Bann bricht (44.) und wieder richtig Leben in die Bude bringt. Doch weil sich die ZSC Lions im Powerplay geschickter anstellen als Biel, holen sie sich nach einer herrlichen Kombination zwischen Andrighetto, Grant und Balcers die Führung zurück. Und als Fröden genau 60 Sekunden später auf 3:1 erhöht, ist die Sache gegessen und der letztlich verdiente Sieg der Zürcher Tatsache.
Sie haben in dieser Saison alle sechs Spiele gegen Biel gewonnen und führen im Viertelfinal nun 2:0.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 7 | 15 | 21 | |
2 | Genève-Servette HC | 8 | 1 | 13 | |
3 | HC Ambri-Piotta | 7 | -2 | 11 | |
4 | HC Ajoie | 7 | 2 | 11 | |
5 | HC Fribourg-Gottéron | 7 | 3 | 11 | |
6 | EV Zug | 5 | 9 | 10 | |
7 | HC Davos | 7 | -1 | 10 | |
8 | SCL Tigers | 7 | -3 | 9 | |
9 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 7 | -6 | 9 | |
10 | Lausanne HC | 7 | -6 | 8 | |
11 | SC Bern | 5 | 0 | 7 | |
12 | EHC Biel | 6 | 1 | 7 | |
13 | EHC Kloten | 7 | -11 | 6 | |
14 | HC Lugano | 5 | -2 | 5 |